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B'nai B'rith · 1923-05-01 · 5 (5.1923) · p. Seite 109

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Journal
B'nai B'rith
Volume
2 (1923)
Issue
5 (5.1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 109 (sequence 9)
Language
German
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109 in unserem Falle. Hier müßten die betreffenden Personen, soweit sie nicht auch schon bis dahin in Prag oder Karlsbad wohnten, ihren bisherigen Wohnsitz aufgeben und entweder von der Provinz in die Großstadt oder von der Großstadt in die Provinz verpflanzt werden. Abgesehen von seinen grundsätzlichen Bedenken, die gegen das Heim überhaupt sprächen, würde er sich aber für Karlsbad und nicht für Prag aussprechen, da abgesehen von allen für Karlsbad geltend gemachten Gründen die größte Anzahl der Häuser daselbst schon zu dem Zwecke gebaut sei, um der Fremdenbeherbergung zu dienen, die Adaptierungskosten eines solchen in Karlsbad anzukaufenden Hauses aber verhältnismäßig gering wären. Tatsächlich müßten jedoch vor einer endgiltigen Beschlußfassung noch eine Reihe von Vorfragen entschieden werden. Er stelle diesbezüglich folgende Anträge: 1. Die w. ,,Bohemia" sei zu ersuchen, ein ausführliches Exposee über die von ihr beantragte Errichtung und Erhaltung eines B'nai B'rith-Heims, in welchem die in seinem Korreferate berührten und wohl noch von anderer Seite aufgeworfenen Fragen behandelt werden, auszuarbeiten und gleichzeitig einen approximativen Kostenvoranschlag vorzulegen, in welchem die voraussichtlichen Kosten der Errichtung und Erhaltung des Heims aufgestellt und die Art der Deckung dieser Kosten behandelt wird. 2. Die Großloge für Deutschland, beziehungsweise eine der Berliner Logen, möge ersucht werden, uns das ganze Schriftenmaterial, aus welchem die Entstehungsgeschichte des Berliner B'nai B'rith- Heims, die Modalitäten der Errichtung und Erhaltung desselben und die damit verbundenen Kosten ersichtlich sind, zur Verfügung zu stellen. 3. Nach Durchführung dieser Vorarbeiten mögen in einem ausführlichen Elaborate alle einschlägigen Fragen der Errichtung und Erhaltung des B. B. Heims behandelt und dieses Elaborat an die einzelnen Logen des Distriktes mit der Aufforderung versandt werden, ihre Wohlmeinung binnen einer angemessenen Frist bekannt zu geben. 4. Sodann möge in der nächstjährigen Großlogentagung über die Errichtung des B'nai B'rith-Heims definitiv Beschluß gefaßt werden. Der Br. Korreferent wies dann noch darauf hin, daß man sich die Aufbringung der Kosten doch nicht zu leicht vorstellen dürfe. Auch bezüglich der Höhe der Kosten müsse man vorsichtig kalkulieren. Man müsse auch die Kosten der Erhaltung des Institutes in Anschlag bringen. Diese würden um so größer sein, als sich gut situierte Brüder nicht leicht aus ihrem bisherigen Wohnsitze an einen anderen würden verpflanzen lassen. Es bestünde daher die Gefahr, daß das B'nai B'rith-Heim den Charakter einer Armenversorgungsanstalt bekommen würde. Trotz allen diesen Bedenken sei die Idee eine groß gedachte, der Antrag aber, speziell nach der finanziellen Seite, noch weiterer Ausarbeitung bedürftig. In der Diskussion, die sich an die beiden Referate anschloß, trat Br. Expr. Dr. GustavHaas für die Anträge des Br. Korreferenten ein, wobei er darauf hinwies, daß beide Referenten darin einig seien, daß die Errichtung eines B'nai B'rith-Heimes ein Werk der Bruder-

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