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B'nai B'rith · 1925-02-01 · 2 (2.1925) · p. Seite 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
2 (2.1925)
Date
1925-02-01
Page
Seite 44 (sequence 20)
Language
German
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44 der unsere Loge ist, hat sein Heim in Lichten Stadt verkauft. Die äußerst geringe Zahl der Kinder, die das Heim in Anspruch nahmen, ließ den. günstigen Verkauf ratsam erscheinen. Der Verein beabsichtigt, sieh in Hinkunft mehr der Erziehung und Pflege armer jüdischer KindeT zuzuwenden. In nächster Zeit wird ein Verein zur Errichtung und Erhaltung eines israel. Abenheims in Karlsbad gegründet werden. Wenn dieses auch eine Schöpfung der ganzen Gemeinde sein wird, so wird doch unsere Loge mit größtem Interesse das Gedeihen des Vereines fördern und unterstützen. Die Gründung einer Schwesterloge ist in Karlsbad noch nicht spruchreif. Wir freuen uns, wenn uns unsere lieben Schwestern in geselliger und humanitärer Beziehung an die Hand gehen, sind ihnen dankbar, wenn sie sich rege an den Vorträgen beteiligen, haben uns mit der Ehrengabe der Schwestern an die Loge anläßlich ihres 30jährigen Gründungsfestes in Form eines silbernen Hammers aufrichtig gefreut, aber augenblicklich ist die Zeit zur Gründung einer Schwesternvereinigung noch nicht da. »Silesia« <Troppau>. Wenn wir einen Rückblick auf das abgelaufene Logenjahr werfen, so beschleicht uns das Gefühl der Trauer und Wehmut: der Trauer deswegen, weil drei unserer ältesten und besten Brüder für immer von uns gegangen sind. Schon am 7. Feber hat der unerbittliche Tod den Mitbegründer unserer Vereinigung, unser aller Führer. Freund und Berater, Br. Expräsident Dr. Theodor Sonnen 8 ohein, uns entrissen und damit eine niemals ganz auszufüllende Lücke in unsere Reihen gerissen. Seine Charakter- und Geisteseigensohaften, sein nie ermüdender Fleiß und seine Opferwilligkeit, die er ganz in den Dienst der Idee unseres Ordens gestellt und in diesem betätigt hat. werden ihm in unserem Kreise für immerwährende Zeiten ein gesegnetes Andenken erhalten. Welcher Hochachtung und Wertschätzung sich der Verstorbene auch außerhalb unserer Loge unter dem Brüdern, mit denen erals Ben B'rith zusammenzukommen Gelegenheit hatte, erfreute, davon legte sein Leichenbegängnis ein beredtes Zeugnis ab. Ließ es sich doch unser s. w. Großpräsident nicht nehmen, dem verstorbenen Bruder das letzte Geleite zu geben und auch sonst kamen 1 »rüder von nah und fern zu dem traurigen Schlußakte eines dem Wohle der Menschheit und namentlich dem Wohle des Judentums gewidmeten Lebens. In der „Silesia" wird Br. Dr. Th. Sonnenschein unvergessen bleiben. Wenige Wochen nach diesem Verluste hatten wir einen weiteren Verlust zu beklagen, indem Br. Nathan Liclitciistern, ebenfalls ein Mitbegründer der „Silesia" und ihr bis zuletzt ergeben, mit Tod abging. Kurze Zeit darauf, am 9. Juni, wurde unser Br. Friedrich Meyer, unsertlangjähriger Schatzmeister, vom Leben abberufen. Auch diesen beiden verdienstvollen Brüdern werden wir ein ehrendes Andenken bewanren. Mit Wehmut denken wir daran, daß in diesem Jahre die lieben Brüder aus M.-Ostrau, welche bisher der „Silesia" angehörten, sich yon uns getrennt und eine eigene Loge „Ostravia" gegründet haben, um intensiver im. Sinne unseres Loger.gedankens wirken zu können. 37 Brüder, von denen mehrere unserer Loge seit ihrer Gründung angehört und .sich in ihr in ganz hervorragender Weise betätigt hatten, sind aus diesem Anlaß aus unserer Mitte geschieden und wir wollen nur dem Wunsche Ausdruek verleihen, daß wir sie zeitweise als liebe Gäste bei uns begrüßen dürfen. Nebst diesem Exodus haben wir auch noch den Abgang zweier uns lieb gewordener Brüder aus Anlaß ihrer Übersiedlung zu beklagen und weiters auch das Ausscheiden eines Bruders, der sich der neugegründeten Loge „Fides" in Bi*atklava anschloß. Im Berichtsjahre wurden 17 ordentliche und 3 Trauersitzungen abgehalten, die im Durchschnitte von 33 Brüdern besucht waren. Die

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