Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 11 (1880)
- Issue
- N° 3. (14.1.1880)
- Date
- 1880-01-14
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Arrserale sind der Aeschleunigung «egen direct an die Krpedilio» der „Isr. Mochenfchrift" in Wagdebnrg zu sende» a a«. 21151 üTachruf am Grabe des feelig verstorbenen Oerrn Agnagogenratk Lazarus M Bald wird der Frühling wieder Blüthen streuen Auf die erwachte jugendfrische Flur, Und Wald und Auen werden sich erneuen, Verschwinden wird des Winters letzte Spur. Doch ach! nicht Alles kann der Frühling wecken, Mit seinem Lichte, feinem Kindesblick, Es gibt der Tod, der König aller Schrecken, Dem Leben das Geraubte nie zurück. Weß' Aug' blieb trocken, wer sollt' da nicht weinen. Als Dich in reichsten Wirkens vollster Kraft, Zu größtem unnennbarem Schmerz der Deinen, Der unerbittlich strenge Tod dahingerafft. Und ach, die Kinder — treuer Liebe Sprossen, Stehn gramerfüllt. Der treuen Gattin Herz, Die nur in Dir ihr reichstes Glück genossen, Wie soll ste tragen diesen herben Schmerz? Du schiedest. Freud' und Glück ist nun zerronnen, Und trauernd denken der Vergangenheit Die Freunde, deren Herzen Du gewonnen, Erfüllt von dem unsäglich bittern Leid. Verzaget nicht und laßt das bange Klagen, Wir werden einst ihn glücklich wiedersehn, Ihr wißt ja, daß nach kalten Wintertagen Die Blumen alle wieder auferstehn. Mannheim._Leopold Mayer. 2105] In unserer Gemeinde soll die mit einem Jabresgehalte von 1650 Mark bei freier Wohnung und den üblichen Nebenrevenuen dotirte Stelle des etften Kantors und Hilfsschächters baldigst besetzt werden. Nur solche musikalisch gebildete Bewerber, welche befähigt sind, einen Synagogen-Chor auszubilden und zu leiten, auch die Qualification als Schächter besitzen, ' ollen sich, unter Beifügung ihrer Zeugniß'Abschriften und eines Lebenslaufs bis zum 8. Februar 188Ü bei uns melden. Reisekosten zu persönlicher Vorstellung werden nicht vergütet. Ostrowo, den 27. December 1879. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. 2121] Die hiesige Cantor- und Lehrerstelle ist sofort zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Fixum von 180 0 Mark nebst freier Wohnung und einigen Nebeneinkünften verbunden. Bewerber, welche eine angenehme Stimme besitzen, auch im Behinderungsfalle den Sckochet zu vertreten im Stande sind, wollen ihre Zeugnisse nebst Lebenslauf baldigst an uns einsenden. Derjenige, welcher auch im Stande ist, einen Canzelvortrag zu halten, wird bevorzugt. Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet. Schlawe i/Pommern, 28. Dec 1879. _Der Synagogen-Borstand_ 2107] Eine an einem preuß Seminar für höhere Töchterschulen geprüfte israel. Lehrerin, die bereits mehrere Jahre unterrichtet hat und in fremden Sprachen bewandert ist, sucht spätestens zum 1. April eine Stelle an einem Unterrichtsinstitute ober als Hauslehrerin und Erzieherin. Nähere Auskunft wird der Nedacteur dieses Blattes, Herr Rabbiner Dr. Rahmer in Magdeburg zu ertheilen die Freundlichkeit haben. Kür alle geöitdete Kreise, die Sinn für Sprachen und Literatur haben, ist dringend zu empfehlen das: Magazin für die Literatur des Auslandes. 2H3] Organ der Weltliteratur. 1832 begr. v. Jos. Lehmann. Red.: Dr. Ed. Engel. Wöchentlich ca. 2 Bogen in gr. 4°, pro Quartal nur Mark 4.—. 1880 Jahrgang XLIX. Das „Magazin" enthält Originalbeiträge von Paul Heyse, Fr. Badenstedt, E«. Geibel, Alfred Meißner, Karl Hillebrand, Johannes Scherr, Juan Fastenrath, Emile Zola, Emilio Carstelar, Max Müller (Oxford) rc. und ist sowohl das reichhaltigste, wie billigste Literaturblatt. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und direct von der Verlagshandlung. Leipzig. _Wilhelm Friedrich. Verantwortlicher Redakteur Dr. Rah,ner in Hierzu eine 2125] Für mein Tuch- und Manufaktur- Waaren-Geschäst suche einen Lehrling anständiger Eltern. Cammin i/Pommern, 12.Jan. 1880. _S. Dalomon. /Ehepaare, welche geneigt sind, eine vE vaterlose, gesunde, zehn Jahre alte, ganz arme Waise an Kindesstatt anzunehmeu, wollen ihre Adreffen anLehrer Levy in Sachseuhageu (Schaumburg) gelangen lasten, der gern bereit ist, Näheres darüber mitzutheilen._[2114 2123] Ein gebildeter junger Mann (Israelit), Inhaber einer guten Geschäfts in Rotterdam, fucht die Bekanntschaft einer jungen hübschen Dame, welche über ein Vermögen von 15 bis 20,000 Mark verfügen kann. Reflectirende werden gebeten, sich unter Zufügung einer Photographie sub A. 8. K. an die allgemeine Annoncen - Expedition von Nijgh und van Ditmar in Rotterdam zu wenden. Discretion Ehrensache. 2119] Von den in A. Hartlebens Verlag in Wien erscheinenden: Julius Verne's Gesammte Schriften. Jllustrirte Volks Ausgabe, vollständig in 100 Lieferungen ä 25 Kr. ö. W. — 50 Pf. sind nun bereits 90 originell illuftrirle Bändchen zur Ausgabe gelangt. Auch die lctzterschienenen Bändchen 81 bis 90 bieten eine sehr interestante Leclüre. NOS NDO Vorzügl. rothe und weisse Weine von M 1 20 p. Fl. an, „ alten Tresterbranntwein ü M. 2 p. Literfl. [2106 incl. Fl. u. Verpackung; in Gebinden billiger, einpfiehlt die Weinhandlung von 8ie§kr.2ioksl, CölnalRh. NB. Wlederverkäufern gewähre ich Rabatt. rrnin nao in prachtvoller Ausführung vorzüglich schön; für Wiederverkäuser zu den allerbilligsten Preisen genügende Approbation. Cöln a/Rhein, Hahnenstraße 35. Wolf TopilowSky, -2126] D'n'D naip Für verschämte jüd. Wittweu «. Waisen in Oberschlesie» sind UNS in der abgelaufenen Woche folgende Spenden zugegangen: Von Herrn L. Beradt in Hannover 8 M. — Durch Herrn Joseph Kahlberg: gespendet von jüd. Bewohnern Uslars am 25. Dec. 1879: 20 M. — Von Herrn Bezirksrabbiner Dr. Salvendi in Dürkheim 15 M. — Von X. in Thorn und besten Pensionäre 4M. — Durch Herrn Paul Fränkel gesammelt in einer Privatgesellschaft: 12 M. 5 Pf. Wir haben wieder einer größeren Anzahl verschämter Mittwen und Waisen in Oberschlesien Gaben zukommen lasten; ihren Dank übermitteln wir auf diesem Wege den edlen Spendern! Die Redaktion. Ein Vorschlag! Die Cigarren-Abschnitte werden bekanntlich seit Jahren zu wohlthätigen Zwecken gesammelt, alljährlich um diese Zeit liest man in den Blättern, daß aus dem Erlöse armen Waisen eine Weihnachtsfreude bereitet worden. Wie wäre es nun, wenn wir Israeliten diese Cigarrenspitzchen zum Zwecke der Unterstützung armer jüd. Waisen und Wittwen ansammelten? Für dieses Jahr wäre es wohl am zweckmäßigsten, den Erlös den jüdischen Wittwen und Waisen in Oberschlesien zugute kommen zu lasten. Wir werden demnächst eine größere hiesige Tabakfabrik als Centralsammel st eile angeben; vorläufig angesammelt! der Redaction. Es sind wegen Ueberfülle des Stoffes wieder mehrere Artikel (darunter einige bereits längere Zeit lagernde) zurückgeblieben; wir bitten die geehrten Einsender um Emschuldigung; wir sind an Raumund Zeit gebunden. Herrn A. 8. in I). Wir danken für Zusendung; vas Gewünschte folgt nächstens zurück; die Auswahl der Predigten für Jahrgang 1880 ist übrigens noch nicht getroffen. Berlin. Dank für schleunige Zusendung des kurzm Berichts über Löwe's muthi» ges Eintreten in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses; allein unsere Leser werden es ausführlicher durch diepolit. Zeitungen erfahren. Magdeburg. Druck von H. Horbach in Barby. Verlag von Robert Friese in Leipzig. Anlage und da, ,Jüd. Literaturblatt- Nr. 3.