Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- תקמד (1783-1784) (1783)
- Issue
- Zweyte Zugabe zu der hebräischen Monatsschrift (המאסף) dem Sammler. (September 1784)
- Date
- 1784-09-01
- Page
- Seite 18 (sequence 24)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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kurz, dessen übersetzte Psalmen, so wie alle sei» ne Schriften, in ihrer Art die besten sind, §at doch in dieser seiner Uebesetzung — ich getraue es mir zu sagen, daß rch sie nicht etwa durchgelesen blos, sondern durchstudirt habe — der abgeänderten Lesearten höchstens vier bis fünf nur; und selbst da, die Abweichung wie so geringe. In allen übrigen bleibt er der treu, mit der er dennoch immer sowohl den richtigsten, als den besten Sinn zu treffen geivußt. Den richtigsten : weil sein Grund immer in dem Urstoff und den ersten Grundbegriff fen der ebräischen Sprache selbst zu finden, und nie erst in einer andern zu suchen ist. Den be« sten : weil dieser Sinn immer sowohl der Sache, als dem Karakter des originellen Dichters am passendsten ist. Wozu ihm denn eines Theils seine gründliche Kenntniß der ebräischen Sprache, und andern Theils sein feines kritisches Gefühl sehr behülflich waren. Dabey sin« det man in seinen Psalmen — worunter ich selbst die ebräischen, nach seiner Erläuterung verstanden haben wiV — kein Wort, keine Sylbe, keinen Ton, kein Zeichen, das nicht Bezug zum Ganzen Hatte, nicht ein neues Licht darauf würfe; keine Wendung, die nicht in dem natätlichen Zusammenhänge der Dinge ihren Grund hätte, Lein Bild stehet da in einem falschen Lichte; nichts ist zu viel, nichts zu wenig. Ein Beweis, daß Herr M. ganz in dem Geiste seines Dichters übersetzt hat; ganz selbst Dichter gewesen -ist. Schon das poetische Syk