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B'nai B'rith · 1925-03-01 · 3 (3.1925) · p. Seite 60

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
3 (3.1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 60 (sequence 4)
Language
German
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hO die Zustimmung zur ersten Annahme, wohl aber die zur zweiten als Voraussetzung genommen werden dürfte, so erfordere die innere Organisation der derzeitigen Frauen Vereinigungen, eine gründliche Umgestaltung, vor allem in dem Sinne, daß sie als Mitglieder nur jene Frauen der Logenbrüder in ihrem Milgliederkataster zu führen haben, die auch wirklich Mitglieder sein wollen, d. h. sich als wirkliche Mitarbeiterinnen deklarieren, nicht aber auch jene, die nur als Frauen von Logenbrüdern ex offo zu Mitgliedern gemacht werden. Die Sehnsucht nach großer Mitgliederzahl bedeutet für eine Frauen Organisation der gedachten Art gar nichts: hier kommt es nur auf den kleinen aber fruchtbaren Kreis an, der Frauenarbeit im Sinne von Logenarbeit zu leisten gewillt ist. Und eben darum bedeutet die Eignung des Mannes für die Loge noch keineswegs auch die Eignung — und was besonders wichtig ist — den Willen der Frau zur gleichartigen Mitarbeit. Auf solchen Voraussetzungen basierte Referent seine Anregimg folgender Art: Die Frauenvereinigungen mögen eine Neuanlage der Mitgliederlisten durchführen und dies nicht mehr auf ausschließlicher Grundlage der Mitgliederverzeichnisse der Logen, sondern auf Grund eingegangener persönlicher Anmeldungen der Frauen. Zu diesem Zwecke seien zunächst allen Frauen Fragebogen zu übersenden, mit der 1. Frage, ob die betreffende Mitglied der neu reorganisierten Frauenvereinigung werden wolle (gleichzeitig kurze Charakterisierung der Pflichten und Rechte der Mitgliedschaft) und mit der 2. Frage, für welche der in Betracht kommenden Arbeitsgebiete sich die betreffende Schwester interessiere. Diese zweite Meldung wäre auch gleich als Grundlage für die Einteilung der Mitglieder in die einzelnen Arbeitskreise zu nehmen.*) Die Arbeitskreise sind nicht schablonenhaft aufzustellen, sondern stets unter Berücksichtigung des hier erstrebenswert« n Zweckes einerseits dem generellen Charakter des Weibes und der Frau, anderseits der speziellen Eignung des Individuums innerhalb dieses Rahmens anzupassen. Referent versprach sich von einer Reorganisation eine bedeutende Förderung des Logengedankens im Kreise der Frauenwelt, vor allem im Sinne der Ausbildung weiblicher Persönlichkeit hei der Frau. Diese Anregungen blieben bei einer darüber vorgenommenen Abstimmung in der Minderheit, Die Mehrheit beschloß: Es bleibe vorläufigalles so, wie es derzeit ist, Multiplizität der Fälle: Fast gleichzeitig mit den hier gepflogenen Beratungen trafen die Anfragen des h. w. Exekutivkomitees aus Amerika hier ein, die sich auch mit der Frage der Heranziehung der Frauen zu den Logenarbeiten befassen. Die Anregungen fanden keine breite Basis der Diskussion, man kam allenthalben zu den gleichen Schlüssen: Man lasse es vorläufig so, wie es ist, Die Nummer 1 der Mitteilungen der Großloge für Deutschland (Jänner 1925) enthält einen Bericht über eine erweiterte Vorstandsitzung des Verbandes der Frauenvereine der deutschen Logen. In diesem Berichte wurde mit Genugtuung der Freude Ausdruck gegeben. *) Zu diskutieren wäre auch die Mitgliedschaft der erwachsenen Töchter, sowie gleichartig interessierter Kreise außerhalb der Logen-

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