Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- תקמה (1784-1785) (1785)
- Issue
- Zweyte Zugabe des Zweyten Jahrganges zu der hebräischen Monatsschrift (המאסף) dem Sammler. (October 1785)
- Date
- 1785-10-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
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22 kehrt aber kann eine Gleichheit im Jdeengange nur bey einer Gleichheit der Ideen selbst gedacht werden; und wenn wir demohnerachtet bey zwey Sprachen verschiedenes Geistes zuweilen eine gleiche Analogie finden, so wird das nur bey fol* chen Ideen seyn können, die beyden gemein sind; indem Verschiedenheit einiger Grundideen noch nicht die Gleichheit jeder andern Idee unmöglich macht, da der Mensch überall Mensch doch ist. *) Wenn nun jemand deutsch nach hebräischer Analogie schriebe, so gäbe das Hebraismen des Ausdruckes; schriebe aber jemand im Geist der hebraischen Sprache, so gäbe das Hebraismen des Sinnes. Hieraus siehet mim deutlich, daß diese letzte Art der Hebraismen von der ersten sehr zu. unterscheiden fty. Denn, zugegeben — was ich für ausgemacht noch nicht halte, doch aber für jetzt zugebe —־ dast bey einer Übersetzung aus dem hebräischen, jene Hebraismen des Ausdruckes durchaus zu vermeiden wären: so dürften doch diese Hebraismen des Sinnes keineswegs vermieden werden, wenn der Geist des Originals nicht verlohren gehen soll. **) Ja, sie können nicht einmal ver» *) So wäre z. B. da- Französische 8'en aller mit dem hebräische» *הלך לן von gleicher Analogie, ohngeachtet der Geist beyder Sprar chen sehr verschieden ist. **) Und das sollte er in die PsalmemUebersetzling des Herrn M—n gewiß nicht, dessemAbsicht, wie