Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- תקמד (1783-1784) (1783)
- Issue
- Zweyte Zugabe zu der hebräischen Monatsschrift (המאסף) dem Sammler. (September 1784)
- Date
- 1784-09-01
- Page
- Seite 15 (sequence 21)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9582265-9593291-9593546--0280-9593567- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
schon mehr als 2000 Jahre verflossen sind. Seit der Zeit kann man den Juden keine Verschiedenheit in den Lesearten aufweisen, da sie der des Esra stets mit einer Anhänglichheit folgten, die in Fällen dieser Art ganz ohne Beyspiel ist. Um jeder Veränderung vorzubeugen, die nach ihren Grundsätzen nichts anders als Verfälschung seyn konnte, erhüben sie das Abschreiben der sogenannten .עשרים וארבע nicht nur zu einer Wissenschaft, indem sie ihr gewisse Regeln Zugaben, die bey den Juden unter den Namen מסכת סופרים bekannt sind; sondern sie legten diesen Regeln sogar gesetzmäßige Kraft bey : so daß nicht nur kein Jude sich des Abschreibens unterziehen darf, ohne diese Regeln sich bekannt gemacht zu haben; sondern auch jeder Abschreiber der wider sie verstösse, würde ohnfehlbar für einen Ketzer gehatten, und seine Schrift nicht angenommen werden. Ob man nun schon nicht laugnen kann, daß diese ängstliche Einschränkung ein wenig zu weit geht; ja, in einem gewissen Betracht wohl gar schädlich seyn kann, weil sie leicht auf Jrrthümer gewisser Art führet : so kann man ihr anderseitig doch auch das Verdienst nicht nehmen, ein so wichtiges Stück des Alterthums mit größter Treue und Redlichkeit aufbewahrk zu haben; so daß es eins ist, die neuesten gedruckten Bibeln der Juden, oder die mehr als 2,000 jährige Handschuft des Esra zu lesen. Ueberdem, so existiren die meisten abgeanderte Lesearten des alten Testaments nur in de״׳