Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- (1787-1788) תקמח (1787)
- Issue
- Des Sammlers vierten Jahrganges erste Zugabe (1787)
- Date
- 1787-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9582265-9594190-9594435--1162-9594449- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
c 14 ג der kNange! des Athmens, welcher dadurch erprobt wird, daß eine vor dem Mund gehaltene Llchtflamme ruhig, oder eine unter die Nase gelegte Pflaumftder unbeweglich bleibt. So bald diese Versuche gemacht sind, wird der Mensch für wirklich tod erklärt, aus dem Bette genommen auf Stroh gelegt, und nach vier Stunden zur Erde gebracht. Nun beweisen aber alle diese Proben nichts als höchstens, daß der Umlauf der Safte in den äußern Theüen und das Athemholen aufgehört; keinesweges aber, daß deren innere Ursache auf immer zerstört ist. Nichts ist aber häufiger als die Erfahrungen, daß bey heftigen Ohnmächten und hysterischen Erstickungen, die viele Stunden lang dauren, der Pulsschlag gänzlich verschwindet; die Brechung der Augen und der Mangel des Athmens sind bey Erhenkten beständig, von denen man doch sehr viele nach zehn und fünfzehn Stunden wieder ins Leben zurückgebracht. *) Und überhaupt kann der Mensch un- 1er gewissen Umständen ziemlich lange ohne Athem zn holen leben, dies beweisen die Geschichten der Taucher, die viele Stunden und ganze Tage unter dem Wasser zugebracht, wo allerdings kein Athmen Statt findet, und dennoch völlig gesund wieder heraufkamen. Und dennoch beweisen die erwähnten Proben, wie ich sage, nur höchstens, den völligen Mangel des Blutumlaufs und des Athemholens: denn es gehört doch unstreitig ein gewisser Grad des Stoßes einer Flüßigkeit dazu, um von unfern Fingern empfunden zu werden. Die Empfindlichkeit der Nerven in unfern Fingerspitzen ist nicht unend-!ich, und es muß nothwendig sehr geringe Grade von-Bewegungen geben, die in ihnen keine Verände- *) Brinkmann S. ioj.