B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 5 (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 130 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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130 zur Verfügung zu stellen, damit sie durch dessen Vermittlung den anderen Logen zugänglich gemacht werden können. 3. Zur Herbeiführung möglichster Einheitlichkeit der Anschauungen über Ordensfragen und behufs Beschaffung eines möglichst umfassenden Materiales für die Lösung wichtiger Ordensfragen und zur Ausgestaltung des geistigen Lebens der Logen wird empfohlen, daß einzelne vom geistigen Komitee der Großloge festzustellende, das Ordensleben betreffende Themen in allen Logen des Distriktes gleichzeitig behandelt werden und daß vom geistigen Komitee der Großloge eine Einrichtung getroffen wird, mittels welcher diese Verhandlungen und Referate der Logen über diese Fragen gesammelt, einheitlich verarbeitet und das Ergebnis dieser Verarbeitung den Logen mitgeteilt und auch sonst auf geignete Art verwertet wird. Für den Fall der Annahme dieses Vorschlages regt das geistige Komitee an, den Logen des Distriktes vorerst als gemeinsame Verhandlungsthemen die Themen „Bruderliebe" und „Friedensgedanke und Orden" vorzuschlagen. Referent begründet diese beiden Themen durch ihre Wichtigkeit für unser Logenleben und die Allgemeinheit. Er regt weiter an, bei der Großloge eine Liste von Rednern anzulegen, die sich den fremden Logen für Vorträge und Referate zur Verfügung stellen. Korreferent Br. Expräsident Dr. Michael F e i t h stellt folgende Themen auf: 1. Vorträge dürfen nie den Gang der geschäftsordnungsmäßigen Sitzung beeinträchtigen. Sie sind Schmuck und Aufputz, nicht aber notwendige integrierende Bestandteile der Sitzung. 2. Wenn ein auswärtiger Gast zu einem Vortrage eingeladen worden ist, dann ist womöglich für den Vortrag eine eigene Sitzung anzuberaumen. Findet aber der Vortrag im Rahmen der Sitzung statt, dann ist auch die Möglichkeit einer Wechselrede über den Vortrag zu schaffen. 3. Außer den Vorträgen sind bei Punkt 9 sachliche Referate zu erstatten, über die eine Wechselrede zu pflegen ist, 4. Zu den Veranstaltungen von Vorträgen, sei es im Rahmen der Sitzungen oder außerhalb dieses, sind tunlichst die Schwestern zuzuziehen. Die Sitzungen sollen daher mit Bezug auf die Vorträge als offene Sitzungen abgehalten werden. 5. Nur aktuelle Vorträge sind zu gestatten. Die Vorträge sollen zu wichtigen Fragen des Judentums und des Bundes Stellung nehmen. Auszuschließen sind also allgemeine Fragen oder Fragen, die auf dem Gebiete des äußeren Lebens liegen. Auseinandersetzungen über W. B. u. E. etc. sind zu vermeiden. Daher hält er das als Thema einer allgemeinen Besprechung in den Logen ausgewählte über „Bruderliebe" nicht für glücklich. Der Referent schlägt folgende Themen vor: a) Unsere Stellung zum Palästinaaufbau. b) Die zentrale Wohlfahrtspflege als Aufgabe unseres Bundes. c) Was ist unter „Politische Fragen", deren Behandlung satzungsgemäß ausgeschlossen ist, zu verstehen? d) Soziologie und Judentum.