Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1938. Bestand LBI
- Issue
- Juli 1938
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 43 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Auf die einzelnen Größenklassen entfielen Zahl Farmfläche (in 1 000) bis 49 acres (bis 19,8 ha) 2 694 50—259 acres (20,2—105,0 ha) 3 389 260—999 acres (105,4—404,2 ha) 641 1000 und mehr acres (404,7 u. m. ha) 89 1935 der Farmen (v. H.) 39,5 49,6 9,4 1,3 Insgesamt 6 812 100,0 Die (nach deutscher Auffassung) klein- und. mittelbäuerlichen Betriebe machten nahezu zwei Fünftel, die großbäuerlichen fast die Hälfte der Gesamtzahl der Betriebe aus; nur rund 10 v. H. überstiegen die Größe von Bauerngütern. Die Ansicht, daß die amerikanische Landwirtschaft überwiegend aus fabrikartig aufgezogenen Großbetrieben bestehe, ist also falsch. Die Durchschnittsgröße des Betriebes ist 155 acres oder rund 63 ha; der Durchschnittswert 9103 $. Lediglich im fernen Westen, wo die Trockenheit besondere Anforderungen stellt wie z. B. ausreichende Kapitalrücklagen für Mißernten, besonderen Ausbau der Bewässerung u. a. m., tritt der Großbetrieb und der kapitalreiche Betrieb stärker hervor. Die Durchschnittsfläche ist im Süden, den Gebieten der Negerfarmen, am geringsten, ebenso der Durchschnittswert. Von den 6 812 000 Farmen wurden 1935 3 900 000 von ihren Eigentümern bewirtschaftet, 2 865 000 von Pächtern, 48 000 von Verwaltern. Die Pachtbetriebe sind im Durchschnitt die kleinsten, die Verwalterbetriebe die größten und kapitalreichsten Betriebe, wie nachstehende Angaben beweisen: Betriebsführer Eigentümer Pächter Verwalter Anteil an allen Betrieben der g-esamt. Farmfläche 57,2 42,1 0,7 62,3 31,9 5,8 Durchschnitts- Wert der Farmen 4 618—8 000 $ 3 800 $ 32 600 $ Die hohe Zahl von Pächtern ist vor allem darauf zurückzuführen, daß in den ehemals sklavenhaltenden Südstaaten die großen Grundherren nach der Sklavenbefreiung ihr Land verpachteten, und zwar in großem Umfange an ihre ehemaligen Sklaven. Während vor allem im Neu-England-Bezirk, der von Beginn der Besiedlung an auf der bäuerlichen Wirtschaft freier Männer aufgebaut war, der Anteil der Pachtbetriebe sehr gering, im Durchschnitt 7,6 v. H. ist, steigt ihr Anteil in einzelnen Südstaaten (Süd Carolina, Georgia, Alabama, Mississippi u. a.) auf nahezu zwei Drittel. Die landwirtschaftlich tätige Bevölkerung umfaßt etwas über ein Drittel der Farmbevölkerung, nämlich (1935) 12,4 Millionen Personen. Davon waren 10,8 Millionen die Farmer mit ihren mitarbeitenden' Familienangehörigen und nur 1,6 Millionen fremde bezahlte Arbeitskräfte. Die Aufgliederung der Farmen nach der Zahl der fremden Arbeitskräfte (hired labor) ergibt folgendes Bild: Zahl der fremden Kräfte keine 1 2 3 oder 4 5 bis 7 8 und mehr Zahl der Farmen (in 1000) (v. H ) 5 845 85,8 724 10,6 138 2,0 66 1,0 24 0,4 17 0,2 Insgesamt 6 812 100,0 Die weitaus größte Zahl der Farmen, 5,8 Millionen oder 86 v. H., wird demnach nur mit Familienarbeit bearbeitet. Auf die übrige Million Farmen verteilen sich die 1,6 Millionen bezahlten Arbeitskräfte; im Durchschnitt kommen auf einen dieser Betriebe 1,7 fremde Arbeiter. 10 und mehr Arbeiter werden nur in 11 410 Betrieben beschäftigt; davon entfällt etwa die Hälfte auf den Süden, ein Viertel auf den Pazifischen Bezirk, insbesondere Kalifornien. Betrachtet man den Anteil der fremden Arbeitskräfte an der Gesamtbelegschaft nach den großen Bezirken, so ist festzustellen, daß die Bezirke intensiver Landwirtschaft an der Spitze stehen. Auf hundert Personen in Landwirtschaftsbetrieben kamen im Pazifischen Bezirk 30, in Neu-England 24, im Mittelatlantischen Bezirk 21 Fremde. In den beiden südlichen Zentralbezirken und im Nordwestzentral hingegen war ihr Anteil mit 7 bis 12 am geringsten. Die verhältnismäßig geringe Zahl der Arbeitskräfte im Betriebe wird dadurch verständlich, daß die großen Monokulturbetriebe zur Ernte- und Bestellungszeit teils Wanderarbeiter heranziehen, teils, sofern die Natur der Arbeit es gestattet, nur mit Maschinen arbeiten. Allein die Zahl der bei der ■V« ■F* - r. ^*mM NB »Jä? ■B Kr, ■hfefc Z8*che *u m Wim e«? bis CH COff0? Ifc^^^ m Ml * _ "nt»ch0 ir/» Ve!and? Mmk auf diese sowie aui hundert ähnliche Fragen giMÜlmm kostenlos und unverbindlich Ihr Reisebüro Atämtic GtpÄM* GM BH Berlin NW 7, Friedrichslraße 100 und weitere Vertretungen im Reich 43