Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1896
- Issue
- 15 (6.11.1896)
- Date
- 1896-11-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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nS?eer.- „mehrere ^gemeinde, wurde als Kultl ^gagements-Vertrage uS'/ndrsti^ inerlegt worden. Ich ssack war jene Pflicht *»m Nahen des Festes m Kopfe nach Predigt- | - er war leer. Ich u>k herum, und siehe rank musste nun die 1 ich hielt am Pessach i Michael Sachs. Die länzenden Acquisition, durchbohrendem Gre- Schabuot wiederholte ntzücken. hier Niederiergeschlagenheit war i, mein Amt niederes Sprachrohr eines fremden Federn zu stbewusstsein und die zu dem Rabbiner der her amtiert hatte und b mir einen Rat, der dt Freude weiter verlorieren und hersagen, n unwürdig, fremde beiten, sei nichts Un-;eden gedrucktworden, heu wollen, so müssen andere Reden lesen, .gen Sie alle anderen >de einmal durch und folgenden Tage lesen a zweiten Male und bei Seite: es existiere rbeiten Sie im Kopie irch, streifen das ab, nicht homogen, ftsen noch zu sagenjiabem dann setzen Sie sich Sie im Kopte ha en d halten Sie alsdanm eistiges Eigentarn, » iV.^SK So emige Ja^ fremde bedanken iÄäSßS }s^h d nacur„ Freilich selbständig. **^J»4» Sdeten \ zu müssend * , Herrn Frage- * deD1 le bessere 1 ^ser e Iht vorerst Jescliuriiii. Halbmonatsschrift für Pädagogik, Homiletik und Litteratur. (Beilage zur Allgemeinen Israelitischen Wochenschrift.) No. 15. Berlin, 6. November. 1890. Inhalt Jüdische Geschichte in der Volksschule. Die Lehrerkonferenzen Von L. Abraham. Jüdische Geschichte in der Volksschule. Von L. Abraham, Königshütte. Die Klagen über Gleichgültigkeit, Kälte und Lauheit vieler Bekenner des Judentums wollen seit Langem nicht verstummen. Man hat hierfür den herrschenden Zeitgeist verantwortlich zu machen gesucht, den Materialismus, den Rationalismus und so manchen anderen „ismus." Gewiss haben die genannten Geistesrichtungen einen nicht unwesentlichen Teil der Schxild. Aber es ist nie richtig, Gründe nur von aussen zu suchen. Fragt man den einen oder andern der Indifferenten nach dem Grunde seines Thuns oder richtiger seines Lassens, so werden gar verschiedene Antworten laut. ,,0 diese peinlichen und kleinlichen Vorschriften''', ruft der eine aus, ,,die das an und für sich schon schwere Leben nur noch mehr erschweren!" * Der zweite meint: ,,Ich kann beim besten Willen nicht in einer Sprache beten, die mir zum grossen Teil so gut wie fremd ist." Ein dritter stimmt dem bei und verrichtet deshalb seine Andacht in der Muttersprache. Da hat er aber gerade gefunden, dass manche Gebetsstellen nicht „modern" sind. Erst soweit, hält sich derselbe vielleicht nach und nach auch vom Gottesdienste fern, weil der letztere nach 1 seiner Ansicht in seiner Gemeinde mitunter der Würde uird Weihe ermangelt. Und würden wir einen vierten und fünften fragen, so wären auch diese um Gründe für ihr ablehnendes Verhalten nicht verlegen. Es ist hier nicht der Ort zu prüfen, inwieweit dergleichen Klagen Berechtigung haben. Aber unjüdisch, weil nicht tolerant wäre es, über jene so redenden Glaubensgenossen einfach den Stab zu brechen. Ein Bruch jedoch möge eintreten mit dem vielerseits herrschenden Indifferentismus; mit jener feigen und falschen Scham, welcher das Wort „Iwri onauchi" oft nur widerwillig von den Lippen kommt! Solchem jüdischen Rudenz könnte ebenfalls das Attinghausen'sehe Wort zugerufen werden: „Lern' dieses Volk kennen, Knabe!" Wodurch könnte dies aber besser geschehen als durch Mitteilung, Verbreitung und kräftigen Betrieb jüdischer Geschichte. Ist ja nach Göthe das Beste an der Geschichte, die Begeisterung, die sie erregt. Ohne Geschichtskenntnisse kann weder ein Volk noch eine Religionsgemeinschaft wahre Zuneigung hegen für sein Volkstum oder für seinen Glauben. In dieser Hinsicht that Graf Caprivi im Reichstage einst einen interessanten Ausspruch, der auch auf unsere Verhältnisse passt. Wie kann man — so ungefähr drückte er sich aus — von einem Soldaten Begeisterung für seinen Truppenteil erwarten, wenn er die Geschichte desselbeu nicht kennt. — Israelit sein heisst Kämpfer sein. Wie lässt sich aber von diesem Liebe und Begeisterung für seine „Truppe" erhoffen, wenn ihm der Entwicklungs- und Werdegang derselben so gut wie unbekannt ist! Dieses Manko haben auch unsere geistigen Führer sehr wohl erkannt, und aus dieser Erkenntnis heraus sind von ihnen in vielen Gemeinden ..Vereine für jüdische Geschichte und Litteratur" ins Dasein gerufen worden. Zur Zeit des Ghettos erübrigten sich derartige Veranstaltungen. In jenen trüben Tagen da erlebten, oder wenn man so sagen darf, da erlitten unsere armen verfolgten Glaubensgenossen Geschichte an sich selbst. Da fachte aber auch das allen gemeinsame Leid und Elend immer von neuem die Glut an für den angestammten Glauben. Die aufgegangene Sonne der Freiheit hat wohl das jüdische Geistesleben mächtig entfaltet und zur Blüte gebracht; doch nur zu viele Herzen sind durch die Emanzipation für das Judentum erkaltet worden. Soll dieser betrübende Zustand in Zukunft eine Aenderung erfahren, so muss bei der Jugend begonnen werden: so muss auch diese schon einen tiefen Trunk aus dem Borne jüdischer Geschichte thun, damit unser heranwachsendes Geschlecht frühzeitig an dem Glaubens¬ und Opfermut, der Treue und Hingebung unserer Ahnen erstarke und erfeste. Das Wort, welches Freiherr von Stein 1809 in der Verbannung zu Brünn sprach, kann auch speziell auf die jüdische Jxigend angewandt werden! „Der Charakter der jungen Leute ist vornehmlich durch die grossen Beispiele der Geschichte zu stählen." Der Jude hat eine Geschieht© und hat Grund, sie zu lieben. Freilich berichtet sie ihm nicht gar viel von gewonnenen Schlachten, von eroberten Ländern, von erbeuteten Trophäen. Dafür wissen seine Annalen zu melden von einem Heldenmut des Leidens. Unser geistesgewaltiger Zanz hat so Unrecht nicht mit seinem Ausspruche: „Wenn es eine Stufenleiter von Leiden giebt, so hat Israel die höchste Staffel erreicht; wenn die Dauer der Schmerzen und die Geduld, mit welcher sie ertragen werden, adeln, so nehmen es die Juden mit den Hochgeborenen aller Länder auf." Verdiens igS&T&fa.