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B'nai B'rith · 1923-12-01 · 10 (12.1923) · p. Seite 233

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
2 (1923)
Issue
10 (12.1923)
Date
1923-12-01
Page
Seite 233 (sequence 15)
Language
German
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233 innerem historischem Rhythmus sollten wir eine falsche Aussprache unseres Bundesnamens vermeiden. Der hebräische Ausdruck für „Söhne des Bundes" läßt den drei Aussprache-Dialekten nach nur folgende drei Möglichkeiten zu: I. Nach der Aussprache der Sephardim d. h. der spaniolischen Juden, deren Aussprache seit jeher als die wissenschaftliche, offizielle und heute wiederum als die in Palästina lebendige gilt, b'n e b r i t';*) 2. nach der Aussprache der Juden Mitteleuropas besonders in Deutschland, der aschkenasischen, b'ne b'ris; 3. nach der Aussprache der östlichen Juden Polens und Rußlands b' n e j b'ris. Um diese letzte Aussprache so getreu als möglich herauszubekommen, transkribierten die amerikanischen Begründer unseres Bundes, den hebräischen Ausdruck in b'nai b'rith, so daß ihn jeder Englisch-lesende nach der polnisch-russischen Aussprache wiedergeben muß. Ja, der durch das th transkribierte S- Laut kommt sogar dem hebräischen Urlaute noch näher als das gewöhnliche s. Für das Auge des Nicht-Engländers hatte die englische Transkription die unmöglichsten Sprechbilder zufolge! Nur nebenbei sei bemerkt, daß die Einzahl (,,Sohn des Bundes"). nach der sephardischen Aussprache b e n b r i t, nach den beiden anderen ben b'ris lauten muß. / tfj. Zur Rassenfrage (Zwei Bücher — eine Rezension.) Von Br. Dr. Friedrich Eckstein <Terschen>. Viel ist in den letzten Jahrzehnten über die Rassenfrage geschrieben worden. Außer der Spezialliteratur hat sich eine ganz Reihe naturwissenschaftlicher, historischer und politischer Werke unter anderem auch mit der Rassenfrage beschäftigt. Studien, Essays, Dramen, Romane und dicke gelehrte Werke wurden geschrieben. Außer ernsten Forschern hat sich eine Reihe von Demagogen des Stoffes bemächtigt, es ist direkt eine rassentheoretische (besser rassenantisemitische) Schundliteratur entstanden. Die wenigsten Werke über die Rassenfrage von dieser ganzen schwer zu übersehenden Literatur rühren von jüdischer Seite her. Es scheint so, als ob die Juden, die doch das Objekt dieser Literatur sind, die Frage nicht ernst genug nehmen und es nicht der Mühe wert halten, selbst in die Diskussion einzugreifen. Nur vereinzelt wurde auch seitens jüdischer Forscher und Publizisten zu diesem Thema Stellung genommen. Zweck dieses Aufsatzes ist es, auf zwei von Juden herrührende Werke aufmerksam machen. *) Die der richtigen Aussprache entsprechende Schreibweise B'n e-B'r i t h ist auch in Meyers Konversationslexikon aufgenommen, während dieser hier die englische (d. h. ostjüdische) Benai beriß, Independent Order of B. B. in Klammer beigefügt ist. Auch der deutsche Distrikt hat sich offiziell für die der Aussprache entsprechende Schreibweise B'ne brith entschieden.

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