Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1935. Bestand LBI
- Issue
- September 1935
- Date
- 1935-09-01
- Page
- Seite 43 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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British Columbia 10 000. 712 000. Yukon 4000, Nord-West-Gebiete Einwandern n Britische Nord- Alle Inseln U. S. A. Europa Anderen 1929 . . 66 801 31 852 29 969 36 371 1930 . . 31 709 25 632 18 550 28 915 1931 . 7 678 15 195 1 313 3 344 1932 . 3 327 13 709 909 2 646 1933 . 2 304 8 500 670 2 908 In den Einwanderungsbestimmungen haben keine Aenderungen in den letzten Jahren stattgefunden, soweit sie die Angehörigen irgendeines Landes betreffen, noch hat ein Wechsel in der allgemeinen Einwanderungspolitik stattgefunden. Ditjährliehe natürliche Vermehrung der Bevölkerung beträgt 125—135 000. In den letzten vier Jahren hat die natürliche Vermehrung sieh auf ungefähr eine halbe Million belaufen. Seit vielen Jahren verlor Kanada einen großen Teil seiner in Kanada geborenen Bevölkerung, die Mehrzahl wanderte nach den Vereinigten Staaten aus. Seitdem die Depression dies Land traf, ist die Wanderungsbewegung nach dem Süden beträchtlich reduziert worden, und die Majorität der Kanadier bleibt jetzt zu Haus. Die Einwanderung während der Kalenderjahre 1929—1933 bietet ein sehr interessantes Bild: 164 992 104 806 27 530 20 591 14 382 In der vierten Gruppe besteht die l^inwandernng aus Zentral- und Süd-ICuropa, die in diese Klasse eingeschlossen ist, hauptsächlich aus Frauen und minderjährigen Kindern, die sich mit den Familienhäuptern vereinigen, die vor einigen Jahren nach Kanada kamen, und die sich jetzt dort installiert haben. Es ist in dieser Gruppe auch eine Zahl von Bräuten enthalten, die zur Verheiratung mil dem Mann kamen, der einige Jahre früher in Kanada angekommen war. Nach dem Jahresbericht des Department of Immigration and Colonization nahm die Einwanderung nach Kanada während des Fiskaljahres, das am 31. März 1934 schloß, weiter ab, entsprechend der Begierungspolitik, verfügbare Arbeitsmöglichkeiten für diejenigen zu gewähren, die in dem Lande bereits wohnhaft sind. Die Gesamtzahl der Immigranten für das Jahr 1933/34 war 13 903 gegenüber 19 782 während 1932/33. Der größere Teil der gegenwärtigen Einwanderung, besonders vom kontinentalen Europa, besteht aus Frauen und abhängigen Kindern derjenigen, die vor einigen Jahren in Kanada ankamen und sich dort etabliert haben; so waren von der Gesamtzahl von 13 903 Emigranten im Jahre 1933/34 3608 erwachsene Männer, 5628 erwachsene Frauen und 4667 Kinder, unter 18 Jahren. Was die Nationalität anbelangt, so waren 3486 Briten, 6568 Bürger der Vereinigten Staaten, 1242 Polen. 600 Tschechoslowaken und 434 Ungarn. Was die Beschäftigung der männlichen Emigranten anbetrifft, so waren 981 aus der landwirtschaftlichen Klasse, 332 aus der Arbeiterklasse, 595 Mechaniker, 818 aus der Händlerklasse und 56 aus dem Bergbau. — 1934 wanderten 12 476 Personen nach Kanada ein. liegen 14 382 im Vorjahr. Die Ziffer stellt einen Rekordtiefstand dar. Die Einwanderung von Großbritannien sank um 6 °/o, diejenige aus den Vereinigten Staaten um 28,6 °/o, aus Nordeuropa um 3,9 °/o. Südeuropäische und sonstige Hassen zeigten dagegen einen Anstieg um 23,6 °/o; die stärksten Gewinne zeigen Huthenen. Slowaken, Juden und Italiener. Siedlungsfragen Der Einwanderungsminister Gordon hat einen l'eberblick über die Landsiedlungen gegeben und behandelt zunächst die auch im Vorjahre bereits von ihm dargestellten Landsiedlungen, die von dem Ministerium zusammen mit der Canadian Pacific und der Canadian National Railways seit einigen Jahren betrieben worden sind. Danach sind vom 1. Oktober 1930 bis zum 30. September 1934 14 748 Familien von der Stadt auf das Land überführt worden. Dies umfaßt schätzungsweise 73 740 Köpfe. Dazu kommen noch 32 603 unverheiratete Männer. Dieses Unternehmen hat keinerlei finanzielle Belastung für die Regierung erfordert. Außerdem ist eine Anzahl Familien, die landwirtschaftliche Erfahrung aber keinerlei Geldmittel hatten, auf das Land gebracht worden, wobei die Dominialregierung auch finanzielle Zuschüsse geleistet hat. Als Maximum waren 600 Dollar für eine Familie festgesetzt worden. Die Organisation dieser Siedlungen ist von den Provinzialregierungen bewirkt worden. Danach sind in der Zeit vom Juni 1930 bis September 1934 3744 Lamlien. bestehend aus 19 635 Köpfen auf das Land verpflanzt worden. — Lord Rodney sprach in einer Veranstaltung der British Empire League über G eroeinschaf tssi e d 1 u n g in Kanada. Er bemerkte, daß man in England von der Schnelligkeit, mit der sich die ausländische Bevölkerung in Kanada vermehrt, keine Vorstellung habe. Die westlichen Provinzen verlören fast ihren britischen Charakter Im Jahre 1931 zählten die Mitglieder britischer Rassen in Manitoba, Saskatchewan und Alberta 1 195 084 und anderer europäischer Bassen 1 097 259. Kanada würde den Typ britischer Siedler vorziehen, da es hohen Wert auf Aufrechterhaltung der Verbindung mit dem alten Lande legte. Aber sein dringendes Bedürfnis sei m e h r B e v ö 1 k e r u n g. Nach Erörterung verschiedener Emigrationspläne und der Gründe ihres Scheiterns, erklärte er, daß ein neuer Plan bestände mit dem Ziel, Gemeinschaftsfarmsiedlung ausgewählter britischer Familien auf Land, das sich für gemischte Farmwirtschaft eignet. Die Ausdehnung der Siedlungen würde 5000 bis 10 000 Acres betragen, und die Gemeinschaften würden durch genehmigte freiwillige Wanderkomitees in Groß- Britannien gebildet werden. Farmen würden nicht an ein zelne Siedler verkauft, sondern von ihnen für eine Pachtsumme bearbeitet werden. Eine Siedlung von 10 000 Acres könnte in 100 mit allem notwendigen ausgerüstete Farmgüter geteilt werden. Wenn sieh seine Fähigkeit als Pächter erwiesen hätte, könnte der Siedler eine eigene Farm erwerben. Es werde dabei angenommen, daß er in 5 Jahren 200 Pfund sparen würde, die durch ein Darlehen von gleicher Höhe zu niedrigem Zinsfuß zu ergänzen wären. Die Britische Regierung müßte den Komitees Darlehen mit geringer Verzinsung für Kapitalaufwand, sowie eine jährliche Bewilligung für Unterhalt gemäß dem Empire Settlement Act machen. Schätzungsweise wären 25 000 Pfund für jede Siedlung von 10 000 Acres für Kapitalaufwand und weitere 10 000 Pfund als jährliche Bewilligung für Unterhalt erforderlich. Arbeitslosen Ziffern Nach einem Bericht des Arbeitsministers der Kanadischen Regierung hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Jahre 1934 gegenüber 1933 ständig vermindert. Sie waren mit Ausnahme des Monats August in den einzelnen Monaten 1934 geringer als in denselben Monaten des Vorjahres. Die prozentuale Abnahme der Personen, die Arbeitslosen- oder Wohlfahrtsunterstützung bezogen, betrug im Januar 0.05. Februar 2,91, März 4,11, April 15,28. Mai' 5,8, Juni 2.13. Juli 1,06, August (Zunahme 1,52), September 3,7, Oktober 5,95, November 9,34, Dezember 10 (gesehätzt). Die Zunahme im August wird damit erklärt, daß große Teile der Provinz Saskatchewan eine völlige Mißernte und infolgedessen fast keinen Redarf an Landarbeitern hatten. Für die einzelnen Monate des Jahres 1934 werden folgende Zahlen von Personen, die Arbeitslosen- oder Wohlfahrtsunterstülzung bezogen haben, nachgewiesen (1933 in Klammern:) Januar 1 428 844 (1 429 598): Februar 1 489 159 (1 533 842); März 1 502 515 (1 566 838): April 1 346 835 (1 589 682); Mai 1 325 212 (1 406 733); Juni 1 174 876 (1 200 422): Juli 1 103 336 (1 114 544); August 1 070 636 (1 054 654); September 1 013 595 (1 052 531); Oktober 1 108 338 (1 178 377) : November 1 116 553 (1 253 396); Dezember 1934 eine Abnahme von 10% im Vergleich zu 1 370 165 für Dezember 1933. Die vorstehenden Zahlen umfassen auch die Familienmitglieder der unterstützten Personen. Wirtschafts- und A r b e i t s m a r k t 1 a g e „Der Nordwesten", Winnipeg, vom September 1934 ver öffentlicht den Monatsbericht der Royal Bank of Canada für August, dem die folgenden Ausführungen entnommen sind: Im /weilen und drillen Vierlei des Jahres 1934 hat sieli die geschäftliche Tätigkeit gut über dem Stande von 1933 gehalten. Trotz der Dürre in manchen Teilen des Westens, und trotz der Tat 43