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B'nai B'rith · 1924-10-01 · 8 (10.1924) · p. Seite 221

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
8 (10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 221 (sequence 19)
Language
German
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221 von ihrer früheren Heimat abgeschnitten, ruiniert und verzweifelt, sind sie stecken geblieben, weil ihnen die Tore Amerikas verschlossen wurden. Da sind Frauen, deren Männer schon lange in Amerika wohnen, kleine Kinder, die von ihren Eltern abgeschnitten sind, Mädchen, die nicht zu ihren Angehörigen kommen können. So liegen sie in den Hafenstädten, werden ausgewiesen und wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Die Verzweiflungsschreie dieser Unglücklichen richten sich an das ganze jüdische Volk und die W. H. K. hofft, daß mit vereinigten Kräften durch juridische und materielle Hilfe diese jüdischen Emigranten aus ihrer traurigen Lage gerettet und die Möglichkeit erhalten werden, sich ein neues Heim zu schaffen. 2. Die jüdische Volksbank. f. Die Zweite Jüdische Welthilfskonferenz anerkennt die unbedingte Notwendigkeit der Gründung der „Vereinigten Jüdischen Volksbank' und begrüßt mit Dank die Vorbereitungsarbeiten der früheren Exekutive auf diesem Gebiete. 2. Die Konferenz beauftragt die gewählten Ausführungsorgane, die Vorbereitung der Arbeiten energisch fortzusetzen, um rasch das notwendige Aktienkapital zusammenbringen und auf diese Weise die Möglichkeit zu schaffen, daß die Bank in nächster Zeit zur Durchführung ihrer Aufgaben gelangt. 3. Die Gründeraktien bleiben vorläufig in den Händen des Zentralrates, der auf einers einer nächsten Sitzungen über die Aushändigung einer bestimmten Anzahl der Gründeraktien an bestimmte Organisationen zu beraten und zu beschließen haben wird. 4. Der Zentralrat soll den Einfluß der organisierten Genossenschaften auf die Führung der Bank sichern, indem er eine genügende Anzahl der Gründeraktien an genossenschaftliche Unternehmungen abgibt. 5. Es wird eine Kommission gebildet, die sich bis zur ersten Generalversammlung der Bankaktionäre mit den Vorbereitungen für die Bank befaßt. Die Kommission soll aus 3 von der Konferenz und 4 vom Exekutivkomitee zu bestimmenden Mitgliedern bestehen. 6. Die 2. J. W. H. K. lenkt die Aufmerksamkeit der verschiedenen Teile des jüdischen Volkes auf die Pflicht, die ein jeder Jude bei der großen Arbeit zu erfüllen hat, der „Vereinigten Jüdischen Volksbank" das Aktienkapital zu verschaffen. Sie appeliert an alle jüdischen Körperschaften und sozialtätigen Persönlichkeiten, sogleich an den Absatz für die „Jüdische Volksbank", die zum zentralen Finanzinstitut für den Wiederaufbau des jüdischen Volkes werden soll, heranzugehen. 3. Emigrationsdirektorium. Die Zweite Jüdische Welthilfskonferenz sieht im Emigrationsdirektorium einen begrüßenswerten Versuch zum Zusammenschluß der jüdischen demokratischen Kräfte auf dem Gebiet der Emigration. Die Konferenz verlangt von der zu wählenden Exekutive, daß die den Emigdirekt stützt und zu seiner weiteren Entwicklung auf demokratischer Grundlage beiträgt. 4 Argentinien als Einwanderungsland. Da Argentinien eines der wichtigsten Einwanderungsiänder ist, beantragt die Konferenz ihre künftigen Ausführungsorgane, für die Einsetzung einer Kommission zu sorgen, die zur Aufgabe haben soll, die allgemeine Lage in Argentinien zu untersuchen und die Verhältnisse der argentinischen jüdischen Kolonien und die dortigen Einwanderungsmöglichkeiten zu erforschen. 5. Kolonisation in Palästina. Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit, alle Möglichkeiten für landwirtschaftliche Kolonisation zugunsten der jüdischen Emigrationsmassen aus-

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