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B'nai B'rith · 1924-06-01 · 6 (6.1924) · p. Seite 164

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
6 (6.1924)
Date
1924-06-01
Page
Seite 164 (sequence 18)
Language
German
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164 Verfügungen allgemeiner Natur fallweise anzuzeigen und zu Jahresschluß über den Stand der Frage der inneren Mission zu berichten, damit die Großloge die Möglichkeit zur Überwachung und Erhebung von Einwendungen habe, gelangt zur Annahme. Nach der Mittagspause berichtet Expräsident Dr. Schleißner („Bohemia") zu Punkt 9 über den Antrag der Loge „Bohemia" auf Förderung der Jüdischen Fürsorgezentrale in Prag; er erklärt von einer eingehenden Darstellung der Tätigkeit der Fürsorgezentrale im Hinblick auf die regelmäßigen Berichte in den Monatsblättern, insbesondere auf den im Märzhefte veröffentlichten letzten Jahresbericht Umgang nehmen zu können. Er schildert nur in kurzem Umriß die einzelnen Tätigkeitsgebiete der Fürsorgezentrale und betont, daß es sich darum handle, daß von autoritativer Seite, d. h. durch einen Beschluß der Großloge festgestellt werde, ob der weitere Bestand der Fürsorgezentrale eine innere Berechtigung habe und daß bejahenden Falls die Großloge sich für die moralische und materielle Förderung der Fürsorgezentrale ausspreche, um auf diese Weise derselben einen verstärkten inneren Halt zu geben. Nach dem Dargestellten habe er die Uberzeugung, daß es nötig sei, der Fürsorgezentrale die angeregte Förderung zuteil werden zu lassen und kommt zu dem Schlußantrage: die Großloge ersucht dringend ihre Mitglieder, sowohl innerhalb der Logen als auch außerhalb derselben dahin zu wirken, daß sie die Fürsorgezentrale in materieller und moralischer Beziehung auf das Wirksamste fördern. Expräsident Dr. Wiesmeyer („Bohemia") führt aus, daß mit diesem Antrage beabsichtigt war, in einem so sozial geschulten Kreise, wie ihn die Großloge darstelle, eine sachgemäße Kritik der bisherigen Tätigkeit der Fürsorgezentrale herbeizuführen und Anregungen für die weitere Ausgestaltung derselben entgegenzunehmen. Im Hinblick auf den noch vorliegenden großen Verhandlungsstoff müsse er jedoch darauf verzichten und bitte die Mitglieder der Großloge dies auf schriftlichem Wege zu tun; er weist darauf hin, daß gerade die Mitglieder unseres Ordens, bei denen sich die Voraussetzungen für das Verständnis dieser Institution, der jüdische Sinn und die soziale Schulung, wie selten anderswo paaren, dazu berufen seien, bei dem Ausbau der Fürsorgezentrale mitzuwirken. Der Antrag des Referenten wird sodann angenommen. Zu Punkt 10 berichtet Großvizepräsident Jerusalem („Bohemia") als Obmann des vom s. w. Großpräsidenten eingesetzten Komitees über das Projekt der Gründung eines B'nai Brith-Heimes. Er schildert die Entstehungsgeschichte dieses Antrages und den Gang der Verhandlungen und weist insbesondere darauf hin, daß es sich in dem von den Prager Logen vorgelegten Projekte nicht so sehr um die Unterbringung bedürftiger Witwen und Waisen, als vielmehr alleinstehender Ehepaare, Brüder und Witwen nach Brüdern handle, denen die Mühe und Arbeit eines eigenen Haushaltes abgenommen werden solle. Nach dem vorliegenden Antrage solle ein solches Heim entweder in Prag oder in Karlsbad errichtet werden In Prag stellen sich dermalen dem Projekte unüberwindliche Hindernisse in den Weg, für Karlsbad liegen bereits positive Vorschläge vor. Da jedoch die Bedarfsfrage ermittelt werden müsse, beantragt der Re-

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