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B'nai B'rith · 1924-09-01 · 7 (9.1924) · p. Seite 197

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
7 (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 197 (sequence 11)
Language
German
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197 Alle besprochenen Angelegenheiten werden den Generalkornitee zur Genehmigung vorgelegt werden. Eine Reihe von Anregungen, welche seitens des Großpräsidenten Dr. Ader zur Diskussion gestellt wurden, konnten mangels genügender Vorbereitung nicht meritorisch erledigt werden. Nach Erledigung der Tagesordnung dankte Großpräsident G. R. T imendorfer in herzlichen Worten dem Großpräsidenten Dr. Popper für die Einberufung und Leitung der Tagung und dem Präsidenten Dr. Z i e g 1 e r für die gewährte Gastfreundschaft, worauf der Vorsitzende die Sitzung um 7 Uhr abends schloß. Die Beratung hat den angestrebten Zweck voll erreicht, in den meisten Fragen, welche als gemeinschaftlich empfunden wurden, ist volle Übereinstimmung erzielt worden. Einen besonderen Wert hat die Tagung aber auch dadurch, daß sechs Großpräsidenten die Möglichkeit geboten war, miteinander persönlich in Fühlung zu treten. Diese Möglichkeit wurde in ausgiebigster Weise ausgenützt und wird zweifellos für das Verhältnis der einzelnen Distrikte zueinander von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Am Abend des 23. veranstaltete die Loge „Karlsbad" zu Ehren der sechs Großpräsidenten eine gesellige Zusammenkunft im Hotel ,,Glattauer", deren Rahmen allerdings diesem für das europäische Ordensleben so hoch bedeutendem Ereignisse nicht voll Rechnung trug. Sämtliche Großpräsidenten waren der Gegenstand herzheher Ovationen seitens der in übergroßer Anzahl erschienen Brüder und ihrer Angehörigen. Der nächste Alorgen fand die Teilnehmer in gemütlichen Beisammensein, wobei diese historische Zusammenkunft in einer Lichtbildaufnihme festgehalten wurde. Es steht zu hoffen, daß diese Beratung nicht vereinzelt bleiben und den Auftakt bilden wird, zu einer Belebung des B'nai B'rith Ordens in Europa. Es wird jedoch an dieser Stelle betont und kam in den Beratungen immer wieder zum Ausdrucke, daß diesen Zusammenkünften jede separatistische Tendenz ferne liegt. Die versammelten Brüder haben dieser Überzeugung auch dadurch Ausdruck verlieben, daß sie den Großpräsidenten unseres Distriktes als den Einberufer auf Grund eines einstimmigen Beschlusses beauftragten, der Orden3leitung in Amerika gleichzeitig mit der Mitteilung über diese Beratung, den Ausdruck der Ergebenheit und der unverbrüchlichen Anhänglichkeit an das Exekutivkomitee und dessen Präsidenten zum Ausdrucke zu bringen. —er.-. Zweite jüdische Welthilfskonferenz in Karlsbad (z\.—zS. August 1924). Die Eröffnungssitzung. Vier Jahre nach der ersten Welthilfskonferenz, welche gleichfalls in Karlsbad getagt hatte, wurde die zweite einberufen; hatte im Jahre 1920 die jüdische Not im Osten den Anstoß zur Schaffung eines großen Hilfswerkes der Juden gegeben, so sollte diesmal daneben der Grundstein für Zentralisierung der gesamten jüdischen sozialen Arbeit gelegt werden. Durch diese Erweiterung des Programms sollten die alten Anhänger fester an die Organisation geknüpft und neue gewonnen werden. Die Teilnahme an der Konferenz entsprach den gestellten Erwartungen; es hatten sich 125 Delegierte eingefunden, welche 89 Organisationen vertraten. Das stärkste Kontingent stellte Deutschland mit 24 Vertretern, dann folgte Polen mit 25, Wien 14 und London mit 10 Delegierten; die Cechoslovakei hatte 8 Vertreter entsandt. Die übrigen Delegierten verteilten sich auf Belgien,

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