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B'nai B'rith · 1924-04-01 · 4 (4.1924) · p. Seite 101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
4 (4.1924)
Date
1924-04-01
Page
Seite 101 (sequence 15)
Language
German
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101 ritas" unbesiegt dieser Idee treu, möge immer ein friedlicher Stern walten über dem Wirken der „Veritas"! Es gelangten nunmehr die zahlreich eingelaufenen Glückwunschschreiben seitens des Br. protok. Sekr. zur Verlesung. Solche waren eingelangt vom Distrikte Wien, der Großloge Zion in Bukarest, dem Verband Polen in Krakau, der Maimonidesloge in Nürnberg, den Logen Eintracht in Wien, Leopolis-Lemberg, Augustin Kellerloge in Zürich, Loge Orient in Czernowitz, Ehrmannloge in Linz, der Trautenauer Vereinigung der Philanthropia, dann von den in Meran weilenden Brüdern der Mutterlogen, den Falkenauer Brüdern, der Karlsbad, schließlich von Dir. Oskar Rix in Trautenau, Dr. Fritz Eckstein in Tetschen und Dr. Kirchenberger in Komotau. Nach Verlesung des Finanzberichtes durch den Br. Schatzmeister fand die erhebende Feier ihren Abschluß. Das Festbankett. Am Abend fand im großen Saale des Schüzenhauses ein Festbankett statt, an dem die Brüder mit ihren Damen, im ganzen ca. 280 Personen teilnahmen. Die Festtafel eröffnete der Präs. der w. „Veritas": „Verrauscht und verklungen sind die festlichen Akkorde, mit denen wir eben die Installierung unserer jungen Loge gefeiert haben. Wir alle, die wir an diesem Feste teilgenommen haben, stehen noch ganz unter dem Eindruck der ernsten Feier und sind erfüllt von der Weihe der eben verlebten Stunden. Aber wie schon die alten Griechen in ihrer Lebensweisheit die Zuhörer ihrer Tragödien nicht entließen, beladen mit der ganzen Wucht der tragischen Ereignisse, die sich vor ihren Augen abgespielt haben, wie sie vielmehr das Gleichgewicht der Seele wieder herzustellen bemüht waren, indem sie an die Tragödie das Satyrspiel anschlössen und den Humor und Scherz zu Worte kommen ließen, so möchten auch wir unserer ernsten Feier einen fröhlich-heiteren Ausklang geben. Wie Sie wissen, ist die Pflege der brüderlichen Geselligkeit eine der Pflichten, die uns unser Ordensgesetz vorschreibt. Die brüderliche Intimität, das Aufeinandergestimmtsein der Seelen ist ja die erste Voraussetzung des Zusammenwirkens und Zusammenarbeitens. Wir pflegen die brüderliche Geselligkeit aber nicht nur zwischen den Brüdern selbst, sondern auch mit deren Familienangehörigen, die wir selbstverständlich in erster Linie in unsere Einflußsphäre einzubeziehen und für unseren Ideenkreis zu interessieren bestrebt sind. Es liegt sohin auch die Veranstaltung unseres heutigen Abends vollkommen im Sinne unserer Bestrebungen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der heutigen Feier als der Gründung einer neuen Loge und insbesondere als der ersten neuen Logengründung seit dem Bestände der csl. Großloge haben wir uns verpflichtet geglaubt, auch diesem Geburtsfeste unserer Loge einen seiner Bedeutung entsprechenden Umfang zu geben. Wir haben Sie daher alle, liebe Brüder

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