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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1886-06-10 · N° 24. (10.6.1886) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
17 (1886)
Issue
N° 24. (10.6.1886)
Date
1886-06-10
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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454] Baeanz. DicStelle eines zwcitenRabbiners in Hiesiger Gemeinde, verbunden mit dev eines Rabbiners an der Lemle Moses'schen Klaus-Stiftung und Direktors der. künftigen Präparandenschule daselbst soll alsbald besetzt werden. Besonderer Werth wird gelegt auf die Befähigung zum Lehrfach. Jährliches Einkommen ca. Fünftausend Mark nebst freier Dienstwohnung. Meldungen sind unter Anschluß der Zeugnisse vorher einzureichen. Mannheim, den 6. Juni 1886. Der Synagvgenrath. _ m Vakanz. Bei der hiesigen israelitischen Korporation ist d. Kantor-, Schächter¬ und Religionslehrerstelle schleunigst mit einem Inländer zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Einkommen von jährlich 1500 Mk. nebst freier Wohnung verbunden. Meldungen unter Ueberreichung von Zeugnissen nimmt entgegen Der ist. Korporations- Nor-and;u Schnittst»;. ßflumnliiintliung. Die SchLchterstelle der isracl. Religionsgcmeindc zu Darmstadt soll anderweitig vergeben resp. verpachtet werden und laden wir Reflektanten zur Einreichung ihrer Gesuche dis;«m 15. Juli d. Is. bei dem Unterzeichneten Vorstände ein. Die Bedingungen der Uebcrnahme können auf unserer Gemeindestube, Friedrichsstr. 2 dahier, eingesehen werden. Den Offerten sind Zeugnisse rc. über Qualification und seitherige Beschäftigung beizulegcn. [449 Darmstadt, im Mai 1886. Der Vorstand der israel. Gemeinde. H' Blumenthal._ in muf. geb. und als Elementarl. gepr. Lehrer, sucht Stelle als Lehrer, Schochet und Vorbeter. Offerten unter K. D. 430 an die Exped. d. Bl. _ Ein staatl. gepr. Lehrer, Jsr., guter Violinist, wünscht, eventl. nur während einer Badereise — Stellung als Erzieher; derselbe bereitet Knaben bis Tertia vor. Off. sub. Nad, Berlin Hauptpostamt Spandauerstraße, postlagernd^_[489 Ein junges Mädchen aus nur achtbarer Familie v. angenehm. Aeußern, w. z. Heranbildung als Verkäuferin u. späteren selbstständigen Führung eines m. Leipziger Filial Schuhwaaren detail und en gros Geschäfte zum bald. Antritt gesucht. Meldungen bitte an mein Central-Bureau zu richten. Henri Wolfs, Schuhfabr. Dresden. [435 Ein anständiges, nicht zu junges Mädchen, isr., welches Lust hat, einem älteren, einzelstehenden Herrn, die Wirthschaft zu führen, wird gesucht. Näheres brieflich. Julius Sommerguth, 453]_Neuhaldenslebcn._ Ein jüd. Mädchen welches einer Küche selbstständig vorstehen kann, wird sofort gesucht. Offert, uni. W. 6687a an Haasen. stein & Vogler in Karlsruhe. Bekanntmachung. Bewerbung um das bei der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin bestehende Stipendium der Benny- Burchardt 'schen - Stiftung. Das von'den Benny-Burchardt'schen Eheleuten 'zu Landsberg a. W. bei der ehemaligen Königlichen Gewerbe- Akademie zu Berlin, deren Rechtsnachfolger die hiesige Königl. Technische Hochschule seit dem 1. April 1879 geworden ist, gestiftete Stipendium, welches bisher in einer Höhe von'600 Mjährlich für höchstens drei Jahre zur Auszahlung gelangte, wird mit dem Schluß des gegenwärtigen Sommer- Semesters vakant. Dasselbe soll vom 1. Oktober d. I. ab unt. folgenden Bedingungen anderweit verliehen werden) 1. der Bewerber soll dem Preußischen Staatsvcrbande angchören und jüdischen Glaubens sein, 2. derselbe muß die technische Hochschule zu seiner Ausbildung als Techniker besuchen, sich in bcdürftigcr Lage befinden, gute Anlagen besitzen und sich moralisch gut geführt haben. Die Verleihung erfolgt am 25. Januar k. I. als dem Hochzeitstage der Stifter von dem Königl. Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten auf den Vorschlag des Rektors derart, daß der Genuß des Stipendiums mit dem k. Oktober des vorhergehenden Jahres beginnt. Bei dem Vorhandensein mehrerer Bewerber sollen diejenigen den Vorzug haben, - welche mit den Stiftern dem Grade nach am nächsten verwandt sind. Bei dem Mangel an verwandten Bewerbern haben die gen. Stifter denjenigen den Vorzug eingeräumt, welche zur Zeit der Bewerbung ihren Wohnsitz in Landsberg a. W. und falls auch solche nicht vorhanden sind, denjenigen, welche in Sonnenburg ihren Wohnsitz haben. Fehlt es an solchen Bewerbern, so entscheidet die größere Bedürftigkeit, sowie die bessere Qualification und moralische Führung. Die Bewerbung ist frankirt an den Unterzeichneten bis spätestens den l. Sept. d. I. schriftlich einzureichen. Dem Gesuche sind beizufügen: 1. der Geburtsschein, 2. ein Zeugniß der Reife von einer zu Entlaffnngsprüfungen berechtigten Gewerbe- oder Realschule oder von einem Gymnasium, , 3. ein Führungsattest, 4. ein Zeugniß der Ortsbehörde über die Bedürftigkeit mit spccieller Angabe der Vermögensvcrhältnisfe des Bewerbers. Charl ottenburg» den 1. Juni 1886. Der Rektor derKänigt. Technischen Hochschute zu Berlin _Dobbert._ Für ein gebildetes junges Mädchen, augenblicklich noch in Stellung, die im Haushalt erfahren und in Familie eine Stelle als Gesellschafterin, Erzieherin oder Stütze der Hausfrau gesucht. Man sieht besonders auf Familien-Angehörigkeit. Gefl. Offerten erbeten an Frau R. Heineraann, Magdeburg, Bahnhofstraße 7. I. Auf Verlangen franco: [452 Catalog III Hebraica, Judaica (BibliothekenRabb.Dr.Hirschfeld inGleiwitz,B.Zomber,Dr.Nasch6r Berlin). Ad. Mampe, Berlin, C. 50. Kurstrasse. Glaubensgenossen! Das Unterzeichnete Comite bat in seiner Sitzung am 16. Mai c. beschlossen, einen nochmaligen HBlferuf zu Gunsten der des Landes verwiesenen Glaubensgenossen ergeben zu lassen. Die Nothwendigkeit hierzu ergiebt sich aus dem Umstande, dass nach neu aufgenommener Liste, allein hier in der Stadt noch 37 Familien mit zusammen 182 Personen vorhanden sind, welche allesammt unterstützt und nach überseeischen Ländern befördert werden müssen. Es sind dies alle Diejenigen, welche Prolongation erhalten haben, und grösstentheils in diesem und den beiden nächsten Monaten den Ort verlassen müssen. Diese Personen sind, obschon eben so arm wie alle die bereits Fortgeschafften, die besseren Elemente, welche sich hier allesammt auskömmlich ernähren konnten, jedoch mit dem Augenblicke, da sie den Ort verlassen müssen, auch nicht einen Pfennig mehr besitzen. Und wie hier am Orte, so werden auch in den Kreisen Memel und Heydekrug noch eine ganze Anzahl Personen sich befinden, welche nach Ablauf des Prolongationstermins nach überseeischen Ländern auswandern müssen. Unsere Sammlungen und erlangten Zuwendungen zu Gunsten der Ausgewiesenen betrugen bis zur Stunde 36 831 Mark 81 Pf.; hiervon sind zur Beförderung von 648 Personen bereits verausgabt 34469 Mark 41 Pf., verbleiben uns also in der Kasse nur noch 2342 Mark 40 Pf. Nach unseren Voranschlägen werden also mindestens noch 8000 Mark herbeizuschaffen sein, bis es gelingen kann, alle die Ausgewiesenen fortzuschaffen und nothdürftig, aber auch nur nothdürftig zu unterstützen. Glaubens- und Stammes-Genossen! Wir lenken nochmals Eure Aufmerksamkeit auf diese tiefschmerzliche Angelegenheit, und bitten um Geldspenden zur Unterstützung der Ausgewiesenen. Dieses Unterstützungswerk ist eine jüdisch-nationale Sache, vor welcher alle anderen Angelegenheiten der Wohlthätigkeit zurückstehen müssen. Dieses Werk ist von so grosser Wichtigkeit, dass alle andern guten Werke klein und kleinlich dagegen erscheinen. — Bedenkt, wie Ihr es so gut habt gegen diese Unglücklichen Ihr wohnt in Ruh und Frieden, und diese werden gejagt und gehetzt, Euch stehen alle Freuden und Genüsse in reichem Masse zu Gebote, und diese müssen nackt und bloss in die fremde feindliche Welt hin aus wandern, Ihr habt eine ruhige und freundliche Heimstätte und diese sind gleichsam „herausgerissen aus dem Lande des Lebens“, Ihr erfreut Euch der,.Häuser gefüllt mit jedem Gute“ und diese haben nicht einmal eine Stelle, u.n das ermüdete und sorgenschwere Haupt niederzulegen. Ja, wer weiss es denn, ob die Unglücklichen nicht gar für uns leiden müssen, ob nicht an ihnen das Wort des Propheten seine traurige Bestätigung findet (Jesaj. 53, 5): „Sie sind geschlagen ob unserer Missethaten, die Zucht unseres Heiles traf sie und in ihren Wunden ist Genesung für uns“. Denket nach und Ihr werdet mir vielleicht beistimmen. — Jedoch mit Euren Spenden zu Gunsten der Ausgewiesenen, bedenket Euch nicht lange; gebt rasch und gebt reichlich und in den Wunden der Betroffenen werdet Ihr Heil und Hülfe finden für alle Eure Klagen und Plagen. Das sei Gottes Wille! Das ständige Hfllfs-Comitd f. d. Nothstände rnss. Israeliten zn Memel. Im Aufträge: Rabbiner Dr. J» FtÜlf» Alle Sendungen sind an den Unterzeichneten zu richten. Auch der Herr Bezirks-Rabbiner Dr. A. Salvendi in Dürkheim a./Haardt nimmt Gaben zur Beförderung an unsere Gasse entgegen. &£$ *ÄSi?Ä I Nordseebad Norderney. stberrath» der Israeliten Karlsruhe ist zu beziehen: ".'." " iim iro|lj. ©taratljs, Jahrgänge 1884 und 1885 j« je 2 Mk. Zusammenstellung noch in Geltung befindlicher älterer Gesetze, Uerordnungen und allgemeine NUrschriften, welche auf die israelitische Religionsgemeinschaft im Großherzogthum Baden Bezug haben. — Bearbeitet vonRegirrung«- ratl, Dr. Mayer, Preis Mk. 1,50. - [448 Gesuche um Lieferung des laufenden Jahrganges des Verordnungsblattes sind ebenfalls an die genannte Kanzlei zu richten._ roö Fabrik gegründet 1847. Größtes Geschäft und Lager von Denkmälern in Granit, Syenit, Marmor und Sandstein. Die Ausführung von Erbbegräbnissen und größeren Bauten werden zu billigsten Preisen bestens ausgeführt. 387, M. Zachart, Berlin, Nene Königstr. 8. A. von der Wall Bismarkstrasse 12a unmittelbar am Strande. Mein auf das Eleganteste eingerichtete Hotel mit sehr feinem Restaurant halte den geehrten, das Seebad besuchenden Herrschaften bestens empfohlen. [438 Nähere Auskunft wird gerne ertheilt. Auf nDB unter Aufsicht Sr. Hochwürden Hrn. Rabb. Dr. Frank in Cöl«. Prfmiirt K51n 18851 * Höchste Auszeichnung. I Niederlagen / werd. an Flatsamarrichtet £ / A*V / Franco , / -V /ift”/ V«r«ndt r*Jb /A" /Pottu.B»hn. /, C,'* / Packung in . A' / Vs u. 1/1 Kilo- / Packeten netto. Gegründet 1842. Veranwortlicher Redacteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig. Der heutigen Nummer liegt bei: „Familien-Blatt", „Litteratur-Blatt" und Spenden-Verzeichnisfe. 4444444

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