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B'nai B'rith · 1923-03-01 · 3 (3.1923) · p. Seite 62

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
2 (1923)
Issue
3 (3.1923)
Date
1923-03-01
Page
Seite 62 (sequence 18)
Language
German
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62 Einheit ist, so müssen wir dies entschieden verneinen. Und es zu werden, meine Schwestern, ist nach meiner Ansicht unsere erste und dringendste Aufgabe. Ich fühle mich zu schwach, selbst den Weg zu zeigen, wie wir zu einer Einheit werden. Ich glaube unsere B. B.¬ Logen sollen uns ein leuchtendes Beispiel sein. Vor allem müßte uns die gemeirsame Arbeit zusammenführen. Gemeinsame Werke bringen die Menschen einander näher und drängen zurück, was sie sonst getrennt. Deshalb, meine Schwestern, tut es not, daß jede Schwester mit Liebe und Hingebung sich den ihr übertragenen Arbeiten und Ämtern widmet, sich selbs* zu den Arbeiten anbietet, ihre Lebensführung unseren idealen Bestebungen anpaßt und ihren Stolz dafür einsetzt, mitzuhelfen, daß auch wir Frauen gleich urseren Männern mit Ernst, Würde und Pflichteifer, selbstlos und .hingebungsvoll, mit Arbeitsfreude die hohen Aufgaben des B. B.-Ordens erfüllen. Wenn wir, meine Schwestern, von unserer Männern verlangen, daß sie unsere Mithilfe nicht unterschätzen, müssen wir beweisen, daß unsere Mithilfe einen Wert hat! Und da wird es nach meiner Ansicht notwendig sein, meine Schwestern, daß wir die Arbeit in unserer Vereinigung so organisieren, daß jeder Schwester, die mitarbeiten will, auch die Möglichkeit hiezu gebogen wird, und soll die Schätzung unserer Mitglieder in der Vereinigung sich nicht, wie dies in einer Vereinigung von Frauen zu befürchten ist, nach der gesellschaftlichen Stellung derselben, sondern nach dem Grade ihres Eifers für unser Bestreben gewertet werden. Neben der vereinigenden Kraft der gemeinsamen Arbeit und des gemeinsamen Zieles soll urs, meine Schwestern, aber auch die Geselligkeit, deren Pflege für unsere Vereinigung von unschätzbarem Wert ist, die angestrebte und für unsere Entwicklung tmentbehrliche Einheit erreicher helfen. Keine von uns in der Frauenvereinigung soll sich dabei über ihre Mitschwestern überheben und sollen wir uns im gegenseitigen Verkehr der Schwestern nur durch Wohlwollen, gegenseitige Achtung und Freundschaft leiten lassen. Nur die gemeinsame Arbeit, das gemeinsame Ziel, die gegenseitige Achtung der Mitglieder kann unsere Vereinigung zur höchsten Entwicklungsstufe, zur organischen Einheit führen. Wenn uns, meine Schwestern, eine derartige einheitliche Organisation gelingen wird, wenn wir die Begeisterung für unsere Bestrebungen finden und nähren werden, die zur Entwicklung wie die Sonnenwärme zum Wachsen der Pflanzen notwendig ist, dann werden wir auch jene in der Einigkeit liegende Kraft finden, die es dem weltumfassenden Orden B. B. ermöglicht hat, so bewunderswerte soziale und kulturelle Werke zu schaffen. Und achtunggebietend werden wir dann neben unseren Logen stehen, als ein treuer, verläßlicher und geschätzter Mitarbeiter an den erhabenen Ordensidealen, als ein Förderer der Bruderliebe, als ein Festiger der Eintracht und Einheit im Bunde. Walte Gott, daß wir dieses Ziel erreichen!

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