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B'nai B'rith · 1924-05-01 · 5 (5.1924) · p. Seite 141

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
5 (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 141 (sequence 25)
Language
German
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141 nur aller Lebensmittel, als auch der Löhne, ganz besonders der enormen Kosten der Beheizung und Beleuchtung der Betrieb unvergleichlich höher als im Vorjahr. Die Differenz der Kosten für Beheizung und Beleuchtung allein dürften sich heuer gegen das Vorjahr auf 15—20.000 Lire belaufen. Dazu kommt noch die Instandsetzung des Hauses, die erst nach und nach erfolgen kann, da hierzu gar zu große Mittel erforderlich sind. Doch wir wollen nicht verzagen. Entsprechend der von uns geplanten Erweiterung, hegen wir die feste Zuversicht, daß auch der Kreis unserer Freunde sich erweitern wird, und getragen von dem Vertrauen und der Gunst edler Gönner wird der glänzenden Entwicklung des Genesungsheimes in den ersten Jahren eine zweite andauernde Blüteperiode folgen. Es ist unser größter Stolz und gereicht uns zu besonderer Befriedigung, daß ein Jeder, der das Genesungsheim in Augenschein nahm, sowohl von der Einrichtung als auch von dem Betrieb voll des Lobes war. Die Propaganda, die im Vorjahr bei uns, dank der Initiative des s. w. Großpräsidenten einsetzte, fand auch in der heurigen Saison ihre Fortsetzung. Die Mitgliedsbeiträge in der Cechoslovakei betragen ca 30.000 Kc, davon mindestens 80% von Brüdern. Die Sammlung unter den Kurgästen dürfte heuer den Betrag von mindestens 30.000 Lire ergeben. Mir selbst ist es gelungen, während meines dortigen Aufenthaltes ca 5300 Lire zu sammeln und haben sich sämtliche anwesende Brüder in hervorragender Weise an dieser Sammlung beteiligt. Ich möchte noch einer Spende von Kc 20.000 erwähnen, die uns durch Vermittlung eines ehemaligen Pfleglings, von einem ungenannt sein wollenden Wohltäter zukam, der Pflegling selbst hat uns Kc 4000 gespendet. Innigen Dank jedem Einzelnen der 1. Brüder, die sich so bereitwilligst in den Dienst unserer guten Sache gestellt haben, und ganz besonderer Dank unserem s. w. Großpräsidenten, der durch das Einsetzen seiner Persönlichkeit die würdigen Logen für unser Werk zu gewinnen wußte. Schließlich stelle ich noch die Bitte an jene Brüder, die mit ihrer Anmeldung für unsern Verein im Rückstände sind, mir ihre Beitrittserklärung ehestens zukommen zu lassen. Ich bitte diesen Bericht gefälligst zur Kenntniss zu nehmen." Jüdische Fürsorgezentrale für die Cecho^ slovakische Republik. ''Bericht über die Tätigkeit der Jüdischen Fürsorgezentrale im ersten Quartal 1924.1 1. Organisation: In der Berichtsperiode wurde der Ausbreitung der Leitsätze der Fürsorgezentrale die größte Aufmerksamkeit zugewendet und durch eine große Flugschriftenpropaganda, durch Vorträge und Diskussionen, durch Zeitungsartikel u. s. w. der Gedanke der organisierten sozialen Fürsorge in breite Schichten der jüdischen Bevölkerung getragen. Diese wohlorganisierte Aufklärungsarbeit hat auch gute Erfolge gezeitigt und die Mitgliederzahl ist in den ersten drei Monaten d. J. von 1602 Mitgliedern um 674 auf 2276 gestiegen, darunter eine entsprechende Anzahl von ordentlichen Mitgliedern. 2. Durchwandererfürsorge: In der Berichtszeit wurden 423 Personen mit einem Gesamtbetrage von Kc 17.040.— abgefertigt. Der Zuständigkeit nach waren aus Böhmen, Mähren, Schlesien 129, der Slovakei und Karpathorußland 138, Rußland 17, Polen 68, der Ukraine 8, Littauen4, Rumänien 22, S. H. S. 1, Bulgarien 4, Deutschland 1, Österreich 16, Ungarn 11, Italien 1, Türkei 2 und den Vereinigten Staaten von Nordamerika 1. Dem Berufe nach waren Kaufleute 28, Handelsangestellte 66, Arbeiter 24, qualifizierte Arbeiter und Handwerker 70, Dienstpersonal 11landw. Beschäftigte 14, Hausierer 7, Artisten und Schauspieler 6, Doktoren und Ingenieure 11, Journalisten und Schriftsteller 5, Lehrer 4, Kantoren und Schächter 6, Talmudisten 7, Studenten 18. Berufslose, zumeist Frauen und Kinder 145. Dem Alter nach zumeist zwischen 30 und 40 Jahren. Invalide waren 16, Kranke 12, aus Heilanstalten Entlassene 11, in Heilanstalten gingen 3, in die Kur 1. Aus Internierung Ent-

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