Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- תקמה (1784-1785) (1785)
- Issue
- Zweyte Zugabe des Zweyten Jahrganges zu der hebräischen Monatsschrift (המאסף) dem Sammler. (October 1785)
- Date
- 1785-10-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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ist Thätigkeit der Seele; und unsere Seele em^ pfindet immer eine gewisse Unbehaglichkeit, wenn sw auf eine Art Lhätrg seyn soll, die gegen ihre Gewohnheit ist. Allein, das ist offenbar nur der Fall beym Hebraismus des Ausdruckes. Bey jenem des Sinnes, hingegen erhalt die Seele einen ganz neuen Gedanken, den sie noch nie, weder auf diese noch eine andere Art, behandelt hat, und es kann ihr also völlig gleich seyn, nach welcher Analogie sie ihn denken soll. Der Reiz der Neuheit ist hier grade ein Sporn mehr zur Thätigkeit: und gesetzt, es wäre möglich einen neuen Gedanken nach schon bekanter Analogie zu bilden, so würde er dadurch mehr verlieren als ge» winnen. Das Neue gienge zum Theil verlohreu: dafür trete der Fall des Ungewohnten wieder ein; die Seele befände sich noch überdem in einer Art von ungewissem Zustande, irr welchem sie nicht wüßte, ob sie würklich was neues zu beobachten hatte, oder nicht; welches alles den Grad des Eindruckes nothwendig sehr schwächen müßte. Wenn dem nun also ist — und ich glaube, daß dieses seine Richtigkeit habe; wenn ich schon geste-. gelegt es ihm ist, wenn schon noch dazu beyde gleich analogisch richtig sind; wie ich denn überhaupt glaube , zwar manche Sprache zuweilen eine dunkele, weitherger holte, keine aber eine durchaus falsche Ariar logie haben könne; wovon ausführlicher zu handeln hier aber der Hrt nicht ist.