Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1938. Bestand LBI
- Issue
- Juli 1938
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 42 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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nisse bei größerem Waldbestand besser sind: in Waldgebieten tritt seltener eine Dürre ein, wie sie der amerikanischen Landwirtschaft so oft zum Schaden aufgetreten ist. So wurden im Jahre 1936 460 Millionen junge Setzlinge ausgepflanzt. Die neue Forstpolitik, die zur Zeit etwa zwei Drittel des Forstbestandes in ihrer Obhut hat, soll auch der weitverbreiteten Feuersgefahr begegnen; im Jahre 1935 sind z. B. rund 6 v. H. des Bestandes durch Feuer vernichtet worden. b) Die Menschen und die Betriebe Im Jahre 1930 lebten von den 122775 000 Bewohnern der Vereinigten Staaten 53820 000 (45,8 v.H.) in Orten unter 2500 Einwohnern, nach amerikanischem Sprachgebrauch also auf dem Lande. Zur eigentlichen landwirtschaftlichen Bevölkerung, der sogenannten Farm-Bevölkerung, zählten 30445 000, also rund einViertel der gesamten Bevölkerung. Dieses Verhältnis besteht ungefähr auch heute. Während aber vor 1930 eine starke Verschiebung des Bevölkerungsgewichts zugunsten der Stadt festzustellen war, hat seit dieser Zeit die Farmbevölkerung wieder stärker zugenommen. In der Zeit von 1920 bis 1930 nahm die städtische Bevölkerung um 14 650 000 27 v. H. zu, die ländliche, nicht landwirtschaftliche Bevölkerung um 3 615 000 18 v. H., die Farmbevölkerung aber nahm um 1 169 000 4 v. H. ab. Berücksichtigt man den Zuwachs durch Geburtenüberschuß und Neusiedlung, so beträgt die Gesamtabnahme für diesen Zeitraum sogar gegen 6 Millionen Menschen. Der Grund für diese Entwicklung war der gewaltige industrielle Aufschwung des Landes in Verbindung mit der allmählich abnehmenden Einwanderung, wodurch die besser ausgebildeten Farmersöhne der Industriestaaten des Nordostens und des Südens in die Städte gezogen wurden. Nur im Neuland des fernen Westens und der pazifischen Küste entstanden neue Farmen. Seit dem Beginn der großen Krise von 1928 hat eine Rückwanderung zum Lande eingesetzt. Von 1930 bis 1935 hat die Farmbevölkerung wieder um 1 356 000 5 v. H. Jeden Samstag nach NEW YORK Nur eine komfortable Klasse Gut billig Fahrpreis Antwerpen-New York „Stein"-Dampfer RM. 251,25 „Land"-Dampfer RM. 361,25 Bordgelder Landungsvaluta gegen Reichsmarkzahlung It.Genehmigung RED STAR LINIE HAMBURG GENERALVERTRETUNG FÜR ÖSTERREICH „UNIVERSAL", WIEN I, KÄRNTNERRING3 zugenommen. Die Zahl der Betriebe nahm infolge der Kleinheit der neuen Betriebe sogar noch stärker zu, nämlich um 9 v. H.; die Zahl der kleinsten Betriebe (unter 8 ha) ist allein um 330 000 oder mehr als ein Drittel gestiegen. Die Krise hat eine große Zahl von Arbeitslosen aus der Stadt vertrieben und sie in der Selbstversorgung mit Lebensmitteln in meist winzigen Landwirtschaftsbetrieben Schutz vor der Not suchen lassen. Dadurch erklärt es sich, daß die Zunahme der Landwirtschaftsbetriebe vor allem in den von der Wirtschaftskrise stärker betroffenen Gebieten erfolgt ist: Die Zahl der Farmen ist in Neuengland um 26 v.H., im Mittelatlantischen, im Nordöstlichen, im Pazifischen Bezirk und selbst im Gebirgsbezirk um 10 bis 14 v.H. angewachsen, während sich die Vermehrung in den rein landwirtschaftlich eingestellten Gebieten unter 7 v. H. hält. Eine Begleiterscheinung dieser Entwicklung ist U e b e rproduktion und dauernder Druck auf die Preise. Dies und vor allem der durch die Weltmarktstörungen der Nachkriegszeit eingetretene Preisverfall haben den Anlaß zu einer immer stärker ausgebauten Stützungspolitik der Regierung gegeben, welche allmählich zu einer durchgehenden Sanierung der Landwirtschaft führen soll. Sie besteht in Kreditgewährung und Marktregulierung, insbesondere Vermeidung von Ueberproduktion durch Beschränkung der Anbauflächen, in Preisregulierung und Landmelioration. Diese Politik wurde durch den Federal Farm Board von 1929 und die Agricultural Adjustment Administration (AAA) vom Mai 1933 begonnen, und durch den Soü Conservation and Domestic Allotment Act vom Februar 1936, den Marketing Agreement Act von 1937 und eine Anzahl ergänzender Verfügungen fortgeführt. Die Farmbevölkerung von 31,8 Millionen Personen verteilte sich im Jahre 1935 auf 6,8 Millionen Landwirtschaftsbetriebe. Auf eine Farm kamen also im Durchschnitt 4,66 Menschen; dieses Verhältnis läßt bereits erkennen, daß der auf Familienarbeit beruhende kleinere Betrieb durchaus überwiegt. Übersiedlungen Einlagerungen Verpackungen 42