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Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände · 1927-12-01 · 2 (1.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände
Volume
1 (1927-1928). Bestand LBI
Issue
2 (1.12.1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Mitteilungen des Reichsausschusses der jüdischen Jugend verbände III. Gemeinsame geistige Arbeit. Hierzu wird vorgeschlagen : A. Veranstaltung von Kursen, Arbeitsgemeinschaften und Vorlesungen auch im Rahmen der Jüdischen Volkshochschulen über folgende Gegenstände: a) pädagogische Probleme der Jugendbewegung (Psychologie des jüdischen Jugendlichen, Arbeitsmethoden der Jugendbewegung — Stoff, Erziehungssysteme — und pädagogische Komplikationen in der Jugendbewegung). b) theoretische Vorbildung für die praktische soziale Arbeit. Hier ist u. a. der von der Zentralwohlfahrtsstelle anläßlich ihres 10 jährigen Bestehens für den Anfang nächsten Jahres geplante Fortbildungskursus für Sozialarbeiter zu erwähnen. B. In allen größeren Städten sollten in diesem Winter Feiern der jüdischen Jugendbewegung etwa mit folgendem Programm veranstaltet werden: Chor, Sprechchor, Jugendfilm des Kadimah oder Bip, Theateraufführung, Chor. AUS DER ARBEIT DER LANDES- UND ORTS- AUSSCHÜSSE DES REICHSAUSSCHUSSES LAIMDESAUSSCHUSS BERLIN OER JÜDISCHEN JUGENDVERBÄNDE In diesen Tagen wird das völlig renovierte und neu eingerichtete Jugendheim Berlin, Dragonerstraße, der Benutzung der Berliner Verbände des Landesausschusses übergeben werden. Die Benutzung des Heimes wird durch eine Heimordnung geregelt, die Interessenten auf Wunsch zur Verfügung steht. An dem Heim sind fast alle Berliner jüdischen Jugendorganisationen beteiligt. Außerdem sind in seinen Räumen ein Kindergarten und in Zukunft zwei Kinderhorte untergebracht. Das Heim wird also aufs intensivste ausgenutzt werden. Neu ist, daß in dem Heim ein Lesezimmer für Fragen der Jugendbewegung. Sozialpädagogik und Wohlfahrtspflege eingerichtet werden soll, das allen Heimbenutzern zur Verfügung stehen wird. Am 1 I.September veranstaltete der Landesausschuß die erste gemeinsame Treffahrt der Beriner Jugendbünde. Das Ergebnis war sehr erfreulich, über 1500 Jugendliche nahmen an dem Treffen teil, über das ja ausführlich in der jüdischen Presse berichtet wurde. Manche Organisation setzte ihren Ehrgeiz daran, selbst den „letzten Mann" auf den Plaz zu bringen. Im Mittelpunkt des Treffens standen sportliche Wettkämpfe und ein Singewettstreit. Das Treffen wurde durch eine Ansprache von Martin Sobotker über die Ziele des Landesausschusses eingeleitet. Es ist geplant, durch eine ähnliche Veranstaltung im Winter wiederum die Fähigkeit der jüdischen Jugend zusammenzuarbeiten, zu beweisen. Man versucht jetzt, das Interesse gerade der jüdischen Jugend, insbesondere der jüdischen Jugendbewegung für die Vorlesungen der Jüdischen Volkshochschule Berlin zu wecken. So hat denn auch Herr Rabbiner Dr. Bergmann, der Vorsitzende der Jüdischen Volkshochschule, in seiner Eröffnungsrede zum 21. Trimester im besonderen von dem Verhältnis der jüdischen Jugend zur Volkshochschule gesprochen. Dr. Bergmann schloß diese Eröffnungsrede mit den Worten: „Jüdische Jugend, das Judentum ruft!" * Eine bisher noch kleine Zahl von Mitgliedern der dem Landesausschuß angeschlossenen Jugendbünde leitet die Jugendpflegegruppen der einzelnen Wohlfahrtsbezirke der jüdischen Gemeinde. Diese Leiter von Jugendgruppen wollen in Zukunft des öfteren zusammenkommen, um ihre praktischen Erfahrungen auszutauschen. Sehr stark mit auf die Initiative des Landesausschusses Berlin beschäftigt sich nunmehr das Wohlfahrts- und Jugendamt der jüdischen Gemeinde und auch der Vorstand der jüdischen Gemeinde mit Fragen der jüdischen Jugendbewegung und Jugendpflege. So hat der Gemeindevorstand für das Jugendtreffen in Brieselang einen wertvollen Wanderpreis gestiftet, seit Monaten besteht in Berlin ein Fonds für Fahrtenzuschüsse für Wanderungen solcher Mitglieder der Jugendbünde, die das Fahrgeld selbst nicht aufbringen können. Die Abteilung Förderung der Jugendbewegung des Wohlfahrts- und Jugendamtes leistet auch Zuschüsse zu den Mieten der Heime der einzelnen Bünde und erhält fast völlig das zu Beginn des Berichtes erwähnte Jugendheim in der Dragonerstraße. Es ist zu hoffen, daß auch die von den verschiedenen Bünden veranstalteten Führerkurse, über die wir an anderer Stelle eine Uebersicht geben, soweit die Berliner Mitglieder in Frage kommen, von der Jüdischen Gemeinde Berlin unterstützt werden. Die Jugendpflegearbeit, die Förderung der Jugendbewegung und der Turn- und Sportbewegung sind schon jetzt im Etat der jüdischen Gemeinde Berlin berücksichtigt. Der Jugendbeirat hat ferner zur Unterhaltung des von dem Barkochba geschaffenen Sportplatzes wesentlich beigetragen und dadurch allen übrigen Jugendbünden Berlins die Möglichkeit gegeben, diesen Sportplatz mitzubenutzen. Die ganze Arbeit wird auch satzungsmäßig in der Gemeindeverfassung verankert werden. Wenn diese Verfassungsfragen endgültig geregelt sein werden, werden wir hier die Satzung des geplanten Ausschusses für Jugendpflege zum Abdruck bringen. BRESLAU Am Sonnabend, den 21. Mai 1927 fand die Zusammenkunft der Vertreter der Breslauer jüdischen Jugendorganisationen in Gegenwart von Georg Lubinski statt. Es waren folgende Organisationen vertreten: Kameraden, J.J.W.B., Kadimah, Iii, Esra, K.J.V., Makkabi- Sportverband, Makkabi-Turnverband, jüdischer Jünglingsverein. Es wurde die Konstituierung eines Ortsausschusses der jüdischen Jugendverbände in Breslau beschlossen. Als besonderes Aufgabengebiet des Breslauer Ortsausschusses ist die Schaffung eines Jugendgartens hervorzuheben, für den der R.A. eine Unterstützung gewährt hat. Am Sonntag, den 22. Mai, vormittags, fand e'ne Jugendversammlung in der Lessingloge statt, in der über hundert Personen, darunter Behörden und Gemeindeinstanzen vertreten waren. Die Gedanken des R.A. wurden von allen Anwesenden mit großer Sympathie begrüßt. Am 29. Juni 1927 fand die zweite Sitzung des Ortsausschusses statt, in der die Sazungen des Ortsausschusses beschlossen wurden. Die Verhandlungen mit dem Wohlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde Breslau sind durchaus fruchtbar gewesen. Vertreter des Ortsausschusses sind in die einzelnen Wohlfahrtskommissionen zur praktischen Mitarbeit eingetreten. In den Vorstand des Ortsausschusses wurden gewählt: Theo Eckstein, Baruch Gradenwitz und Edgar Freund. KÖLN Am Sonnabend, den 8. Juli d. Js., fand in Köln unter Anwesenheit von Georg Lubinski eine Zusammenkunft der Vertreter der jüdischen Jugendverbände statt. Den Vorsitz führte Studienrat Levi Wolff. Außer den Vertretern der jüdischen Jugendverbände waren anwesend: die Vorsitzende des Jugendamtes Köln und Frl. Dr. Kronheimer vom Jugendamt Köln. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit konnte allgemein festgestellt werden. Der Jugendausschuß setzte sich zunächst folgende Aufgaben: 1. Sorge für die Schaffung eines eigenen Heimes, 2. Mitarbeit von Jugendlichen bei Schutzaufsichten, 3. falls Bedarf vorhanden ist und andere Stellen diese Aufgabe nicht übernehmen können: Zusammenfassung von Jugendlichen, die bisher außerhalb der Jugendbewegung stehen, in besondere Jugendpflegegruppen. Die Vorsitzende des Jugendamtes Köln äußerte von sich aus den Wunsch nach Mitarbeit der Jugend bei der Uo Soet^ Iv&tfMt* L$\3& - ^omoSl^

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