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B'nai B'rith · 1925-02-01 · 2 (2.1925) · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
2 (2.1925)
Date
1925-02-01
Page
Seite 41 (sequence 17)
Language
German
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41 Die F r a uen v e r e i ni giun g der beiden Präger Losen stand unter der zielbewußten Leitung der Frau Rudi Heller. Hervorzuheben ist die aufopferungsvolle Tätigkeit bei der Sammlung und Verpackung von Kleidungsstücken für die Deutschlandhilfe. Bei den Mitgliederversammlungen erschienen am Vortragstische Br. Prof. Dr. Golinsky der w. „Union" („Das Judentum an der Wende unserer Zeitrechnung"'). Br. Präsident Prof. D r. S tar k e ms te in („Das Verhältnis der Frauen Vereinigung zu den Logen"). Br. Oberfinanzrat Dr. phil. et jur. Piek („Coudenhove-Kalergi"). In anerkennenswerter Weise hat die Frauenvereinigung bei den Veranstaltungen der T o y n b e e h a 11 e, bei welcher jedesmal 200 bis 250 Personen, meist jüdische Angestellte, in unserem Speisesaale bewirtet worden sind, mitgewirkt. DieToynbeehalle steht unter der bewährten Leitung unseres Br. Prof. Gustav Flusser. Die Vorträge und künstlerischen Darbietungen bestreiten zum großen Teile die Brüder beider Logen. Die von unseren Frauen veranstalteten Kindernacumittage, zu welchen die Kinder der Waisenhäuser eingeladen und bewirtet wurden, haben auch eine Fülle geistiger Anregung für die Kinder geboten. Last not least möge die Verkaufsausstellung erwähnt werden, in welcher die im Erwerbe tätigen Witwen nach Brüdern Erzeugnisse und Handelswaren zum Zwecke des Verkaufes ausstollen können. Das g e m e i n s a m e G e s e 11 i g k e i t s k o m i t e e der „Bohemia" und „Praga" hat unter der Leitung Br. Theodor Rychnoskys eine Reihe von Herrenabenden, Teenachmittagen, Konzerten und Vorträgen veranstaltet. Das Programm wurde von erstklassigen fremden Künstlern und selchen aus Bruderkr eisen bestritten. Unermüdlich •wirkten nebst anderen Br. Prof. Konrad Wallerstein und Frau Olga Gratum mit. Unter den Vortragenden mögen nur Br. Expr. Dr. Groß („Das Rassenproblem") und Br. Leon Körnitz er der „Henry Jones"-Loge in Hamburg („Gibt es jüdische Musik?"), herausgegriffen werden. Die F ü r s o r g e f ü r B r ü d e r und de r en Hinterbliebene findet selbstverständlich die gebührende Aufmerksamkeit. Erwähnt sei nur der besondere Pflichteifer und die rührende Liebe, welche auf diese Tätigkeit von den Brüdern des Unterstützungskomitees Expr. Rat Max Erben, Expr. Dr. Adolf Brandler, Emanuel Pick, Expr. Leopold Jerusalem und Ignatz Lion verwendet wurde und wird. Die Vermögensverwal- »Karlsbad«. Eines der fruchtbringendsten und an innerem Wert reichsten Jahre unserer Logenarbeit liegt hinter uns. Das 30. Jahr unseres Beistandes! Als ob die Erinnerung an den Eintritt in die Jahre der Reife und der Kraft — „ben schlauschim lakauach" heißt es bei unseren Weisen—uns ununterbrochen vorangeleuchtet hätte als Mahner, unsere Kräfte zu verdoppeln, um zu zeigen, daß die Freude an der Loge und dem Orden intensiver sei als sie je gewesen ist. Auf welche Seite unserer Tätigkeit immer des Jahres 1924 wir Rückschau halten, überall erhöhte Emsigkeit, größere Opferbereitschaft. Unsere Loge zählt 08 ständige Mitglieder in Karlsbad selbst. Berücksichtigen wir, daß von diesen 08 Brüdern 12 teils durch Alter, teils durch Kränklichkeit oder längere Ortsa'bwasenheiit an den Sitzungen fast gar nicht teilnehmen konnten, so dürfen wir bei der Durchschnittszahl von 48 an den 18 Sitzungen des Jahres vollauf zufrieden sein. Dasselbe gilt auch von den Komitieesitzungen. Kein Jahr war zu verzeichnen, in welchem die einzelnen Komitees so ernst und zielbewußt gearbeitet hätten, wie im verflossenen Jahre. Die Zalil der Komitees haben wir um eines erhöht. Der Anregung der w. „Praga" folgend, haben auch wir das „Komitee für brüderliche Fürsorge" ins Leben gerufen und für dasselbe 6 unserer bewährtesten und einflußreichsten Brüder bestimmt. Auch unsere geselligen Zusammenkünfte zeigen das gleiche Bild erfreulicher Aufwärtsbewegung'. Der Gesellschaftsabend der Loge am 0. Feber, unsere

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