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B'nai B'rith · 1924-05-01 · 5 (5.1924) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
5 (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 136 (sequence 20)
Language
German
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136 sein Tätigkeitsgebiet zu erweitern und auch Mädchen und Lehrlinge zu verpflegen. Die unter der Patronanz der w. „Moravia" stehenden jüdischen Waisenheime in Brünn sorgten in ihrem Waisenhause in Brünn für 18 Kinder, 16 Knaben und 2 Mädchen. Ferner waren in diesem Waisenhause 12 Mädchen untergebracht, welche in der Obhut des Freitisch- und Fürsorgevereines für israel. Mädchen stehen, für welche ein Jahrespauschalbetrag von Kc 25.000.— geleistet wurde. Das Jahresbudget des Vereines beläuft sich auf ca Kc 70 bis 80.000.—. Der genannte Freitisch- und Fürsorgeverein für israel. Mädchen in Brünn steht gleichfalls unter der Patronanz der w. „Moravia". Seine Zöglinge sind größtenteils Beamtinnen, Näherinnen, Modistinnen etc. Sie werden in ihrem Berufe vom Ausschuß des Vereines überwacht und nach Tunlichkeit gefördert. Der israel. Freitischverein in Brünn zählt gegenwärtig 1720 Mitglieder, gegen 1686 des Vorjahres. Es sorgte im Jahre 1923 für 120 Kostnehmer, gegen 100 des Vorjahres, darunter 63 Techniker, 30 sonstige Studenten und 27 in praktischen Berufen Stehende. Im Ganzen wurden 28.392 Portionen verteilt, mit einem Aufwände von Kc 70.980.—i die Einnahmen beliefen sich auf Kc 91.000.—. Der Unterstützungsverein für jüdische Hochschüler in Brünn, der in dem der w. „Moravia" gehörigen Stiftungshause untergebracht ist, unterhält ein Hochschülerheim, eine Mensa academica judaica und entfaltet auch sonst eine allgemeine Wohlfahrtstätigkeit. Im Hochschüler heim wurde die Zahl der Freiplätze von 38 auf 52 erhöht. In der Mensa academica judaica wurden täglich durchschnittlich 220 Studenten gespeist, davon 100 unentgeltlich. Die sonstige Wohlfahrtstätigkeit umfaßte eine Krankenfürsorge für Studenten, Gewährung von unverzinslichen Darlehen, Wohnungsbeiträgen und sonstigen Geldunterstützungen. Der unter Patronanz der w. „Silesia" stehende jüdische Alters- und Waisenfürsorge-Verein hat im Jahre 1923 seinen Arbeitskreis erheblich erweitert. Das Ferienheim hat, wie alljährlich, auch im Jahre 1923 eine größere Anzahl von Kindern in zwei Partien beherbergt. Unter der Patronanz der w. Allianz stehen der isr. Freitischverein, weicher jüdischen Mittelschülern Freitische verteilt und vermittelt und die T a 1 m u d-T hör a-Schule, welche Kurse für die jüdische Sprache, jüdische Geschichte und jüdische Ethik eingerichtet hat. Das unter der Patronanz der w. Freundschaft stehende Ferienheim in Teplitz-Schönau hat im Berichtsjahre 100 Kinder aus dem eigenen Bezirke, überdies 23 Kinder aus Deutschland vollkommen unentgeltlich durch 4 Wochen verpflegt. Die Erfolge bei den Kindern waren vorzüglich und es konnten namhafte Gewichtszunahmen festgestellt werden. Die Leitung des Vereines ist in den Händen des bewährten Obmanns Br. Dr. Adolf Hartmann, des unermüdlichen Geschäftsleiters Br. Rudolf Zentner und dessen Stellvertreters Br. Albert Reichmann.

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