Mannheim
Compact Memory

Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1935-09-01 · September 1935 · p. Seite 99

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1935. Bestand LBI
Issue
September 1935
Date
1935-09-01
Page
Seite 99 (sequence 101)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/6492417-9587701-10032093--598-9587802
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Ellern im Département de la Seine, so zahlen sie 30Ö 1res., sonst 700 fres. pro Jahr. Nimmt Knaben auf. Ecole de Dessin ei d'Art appliqué à l'industrie, 24, rüe Duperré, Paris 9. Städtische Kunstgewerbeschule für Mädchen. Hat eine Division élémentaire (.'? Studienjahre) und eine Division supérieure (verschieden lange Studienzeit je nach der Spezialität). All gemeinausbildung in allen Arien des künstlerischen und technischen Zeichnens. 3 Sonderabteilungen. le) Möbelkunst, 2e) Schnittzeichnen, 3e) Modezeichnen. Die Schule nimmt als Vollschülerinnen 12—13jährige Mädchen auf, (Höchslalter für Aufnahme 17 Jahre). Eintrittsprütung (Concours); Hörerinnen (17—30 Jahre) werden nach Prüfung ins 3. Schuljahr oder aber in die obere Abteilung aufgenommen. Schulgeldfrei für Pariserinnen; für Schülerinnen, deren Ellern das Département Seine bewohnen, jährlich 300 fres, sonst 500 fres für Hörerinnen .verschieden. Ecole de commerce pour les jeunes filles, 12 rue d'Abbeville, Paris X. Städtische Handelsschule für Mädchen. Aufnahmealter: 13—16 Jahre. Eintrittsprüfung (Concours). Studiendauer 2 bis 3 Jahre. Schulgeldfrei für Pariserinnen, 300 fres pro Jahr für Schülerinnen, deren Eltern das Département Seine bewohnen, 500 fres pro Jahr für die anderen. Hörerinnen im Alter von 16—30 Jahren sind zugelassen. Schulgeld verschieden. Ecole professionnelle de jeunes filles, 7 rue de Poitou, Paris 3. Städtische Fachschule für Mädchen. Studiendauer 2—4 Jahre. Eintrittsprüfung. Schule für Schneiderinnen, Putzmacherinnen, Modistinnen, Zeichnerinnen jeglicher Art und ähnliche Berufe. Externat. Im allgemeinen kein Schulgeld. Voraussetzung: Absolvierung der Volksschule. Ecole pratique de commerce et d'industrie in Nogent-sur- Marne, Rue Banyn de Perreux (mit Mittelschule verbunden). Knabenschule. Externat. Industriell-handwerkliche Abteilung für Dreher, Tischler, Monteure und Installateure. Daneben Handelsschulabteilung mit Englisch und Deutsch. Voraussetzung: Volksschulbildung. Ecole pratique de commerce et d'industrie in Suresnes bei Paris, (mit Mittelschule verbunden). Knabenfachschule mit 3jährigem Studiengang. Voraussetzung: Volksschulbildung. Die Schule hat eine Abteilung für Ausbildung von Autoschlossern und eine Handelsschulabteilung mit Englisch und Spanisch. Ecole supérieure de commerce in Mulhouse (Mülhausen), Place Guillaume Tell. Schule für Knaben und Mädchen, auch Ausländer. In die Année préparatoire werden Schüler von mindestens 15 Jahren aufgenommen. In der Hauptabteilung (2 Jahre) ist das Mindestalter 16 Jahre. Aufnahme nach Eintrittsprüfung (Concours). Spezielle Ferienkurse, die auf diese Prüfung vorbereiten. Schulgeld: année préparatoire: 400 fres. Hauptkurs: 825 fres. jährlich. Ecole d'enseignement technique féminine, 116, av. d'Orléans, Paris. Technische und chemische Abteilung. Vorbereitender Jahreskursus. Aufnahmealter 15—16 Jahre. Studienzeit mit Vorbereitungsjahr 2—3 Jahre. Schulgeld zwischen 650 und 1500 1res, pro Jahr je nach dem Studiengang. Ecole de l'association professionnelle des Hoteliers, Restaurateurs et Limonadiers, 11 rue des Martyrs, Paris IX. Die Schule umfaßt neben der Sektion für allgemeine Berufsausbildung eine solche für das Deutsche, Englische und Spanische und eine besondere für Hoteltechnik. Unterricht auch in Schreibmaschine, Stenographie und Handelskorrespondenz. Starke Betonung der Weinkunde. Voraussetzung für Aufnahme: mindestens Volksschulbildung und berufliche Vorbildung. Studiendauer 2—3 Jahre. Kosten 250 fres. pro Trimester. Auch Aufnahme von Hörern. Ecole supérieure de vente, 19 Rue des Martyrs, Paris IX. Die Schule untersteht der Pariser Handelskammer und bildet Verkäuferinnen, Geschäftsleiterinnen usw. aus. Neben dem theoretischen Unterricht praktische Unterweisung (Warenhausbesuche usw.). 4-monatliche Kurse mit Abschlußprüfung, Kosten 500 fres. Sommer- und Winterkurse. Ecole de Puériculture de la Faculté de Médecine de Paris, 26 Bd. Brune, Paris IV. Ausbildung von Kranken- und Säuglingspflegerinnen. Internat. Elementarkurs: 4 Monate 450 fres. monatlich einschließlich Unterkunft und Verpflegung. Dazu 200 fres. Sondergebühren für die gesamte Zeit. Kursus für Fortgeschrittene: 8 Monate. Preis einschließlich Verpflegung und Unterkunft 450 fres. monatlich. Sondergebühren wie oben 200 fres. Nach Abschlußprüfung Diplom. Ausbildung als Fürsorgerin 2 Jahre. Ausbildung von Hebammen findet im Internat der großen Entbindungsklinik de la Maternité statt. Studiendauer, praktisch und theoretisch, 2 Jahre. Ecole supérieure de Filature, Tissage et Bonneterie, Mulhouse (Elsaß). Die Schule steht unter dem Protektorat der Mühlhausener Textilindustrie. Sie hat je eine Abteilung für Spinnerei, Weberei und Hut- und Mützenmacherei und bildet leitende Beamte und Unternehmer aus. Externat. Eintrittsprüfung. Ausnahmen für Abiturienten vorgesehen. Mindestalter 17 Jahre. Studiendauer 2 Jahre. Studienkosten für Ausländer 2000 1res, pro Jahr. Daneben Stellung einer Kaution von 500 1res. Ecole Vaucanson, Grenoble, 25 rue Anatole France. Ecole pratique d'industrie et de commerce verbunden mil einer Section hôtelière und einer Sektion für Elektromonteure. In der Schule werden alle möglichen Handwerke erlernt (Stellmacherei, Dreherei, Schmieden, Schlosserei, Tischlerei, Drechslerei, Modellieren, Handschuhmachen, Handelsfächer). Internat. Doch werden auch Externe und Halbpensionäre aufgenommen. 4jährige Studiengänge. Uebergang auf die Ecoles nationales des Arts et Métiers möglich. Eintrittsprüfung. Volksschulbildung genügt. Preis für Schulgeld und Internat pro Jahr 3000—3500 fres. pro Jahr; Halbpensionäre 1500—1900 1res. Externat 160—275 fres. pro Jahr. Interkonfessionelles Internat. Ecole des Roches près Verneuil (Eure). Modernstes Landschulheim Frankreichs. Alle Schularten. Spanisch, Deutsch, Englisch, Lattin, (Griechisch auf Wunsch). Aufnahmealter 8—15 Jahre. Marianne Bielschowsky, Versailles—Le Chesnay, 12 Rue Moulin, Kinder von 6—13 Jahren. 800 fres. monatlich. Frau Dr. Fuchs, Paris, Neuilly, 67 rue Parronet, 10—18 Jahre, Nachhilfe. Dr. H. Löwen, Clamait b. Paris, Schülerheim. Home d'enfants et de jeunes filles: Les Jonquilles, Grenoble— La Tronche. 700 fres. monatlich. La Maison des Bacheliers, Bièvres, (Seine-et-Oise), 34, rue de Paris. Internat. Die Schüler können eine öffentliche Anstalt in Paris besuchen und werden im Hause gefördert. Preis bis zur 6. Klasse: 500 1rs. pro Monat, darüber 700 fres. pro Monat. Hinzu kommen 200 fres. Sonderkosten für Autobus, der die Kinder von und nach Paris bringt. Lehrgut Château de Petitville par Bavent (Calvados), Jüdisches Unternehmen, IV2 Jahre Lehrzeit. Bei Vorbildung auch kürzer. Preis 660 fres. monatlich. (Einige Stipendien). Schweiz. Das Schweizer Bildungswesen weist eine große Mannigfaltigkeit auf, dennoch lassen sich allgemeine Züge erkennen. Der Unterbau wird fast überall (in Zürich bis zu 6 Schuljahren hinauf) von der Volksschule gestellt, die in der Schweiz Primarschule genannt wird. Sie kann von den Kindern, die nicht auf eine andere Schulart übergehen, bis zum vollendeten 14. Lebensjahre besucht werden und ist unentgeltlich. An die 5. oder 6. Primarklasse schließt sich die Mittelschule an. Unter Mittelschulen versteht man in der Schweiz Anstalten vom Typ unserer höheren Lehranstalten. Den deutschen Realschulen entsprechen die Bezirks-Real- oder Sekundärschulen, die sich von der Primarschule durch einen erweiterten Lehrplan mit Fremdsprachen unterscheiden. Manche haben auch Latein und Griechisch und können so als Progymnasium gelten. Ein großer Teil der Schüler tritt von der Sekundärschule in die Berufslehre, ein geringerer an die höheren Mittelschulen (unsere eigentlichen höheren Lehranstalten) über. Diese sind die sogenannten Kantonsschulen. Unser humanistisches Gymnasium heißt in der Schweiz Literargymnasium. Realgymnasium und gehobene Industrieschulen bereiten auf die Technische Hochschule vor. Es gibt auch einige Handelsschulen mit Maturität (Abitur). Die öffentlichen höheren Schulen erheben meist nur ein geringes Schulgeld. Das mittlere Berufsschulwesen umfaßt außer den eigentlichen Fortbildungsschulen für die schon im Beruf stehenden Lehrlinge eine große Anzahl spezieller Voll-Gewerbeschulen, Handelsschulen und Technika, die aber alle nicht zur Hochschule führen. Oft bestehen Handelsschulen als Abteilungen der höheren Schulen und verbinden so allgemeine und Fachbildung. Meist haben sie 3 Jahrgänge. Diejenigen Handelsschulen, die den Schüler mit der Maturität entlassen, haben 4—5jährige Lehrgänge. Auch das Haushaltungs- und Sozialschulwesen ist gut entwickelt. Größere Haushaltungsschulen haben mitunter eine zweijährige Ausbildungszeit, andere eine kürzere. Es gibt auch besondere Schulen für Krankenpflegerinnen und für das Hotelgewerbe (Hotelfachschulen). An Landwirtschaftsschulen niederen und mittleren Grades gibt es sogenannte Jahresschulen und Fortbildungs- und Winterschulen. Neben den öffentlichen gibt es zahlreiche private Berufsschulen. 99

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.