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B'nai B'rith · 1924-05-01 · 5 (5.1924) · p. Seite 140

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
5 (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 140 (sequence 24)
Language
German
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140 IV. Durchführung der Propaganda, a) Propagandaschriften für Eltern, Lehrer und Erzieher bestimmt, b) Propagandaschriften bestimmt für absolv. Volks- und Bürgerschüler, insbesondere auch solche für absolv. Untermittelschüler, c) Beratungsstellen für die Berufsberatung, d) öffentliche Vorträge in Vereinen, Toynbeehallen und bei Elternabenden, e) Heranziehung der jüdischen Presse. V. Dringend notwendig ist es, daß sich das Zentralkomitee dessen voll bewußt wird, daß seine Aufgabe eine eminent sozialpolitische und für die ganze Allgemeinheit bedeutungsvolle ist, daß sie eigentlich nur einen Teil einer Aktion bildet, die in der Frage der Jugenderziehung im allgemeinen das Ministerium für soziale Fürsorge beschäftigt. Es wird unerläßlich sein, daß sich das Zentralkomitee in diesem Belange an das genannte Ministerium wendet, um zu erreichen, daß ihm einerseits ein gewisser öffentlicher Charakter, Befugnisse zur Einleitung statistischer Erhebungen, Ausschreibungen, Veröffentlichungen und Abhaltung von Vorträgen gewährt werden und daß andererseits ihm durch Beistellung einer entsprechenden Gründungs- und Jahressubvention wenigstens ein Teil des Kostenaufwandes gedeckt werde. In formaler Beziehung wird beantragt: Die sozialen Komitees der Logen möge den Inhalt des Vorstehenden zum Gegenstande einer Beratung machen und zustimmenden Falles in der Loge zur Annahme der Leitsätze und weiteren Veranlassung empfehlen.*) Das Meraner Asyl. In der gemeinsamen Sitzung der w. „Bohemia" und der w. „Praga'c am 10. Mai erstattete Bruder Sigmund Knina über den unter der Patronanz sämtlicher Logen stehenden Verein „Asyl für mittellose kranke Israeliten" in Meran folgenden Bericht: „Am 8. April fand die diesjährige Generalversammlung in Anwesenheit beinahe sämtlicher ortsanwesenden Brüder statt. Der, von der unermüdlich tätigen Vizepräsidentin Fr. Dr. Rosa Hersch erstattete Bericht lautet ungefähr folgendermaßen: In der Saison 1922—23 fanden 105 Kranken im Genesungsheim Aufnahme, von denen 70°j0 aus unserem engeren Heimatslande waren, 29 Kranke oder?69|i00/0 wurden vollständig geheilt, 45 Kranke oder 4\7ji00l0 wurden gebessert, als arbeitsfähig ihrem Berufe wiedergegeben und der Rest zur leichten Arbeit geeignet befunden. Die Zunahmen bei den Kranken waren sehr erfreulich, 65mal konnte eine Gewichtszunahme von 1 Yz kg per Woche konstatiert werden. 46mal eine solche von 2—3 kg, 3mal eine solche von 3—4 kg, 2mal eine solche von 4—4% kg. 8 Patienten verließen die Anstalt mit einem Mehrgewicht von über 10 kg. Die ärztliche Behandlung aller Kranken liegt in den bewährten Händen des Bruders Dr. losef Kohn der w. Ehrmannloge, der dieses Amt durch Jahre — ohne jedes Entgeld — in musterhafter Weise., durchführt. In der heurigen Saison dürfte sich die Zahl der Patienten bis gegen 130 und die Verpflegstage auf mindestens 9000 erhöhen. Unser sehnlichster Wunsch geht dahin, den Betrieb von 4 Monaten zu erweitern, um so allmählich ganz und voll unsern Zweck zu erfüllen, den armen Kranken schon zu Anfang des Winters Zuflucht gewähren zu können. Die Mittel, die wir zu diesem so bedeutend erweiterten Betrieb benötigen, werden beträchtlich sein, stellt sich doch schon in der heurigen Saison infolge der Verteuerung nicht *) Um allfällige Mitteilungen von diesbezügl. Beratungen und Entschlüssen an die Red. d. Monatshefte wird ersucht.

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