B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 9 (11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 241 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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241 Es sind nun 14 Jahre, als Sie mit dem sehr würdigen Vizegroßpräsidenten Dr. Edmund Kohn und dem sei. Bruder Bachrach uns mit Ihrem Besuch beehrten. Sie kamen damals hieher, um zu sehen, ob hier für unseren Orden der Boden wäre, für eine erste Loge in Ungarn. Sie haben meinen sei. Freund und Bruder, Primarius Dr. Jakob Fischer und mich als erste Kandidaten ausersehen und wir waren so glücklich Brüder der würdigen „W ien" zu werden. Sie sind unser Vater geworden und von dem Tage an haben wir Preßburger Brüder der würdigen „Wien" Ihre Zuneigung, Ihre väterliche Liebe, sowie die wohlwollende Freundschaft aller Brüder im reichlichem Maße genossen. Und dies war Grund genug, daß wir uns von unserer Mutterloge nur schwer losreißen konnten, um hier eine Loge zu gründen. Deshalb, sehr würdiger Großpräsident, sage ich Ihnen wiederholt vielen Dank mit der Bitte, uns Brüder der „F i d e s" weiter als Ihre treuen Kinder zu betrachten. Ihr Erscheinen, lieber Bruder Expräsident Gustav Steiner aus Ratibor, der Sie als Delegierter des deutschen Distriktes uns die Ehre geben, bringt den Logengedanken zum Ausdruck, der keine Grenzpfähle kennt, der alle Juden umfaßt, die guten Herzens sind. Ich danke Ihnen für Ihr Kommen und bitte Ihrer sehr würdigen Großloge unseren wärmsten Dank zu überbringen. Ihnen aber, würdige Präsidenten, Expräsidenten und lieben Brüdern Gästen, insbesonders aber unserer Mutterloge, deren Brüder unter Führimg des sehr würdigen Präsidenten Dr. Alt sich so zahlreich an unserem Feste beteiligen, spreche ich im Namen meiner Loge den innigsten Dank dafür aus, daß Sie nicht die Mühe gescheut haben, zu uns zu kommen. Nehmen Sie die Versicherung entgegen, daß Sie uns ein hohes Glück bereitet haben und lassen Sie mich der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß keiner von Ihnen heimkehre, ohne das erhebende Bewußtsein, neue Freunde, neue Brüder fürs Leben gefunden zu haben. Möge der Zug des Herzens Sie recht oft in unsere Mitte zurückbringen. Und nun schreiten wir zu einem Akt der Liebe und der Verehrung und dazu erteile ich Bruder Vizepräsidenten Frankl das Wort. Den Ausführungen des Präsidenten folgte der Dank des Vizepräsidenten und das Gelöbnis treuer Pflichterfüllung. „Nicht vordozieren, sondern vorleben, sei unsere Aufgabe." Das Vorbild zur Erfüllung dieser Pflicht sehe er im Tun und Lassen der beiden s. w. Großpräsidenten. „Diese haben uns vorgelebt, wir wollen ihnen nachstreben und nachleben und in der Erfüllung ihrer Intentionen unsere Aufgabe sehen. Nicht nur im Geiste, sondern auch im Bilde wollen wir Sie auch in Hinkunft bei unseren Logenarbeiten stets vor Augen haben."