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B'nai B'rith · 1924-03-01 · 3 (3.1924) · p. Seite 67

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Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
3 (3.1924)
Date
1924-03-01
Page
Seite 67 (sequence 5)
Language
German
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67 tragen soll. Seine Zukunft ist Ihnen ebenso teuer wie uns. Wir erwarten, daß Sie einen Propagandaausschuß gründen werden, welcher mitwirken wird, um so viel als möglich Schülerinnen zu verschaffen und sich bemühen wird, Vorsorge zu treffen für jene höhere Bildung, auf welche eine große Anzahl von Mädchen aus unsern besseren Familien Anspruch erheben kann und muß. Lassen wir nicht allein den Mädchen Rußlands das Monopol dieser Ausbildung; auch die weibliche Jugend des Orients muß hierauf Anspruch erheben, selb t wenn sie hieraus nicht ein Brotstudium machen wird . . ." Daß es sich bei dieser Neugründung nur um eine Vereinigung im Sinne unserer Frauenvereinigungen handelt, geht dann aus den Schlußworten dieser Ansprache hervor, die den Hinweis enthält „daß die Frauen Konstantinopels in dieser Hinsicht nicht die ersten am Werk sind. Sie ahmen gleichfalls den Schwestern in Amerika und Deutschland, in Bulgarien und Saloniki nach, welche dieselben Pfade wandeln." Auch die bei der Gründung erfolgte Ansprache des Br. Dr. Yakir Behar enthält solche Hinweise; so besonders auf den im September v. T. in St. Louis abgehaltenen X. Kongreß des „Councils of Jewish Women", der größten Organisation der jüdischen Frauen von Nordamerika. Diese wurde im Jahre 1893 gegründet, ein Jahr später zählte sie 1^:.'4: Mitglieder; heute nach einem :50jährigen Bestände ist ihre Mitgliederzalil auf-10.000 gestiegen. Sio umfasst 230 Zweigvereine, welche über ganz Nordamerika zerstreut sind, und hat es verstanden, eine bewundernswerte Tätigkeit auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege für die Verbesserung der sozialen und intellektuellen Stellung der jüdischen Frauen von Amerika zu entfalten. Die komplizierten Probleme, wie jene der Auswanderung der jüdischen Massen, die Hilfs- und Unterstützungsaktion für bedürftige und unglückliche Frauen und Kinder, sowie die Erziehung der letzteren, wurde mit Sorgfalt von dieser Vereinigung jüdischer Frauen studiert und sie finden immer die erforderliche Lösung. Dieser Verein gibt auch zwei Zeitschriften heraus: „Die jüdische Frau", und „Die Emigrantin". Der Hinweis auf die Tätigkeit der Frauenorganisationen Amerikas, Deutschlands etc. beinhaltet gleichzeitig den Hinweis auf das Arbeitsprogramm der neugegründeten „Miriam"-Loge Vom Standpunkt unserer Logen und der ihr angegliederten Frauenvereinigungen aus erscheint somit die „Minam"-Loge nur als eine unseren Vereinigungen im Wesen analoge Vereinigung, die zwar den Namen „Loge" führt, aber nicht selbständig im Logenregister des Ordens erscheint, sondern lokal der dortigen Loge angegliedert ist. Wie weit diese Frauenloge ein besonderes Zeremoniell hat, und wie weit sich die Aufnahme der Mitglieder von der unserer Vereinigungen unterscheidet, ist aus den bisher vorliegenden Berichten nicht zu ersehen. Diese innere Struktur und der Aufgabenkreis der neuen Loge läßt somit die eingangs gestellte Frage dahin beantworten, daß hier, vielleicht in anderer Form, das geschaffen wurde, was in Amerika und Deutschland, zum Teil auch im Orient und ebenso bei einzelnen Logen unseres Distriktes schon lange geschaffen war. Uber das Wesen dieser Frauenvereinigungen, über ihren Pflichtenkreis und ihre Aufgaben, sowie über die Erfolge ihrer Arbeiten ist hier weiter nichts zu sagen, da diese Frage

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