B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 5 (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 133 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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133 Referent Br. Dr. Haas (Bohemia) legt Wert auf die Abstimmung, damit das geistige Komitee auf Grund seiner Beschlüsse das weitere veranlassen kann. Die anderen zwei Referenten verzichten auf das Schlußwort, worauf die Anträge des geistigen Komitees angenommen werden. Zu Punkt 11 berichtet Br. Dr. Bischitzky (Praga) über zwei Anträge, welche der Großloge von den Distrikten VIII (Deutschland) und XI (Türkei) zugekommen sind. Die Großloge des XI. Distriktes beantragt die Schaffung eines Zentralrates nach dem Muster jener der amerikanischen Großlogen; dieser Zentralrat sollte die oberste Direktion der sieben außeramerikanischen Distrikte bilden; das Projekt wäre dem Exekutivkvmitee eventuell der Konstitutionsgroßloge zur Genehmigung vorzulegen und würde ein Bestandteil unserer Konstitution werden. — Der Vorschlag der deutschen Großloge geht dahin, eine Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte zu schaffen, die berufen sein soll, eine engere Zusammenarbeit zu bewirken und Fragen, die für alle Distrikte von Interesse sind, auch gemeinsam zu beraten. Für diese Arbeitsgemeinschaft wurde eine Reihe von Betätigungsmöglichkeiten nach den Gesichtspunkten: Geschäftliche Beziehungen, berufliche Förderung von Brüdern und deren Angehörigen, charitative Betätigung, geistige Beziehungen, Konstitution und Rituale in Vorschlag gebracht. Bezüglich des Vorschlages des XL Distriktes beantragt der Referent unter Hinweis auf die fehlende Homogenität der außeramerikanischen Distrikte, die vereinsgesetzlichen Schwierigkeiten und die Unmöglichkeit, neben dem Exekutivkomitee noch ein koordiniertes Exekutivkomitee zu schaffen, — Umstände, auf welche bereits in einem vorläufigen Schreiben der Großloge hingewiesen wurde, — dessen Ablehnung. Dagegen begrüßt er die vom deutschen Distrikte angeregte Arbeitsgemeinschaft als ein Projekt, das bereits vor zwei Jahren von der Loge ..Bohemia" angeregt wurde und dessen Mangel sich deutlich fühlbar macht. Derartige Zusammenfassungen wurden bereits öfter angebahnt, so hauptsächlich in der Vorjahrskonferenz der Großpräsidenten in Karlsbad. Er stellt den Antrag, die Anregung der deutschen Großloge prinzipiell anzunehmen und die Festsetzung des Arbeitsumfanges und einer Geschäftsordnung dem zu schaffenden gemeinsamen Arbeitsorgan zu überlassen. Für die Zeit zwischen den einzelnen Tagungen wäre eine Großloge mit der Geschäftsführung zu betrauen. Korreferent Br. Dr. Kornfeld (Freundschaft) schließt sich den Anträgen des Referenten an. Br. Dr. F e i t h (Moravia) ist der Anschauung, daß neben der vorgeschlagenen Arbeitsgemeinschaft noch eine engere des VIII., X., XII und XIII. Distriktes geschaffen werden sollte. Br. Großvizepräsident Dr. Kohn (Wien) spricht sich gegen den Vorschlag des XL Distriktes aus, weil es den Anschein erwecken könnte, als wollten sich die europäischen Distrikte selbständig machen. Der XII. Distrikt ist der Anschauung, daß diese Angelegenheit anläßlich des Karlsbader Brudertages besprochen werden sollte. Die Anträge des Referenten werden nach aufklärenden Mitteilungen des Br. Großpräsidenten angenommen.