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B'nai B'rith · 1924-09-01 · 7 (9.1924) · p. Seite 196

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
7 (9.1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 196 (sequence 10)
Language
German
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196 Großlogen enger zu gestalten. Dieses Ziel sollte vorerst durch Delegierung von Vertretern zu den Sitzungen des Generalkomitees und der Großloge., namentlich bei Beratung von Gegenständen, die von allgemeinem Interesse sind, erreicht werden. Der Plan wurde auch kurz nach dieser Anregung verwirklicht und seither haben sich, soweit dies die Verhältnisse nur halbwegs gestatteten. Delegierte dieser Distrikte an den Beratungen des Generalkomitees und der Großloge der Nachbardistrikte beteiligt. Der zweite Plan, die Zusammenkunft der Großpräsidenten, mußte einem späteren Zeitpunkte vorbehalten werden. Anläßlich der Tagung der Großloge unseres Distriktes im Mai d. J. wurde bei einer Aussprache zwischen dem Großpräsidenten unseres und jenem der XII. Distriktes die Idee einer Zusammenkunft der Großpräsidenten der obgenannten Distrikte neuerlich besprochen und die Einladungen hiezu seitens des Großpräsidenten Br. Dr. Popper nicht nur an den VIII. und XII., sondern auch an den mittlerweile installierten XIII. Distrikt asugeschickt, weil diesem zum großen Teile Logen des früheren österreichischen und deutschen Distriktes angehören und sohin die Grundlagen für die Festsetzung gleichartiger Richtlinien gemeinschaftlicher Fragen gegeben waren. Das Programm für diese Tagung wurde seitens unseres Distriktes vorgeschlagen und seitens der übrigen Teilnehmer voll genehmigt. Es war beabsichtigt, diese Fragen, unter denen die Vereinheitlichung des Rituales im Vordergrunde stand, zunächst innerhalb der einzelnen Distrikte beraten zu lassen und auf Grund der eingelangten Gutachten sodann womöglich endgültige Beschlüsse zu fassen und die Beratung selbst im Frühherbste in Prag abzuhalten. Der Umstand, daß die im August abgehaltenen Welthilfskonferenz die GroßpräsiJenten des VIII., XII. und XIII. Distriktes in Karlsbad vereinigte, führte dazu, daß diese Beratung bereits am 2,'i. August daselbst abgehalten wurde. Der Besprechung wurden die in Karlsbad gleichzeitig anwesenden Großpräsidenten des IX. und des in Bildung begriffenen XIV. Distriktes beigezogen. Die Beratung selbst fand in den Räumlichkeiten der Loge „Karlsbad" statt und begann um 2.45 nachmittags. Vertreten war der VIII. Distrikt (Deutschland) durch den Großpräsidenten 3r. Geheimrat Berthold Timendorfer, der IX. Distrikt (Rumänien) durch den Großpräsidenten Oberrabbiner Dr. J. Niemirower, unser Distrikt, der X., durch den Großpräsidenten Dr. Josef Popper und den Großsekretär Dr. Emil Wiesmeyer; überdies wohnte der dermalige Präsident der Loge „Karlsbad", Prof. Dr. I. Z i e g 1 e r den Beratungen als Gast bei. Den XII. Distrikt (Österreich) vertrat der Großpräsident Hofrat Dr. S. Ehrmann und der Großvicepräsddent Dr. Edmund Kohn, den XIII. Distrikt (Polen) Großpräsident Dr. Leon Ader und Expräsident Dr. O s i a s Thon, Mitglied des Generalkomitees. Den in Gründung begriffenen XIV. Distrikt (Palästina) der designierte Großpräsident David J e 11 i n. Zum Vorsitzenden wurde über Vorschlag des Großpräsidenten Di. Timendorfer, Großpräsident Dr. Josef Popper, zum Schriftführer Großsekretär Dr. Emil Wiesmeyer gewählt. Als wichtigster Punkt der Tagesordnung wurde die Frage eines gemeinsamen Rituales behandelt und hierin nach eingehender Durchbesprechung der gesamten Materialien eine vollkommene Übereinstimmung sämtlicher Beteiligten erzielt. Mit der Ausarbeitung eines Entwurfes dieses gemeinschaftlichen Rituales wurde der Großpräsident des XII. Distriktes, Hofrat Dr. Ehr mann betraut, als Korreferent wird ein Bruder unseres Distriktes bestellt werden. Ebenso wurde in allen anderen auf der Tagesordnung stehenden Fragen eine einheitliche Auffassung erzielt und das nicht nur zwischen den Delegierten der mitteleuropäischen Großlogen, sondern auch jenen von Rumänien und Palästina.

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