B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 5 (5.1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- Seite 114 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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114 3. Juni 1894 und bei der Schaffung einer neuen Arbeitsstätte des Ordens in Budweis, der „Allianz", am 27. Mai 1906 fungierte. Es durfte der „Union" eine schmeichelhafte Genugtuung sein, daß ihr vom Generalkomitee für ihr generöses Verhalten und Entgegenkommen den Budweiser Brüdern gegenüber das vollste Lob gespendet, wie ihr auch gelegentlich des 10jährigen Stiftungsfestes vom hw. Verbandspräs. Br. Dr. Hammerschlag rückhaltlose Anerkennung mit den Worten ausgesprochen wurde, daß die Geschichte der „Union" die Geschichte des Verbandes sei, daß sie den Impuls zur Gründung der anderen österr. Vereinigungen gegeben habe und in ihrer Leitung für die Schwestervereinigungen stets mustergiltig gewesen sei. Auch an den Vorberatungen zur Begründung der von der „Bohemia" am 3. November 1912 ins lieben gerufenen Teplitzer Vereinigung, der „Freundschaft", nahm unsere Loge teil und war bei der Installierung selbst mit 22 Brüdern vertreten. Wenn wir heute zu unserer Feier eine so große Anzahl von Brüdern mit herzlicher Freude begrüßen können, so dürfen wir darin wohl, ohne unbescheiden zu erscheinen, e1'ne Bekundung des Dankes erblicken für die Treue, mit der wir stets den Zusammenhang mit dem großen Ganzen und die Verbindung mit den Schwestervereinigungen als unverbrüchliche Tradition gewahrt haben. In Leid und Freud, zur Pflege brüderlicher Gesinnung, bei der Vorbereitung neu er Aufgaben und zum Empfang neuer Orientierungen auf den Brudertagen waren wir immer zur Stelle. Ob der s. w. Verband seinen Ruf an uns ergehen ließ, ob es galt, den hw. Ordens¬ und s. w. Verbandspräsidenten anläßlich der markanten Ereignisse und bedeutungsvollen Tage ihres Lebens unsere Huldigung darzubringen, ob die Schwesterlogen zu ihren Jubiläen einluden, ob ein neues Glied in die Kette der mächtigen Ordensorganisation B'nai B'rith eingefügt wurde oder eine Trauerbotschaft aus dem Kreise der Brüder an offene Gräber rief, ob nah oder fern, ob Prag oder Lemberg und Czernowitz, wir waren stets bereit und immer zur Stelle. Haben wir doch erst kürzlich in treuer Anhänglichkeit an den alten Verband unsere Delegierten zur Installierungsfeier der „Ehrmann"- Loge in Linz entsandt. Aber auch über die Gemarkung unseres Distriktes hinaus führte uns beispielsweise die Begründung der „Maimonides"-Loge im Jahre 1903 nach Nürnberg. Und wenn das Generalkomitee uns die hohe Ehre erwiesen hat, mit unserer Feier seine Frühjahrstagung und die Beratungen der s. w. Großloge zu vereinen, so sind wir für diese Auszeichnung des Dankes voll, glauben aber auch darin eine Genugtuung dafür empfinden zu dürfen, daß wir an der Einsetzung des provisorischen Großlogenkomitees im Jahre 1893, an der Konstituierung des „Verbandes der israel. Humanitätsvereine B'nai B'rith in Österreich" am 1. Juli 1894 und im Jahre 1919 an der Begründung der Großloge für den tschechoslovakischen Staat, der die „Union" als älteste Loge und unser verdienstvoller Bruder Expr. Dr. Schanzer als erster Vizepräsident angehört, in ersprießlichster Weise mitgewirkt haben. Es ist übrigens nicht das erste Mal, daß die Großloge am Sitze unserer Vereinigung ihre Beratungen abhält. Schon am 19. und 20. April 1896 fand die Tagung des Verbandes in Pilsen statt. Habe ich mit den bisherigen Ausführungen den äußeren Rahmen unserer Logengeschichte abgesteckt, so möchte ich jetzt Ihre Aufmerk-