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B'nai B'rith · 1924-12-01 · 10 (12.1924) · p. Seite 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
10 (12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 271 (sequence 13)
Language
German
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271 komplex des ganzen Ordens gegenüber und zeigt im Werdegang des Ordens die Lösimg dieses Pflichtenproblems. Diese Geschichte führt durch hellere und trübere Tage in die düstere Zeit der Gegenwart, die trotz allem den Optimismus des Einzelnen in Selbstachtung und Selbstwertung nicht untergraben kann. Dies besonders dann, wenn man es vermeide durch die trüben Brillen unserer Gegner zu bücken, da dann doch verzerrte Bilder zum Vorschein kommen müssen. „Erhaltet Euch vielmehr," so führt der Präsident weiter aus, „den klaren Blick und den frohen Mut, die allein das Selbstvertrauen verbürgen, das Euch befähigt, segenspendend wirken zu können, da nur der dies im Stande ist, der sich innerlich gefestigt fühlt und selbst in den stärksten Stürmen des Lebens nicht wankt. Schließt Euch in einträchtiger Bruderliebe zusammen, um all den großen, schönen Aufgaben gewachsen zu sein, deren Erfüllung unser hoher Bund von uns fordert. Übet Wohltätigkeit in reichstem Maße, jedoch nicht etwa in der Form, die als Mildtätigkeit auftritt und nur das eigene Mideid zu bannen sucht, sondern in der, die Menschenwohl will und dieses Wohlwollen in andauernde Tat, in Tätigkeit umsetzt. Lasset bei der Verfolgung der Zwecke und Ziele unseren Bundes nicht etwa nur den eiskalten Hirnverstand sprechen, der derzeit unsere ganze Umwelt beherrscht. Wählet vielmehr zum Führer und Leiter euer warmfühlendes Herz. Dieses soll in Euch verständig und weise sein, wie unsere heilige Sprache es so herrlich ausdrückt. Dann, meine lieben Brüder, dann werdet Ihr in Wahrheit echte bene beris werden und sein, Euch zur Freude, dem Bunde zu Ehre und der Menschheit zum Segen. Das walte Gott!" Nach dieser mit großem Beifall aufgenommenen Rede brachten die delegierten Gäste der neugegründeten Loge „Ostravia" ihre Glückwünsche dar, u. zw. Br. Expräs. Dr. Steiner der Friedensloge in Ratibor, in Vertretung des leider krankheitshalber abwesenden Delegierten Höniger für den Deutschen Distiikt, Br. Dr. Berliner namens der Großloge für Österreich, Vizepräsident Dr. Feuerstein für die Großloge Polen, Expräs. Dr. Wolf für die Mutterloge „Silesia", der Präsident der Loge „Bohemia" Prof. Dr. Starkenstein namens der Logen des X. Distriktes. Mit der Verlesung der eingelaufenen Zuschriften und der zahlreichen Glückwünsche durch den Br. prot. Sekretär Dr. K u 1 k a, fand die Festloge ihr Ende. Am Abend vereinigte des großzügig-arrangierte Brudermahl Brüder und Schwestern. Den Begrüßungen und Tischreden folgten künstlerische Darbietungen von Brüdern und Schwestern und deren Angehörigen, die die Festgäste bis in die späten Nachtstunden in festlichfroher Stimmung beisammenhielten. Last but not least sei der glänzenden technischen Durchführung des ganzen Arrangements und seiner Leitung, besondere der fürsorglichen und oft bewährten Tätigkeit des Br. Finanzsekretärs Direktor Dr. B e r g e r gedacht.

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