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B'nai B'rith · 1925-05-01 · 5 (5.1925) · p. Seite 126

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Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
5 (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 126 (sequence 6)
Language
German
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126 Zu Punkt 6 weist Br. Großschatzmeister Glaser darauf hin, daß die Leistungen der benachbarten Distrikte für die Großloge insgesamt höher seien, als die unseren. Die Großlogenabgabe beträgt im Distrikte VIII (Deutschland) 10 Goldmark — 80 Kc, im XII. Distrikte (Österreich) 10 Schilling — 50 Kc und im XIII. Distrikte (Polen) 10 Zloty — 80 Kc. Dies, sowie die steigenden Anforderungen, welche an die Großloge gestellt werden, zwinge ihn, eine Erhöhung des Großlogenbeitrages von Kc 40.— auf Kc 50.— zu beantragen. Br. Dir. Freund (Praga) beantragt als Obmann des Finanzkomitees, dem Br. Großschatzmeister das Absolutorium zu erteilen und ihm für den außerordentlichen Eifer und die außergewöhnliche Genauigkeit bei der Kassaführung den besonderen Dank der Großloge auszusprechen. Diesem Danke schließt sich auch der Vorsitzende an. Punkt 7. (Diskussion über den JahresundFinanzb e r i c h t.) Br. Dr. F e i t h bemängelt die Zersplitterung der Leistungen und wünscht die Konzentrierung der Kräfte auf die Palästinaaktion. Diese Bewegung zu entgiften und auf eine andere Basis zu stellen, wäre in erster Reihe unsere Aufgabe gewesen! Er erörtert weiter die große Bedeutung der jüdischen Fürsorgezentrale in Prag. Der Zeitschrift der Großloge zollt er volle Anerkennung, beanständet jedoch, daß bezüglich des Artikels des Br. Ing. Herrmann im Jännerhefte nicht die erforderliche Obsorge gewaltet habe. Er wendet sich insbesondere gegen den ästhetischen Antisemitismus und gegen die Bestrebungen auf Hemmung der Einwanderung von Osten. Er will allen Brüdern die freie Meinungsäußerung gewährleistet wissen, verlangt jedoch, daß die Redaktion in jenen Fällen, in denen sich ihre Anschauung nicht mit der des Verfassers deckt, dies in einer Anmerkung zum Ausdruck bring. — Schließlich vermißt der Redner in der Frage der Witwen- und Waisenfürsorge durchgreifende Maßnahmen. Br. Dr. Fuchs (Ostravia) billigt in der Frage des Palästinawerkes und der Witwen- und Waisenfürsorge das Vorgehen der Großloge. Bezüglich der Aufnahme von Artikeln schließt er sich dem Standpunkte Dr. Feiths an. Br. Dr. Z i e g 1 e r (Karlsbad) befaßt sich mit dem Artikel Br. Ing. Herrmanns und bemängelt insbesondere, daß hiernach bei Katastrophen den Glaubensgenossen der Zutritt zu uns verwehrt werden soll. Er wünscht entsprechende Vorkehrungen des Redaktionskomitees bei Artikeln, die mit dem Geiste des Ordens nicht im Einklang stehen. — Bezüglich des Palästinawerkes schließt er sich der Anschauung des Br. Dr. Fuchs an. Es sei möglich, daß wir etwas zur Entgiftung der Atmosphäre hätten beitragen können, erfreulich ist, daß diese von selbst gekommen sei. Unter Hinweis auf die Zuwendungen anderer Großlogen beantragt er, einen Beitr^: von Kc 4000.— für den Palästinaaufbau zu bewilligen. Br. Dr. Haas (Bohemia) präzisiert den Standpunkt des Redaktionskomitees, für welches er volle Aktionsfreiheit in Anspruch nimmt. Im Falle von Beschwerden unterwerfe sich das Komitee naturgemäß der Entscheidung des Großpräsidenten, von dem es ernannt sei. /NwywwEawK- "*

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