B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 2 (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 43 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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43 fang der Geburtshilfe in der Kunst". Br. Dr. Leo Kl em per er über ..Hot'rat Prof. Ebrimann" (z>u dessen 70. Geburtstag). Br. Dr. Gabriel Kohn über die „Festschrift der Bohernia", 1. Teil. Br. Dr. Fritz Kohn über „Ein Komitee für brüderliche Fürsorge", Br, Dr. Walther Kohn er über „Die Festschrift Her Bohernia", 2. Teil, Br. Dr. Robert Löwenstein über „Aufbau Palästinas", Br. Dr. Ernst Sommer über „Der Jude und die Politik", Br. Dr. Hugo Lö w y über „Die B.B.News" und schließlich Frau Dr. Polaczek, Teplitz, der wir auch an dieser Stelle unseren verbindlichsten Dank sagen, über „Rembrandt als Mensch und Künstler". Die meisten dieser Verträge waren auch den Familienangehörigen unserer Brüder zugänglich und wurden in offener .Sitzinnig abgehalten. Einen sehr bemerkenswerten Antrag stellte Br. Dr. Paul L ö w y dahingehend, daß sämtliche Vorträge im Archiv der Loge aufbewahrt werden mögen; richtig durchgeführt wäre eine solche Sammlung ein kulturgeschichtlich recht wertvoller Besitz jeder Loge. Eine geistig hochstehende Debatte über die Beantwortung der bekannten, für unseren Orden so überaus wichtigen Fragen lies h. w. Exekutivkomitees füllte zwei Sitzungsabende aus und es freute uns die Mitteilung unseres s. w. Generalkomitees, daß unsere Antwort seine vollste Zustimmung gefunden habe. Hier sei auch der Antrag des Br. Dr. Hugo L ö w y erwähnt, daß im neuen Rituale der Passus im Gelöbnisse des neu aufgenommenen Bruders über die Dauer der „Schweigepflicht" ersetzt werden soll durch die Worte: „z e i 11 e b e n s u nid1 a 11 e z e i t". Dem Antrage dürfte wohl Folge gegeben werden. Nicht minder lebhaft wurde die Frage diskutiert, welche Themen dem Generalkomitee für den voraussichtlich am 7. Juni in Karlsbad abzuhaltenden allgemeinen Brudertag in Karlsbad überreicht werden sollen. Die Loge einigte sich auf folgende zwei Themen: a) Die geistigen und kulturellen Aufgaben des Ordens. b) Einflußnahme des Ordens auf die jüdische Jugend. Das s. w. Generalkomitee hat von diesen beiden Themen das letztere angenommen. Der Glanzpunkt des verflossenen Jahres ist aber sowohl als kulturelles, innergeschichtliches, aber auch als gesellschaftliches Ereignis der 26. Oktober gewesen: unser 30jähriges Stiftungsfest, an dem unser s. w. Großpräsident, 98 Karlsbader und 57 Brüder der Schwesterlogen teilnahmen. Unsere Festschrift ist soeben erschienen, und da wir sämtlichen Logen einige Ehrenoxemplare zugesandt haben, erübrigt es sich, auf das Fest hier näher einzugehen. Nur so viel sei hervorgehoben, daß das Fest, was bei solchen Gelegenheiten nur äußerst selten vorkommt, fast klaglos verlief und allenthalben den nachhaltigsten und besten Eindruck hinterließ. Daß wir nicht nur dem eigenen Logenleben unsere Aufmerksamkeit schenkten, sondern auch am Logenleben des ganzen Distriktes freudvoll teilnahmen!, bedarf wohl keiner Erwähnung. In großer Zahl beteiligten wir uns an der Installierung der w. „Veritas" in Saaiz und auch der Gründung der w. „Fides" wohnte unser Präsident als Delegierter bei. •Der in die Wege geleitete, allerdings inoffizielle regere Kontakt der vier Logen „Freundschaft", „Karlsbad", „Philanthropia" und „Veritas" wird zuversichtlich zur Hebung der nachbarlichen Einigkeit unter diesen Logen beitragen. Wie selbstverständlich, ließen weder freudige noch traurige Anlässe unserer Brüder uns teilnahmslos bleiben. Der Brüder Freude war unsere Freude, der Brüder Leid unser Leid. Erwähnt sei nur der 80. Geburtstag unseres Freibriefbruders Abraham Heß und der 70. der Freibriefbrüder Dir. Leo Kohn, Julius Mandl (Komotau) und Daniel Weil. Unsere soziale Tätigkeit entwickelte sich den an unsere Loge gestellten Anforderungen gemäß. Unserem mobilen Witwen-u. Waisenfond konnten wir in diesem Jahre dank der munifizenten Teilnahme un- ■serer Brüder zu Ehren unseres Gründungsfestes den Betrag von 42.000 Kc zuführen, eine sehr schöne Reserve für hoffentlich in weiter Ferne liegende etwaige Hilfeleistungen. Der Verein „Ferienheim", dessen Grün-