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Jüdische Volkszeitung · 1874-12-29 · 52 (29.12.1874) · p. Seite 415

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
1874
Issue
52 (29.12.1874)
Date
1874-12-29
Page
Seite 415 (sequence 5)
Language
German
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rgen^ngewendet werden, welche Nischen Mksammlungen gültig waren. _ Jen nicht Alles gesagt und gelehrt worden!" Ftirt Stegen aus focialistischen Ergüssen von Bürgern merinnew der Vorstadt Belleville und fährt dann fort: r'langte Erlaubniß könnte nur dann ertheilt werden, Fe Antragsteller darauf eingingen, daß jeder Zusammenfn Polizei-Agent beiwohnte. Sie finden das hart; aber es Frankreich schuldig, den auf allen Seiten gähren- Mischen und socialen Leidenschaften einen Damm entustellen; thäten wir das nicht, so würden wir selbst es Derderben entgegentreiben." (Beifall rechts, heftiger Widerlinks.) Pressense: ״Die beredten Worte, welche ich von kribüne zu Gunsten der Unterrichts-Freiheit gehört habe, ünich hoffen, daß Sie meiner Vorlage die Ehre einer ] Lesung nicht verweigern werden. Als von der Lehrsür die ich im Princip auch gestimmt habe, die Rede Ernten Sie keine Hindernisse, und doch ist dieselbe in Anwendung viel complicirter, als die Cultus-Freiheit, )er Staat ist in seinem Rechte, wenn er Bürgschaften ver Rq geo^ Frak werdZ gegen׳ BerM^ Der ״National-Zeitung" ent gende, vom ״statistischen Bureau" veröffentlichte^ letzten Volkszählung in ganz Deutschland. Nach d^ 25,579,709 evangelische Christen, 14,867,463 rön^ lische Christen, 82,155 sonstige Christen, 512,158'!liten, 176 Bekenner anderer Religionen, 16,980 ohne I der Religionen, zusammen 41,058,641>xDavon fallet Preußen 24,639,706, nämlich 15,987,927 Evgngelische n 64,89 pCt., 8,267,862 Katholiken oder 33,55 pEt^ 53,88^ ngt und wir sind gern bereit, sie ihm zu geben; vorerst aber... indelt es sich einfach um eine Principien-Frage. Diese wurde! sonstige Christen oder 0,22 pCt., 325,540 Juden odÄL Frankreich zum ersten Male nach der Umwälzung von 178985 Bekenner allerer Religionen, 4410 ohne A stellt. Bis dahin hatten unsere reformirten Väter in der! der Religion oder 0,02 pCt. Speciell für Berlin stelle ^rgenheit und in der Unterdrückung gelebt, unb als Rabaud nnt-Etienne die Tribüne der Constituante betrat und sagte: ch vertrete ein großes Volk", ergriff Rührung alle Anwesenden; m hinter ihm sahen sie das zahlreiche Volk der Unterdrückten, auf den Galeeren des Königs gerudert, den Weg in die Vereingeschlagen und während hundert Jahren in Wüste- Gottesdienst gehalten hatten. Ja, wir gehören zu offenen der großen Revolution, die eben so wenig ^mber-Morden, als eine religiöse Form nach den selche in ihrem Namen begangen werden werden darf. Wenn man uns heute mit tröstet, so können wir sagen, daß sie die ist, ttu^fvr Programm aufge- Religionsfolam 11p‘ H «tf «ä״ ttc ״i*•. Jibt ein »er auto- und ihr gesehen, wie Gewissen um- Europa ist in ffchwerer Kampf, Lf?c,' ist entfesselt: ^'religiösen Gewissen. Hetzen, wenn ich sagte, lei. Das ändert aber Nichts, der schon viel Unheil ssres, nicht nur An den alten den geachtetsten Demokratien, |t, daß ich jederzeit gegen die Ueber- Riet des Gewissens protestirt, und fistirt habe, wenn sie von meinen «UKgingen." (Beifall.) Cultus- "zlst/der zweiten Lesung des Probehält sich aber vor, die nothigen Garantien in bringen. Brunet und Chesnelong bekämpfen ^-Freiheit, der Letztere vom ausschließlich die Zahlen wie s°lgt: 786,438 ClMen (darunter 7.^ Protestanten und 51.497 KathoWen), 38,015 Juden, 8 Muha? medaner, 25 Buddhisten und 3 Sintoisten aus Japan, 3854 ohne Angabe der Religion. Eine eingehendere Betrachtung der verschiedenen Religionen führte zu^em Resultat, daß m Preußen ortsangehörig^jn^E^^^RA^. ^?1׳ Juden, 20 Muhsamedaner, ZZHM^^^^^Srntorsten, 1 Sonnenanbeter, 13 Zigeuner, 2 Heider^ 14389 Personen unbekannter Religion. - bilden über drei Viertel der Gesammtbevölkerung >״. vinzen Schleswig-Holstein, Pommern, Brandenburg, Sachsen und Haniwver, ferner in den Regierungsbezirken Gumbinnen, Liegnitz^-"Äönigsberg und Kassel; sie überwiegen noch in den Bezirk Minden, Wiesbaden, Breslau, Arnsberg und! katholische Bevölkerung beträgt über drei Viertel der ge ,ämmten in den Bezirken Sigmaringen, Aachen, Münster, Oppelr Köln und Trier, über >>׳ ־־ -׳1— ׳-׳ M iunn unv Lner, über die Hälfte noch in Posen, CobleA Düsseldorf, Bromberg und Osnabrück. Die Juden erreiche!^ in keiner Provinz den Antheil von 5 Procent; am stärksten' sind sie in Berlin vertreten, wo auf je 200,000 Einwohner 875 Juden kommen, mithin fast der achtzehnte Mensch ein Jude ist, während in ganz Deutschland der achtzigste Mensch ein Jude ist. Oels. Die christlichen Geistlichen sind hier wie anderwärts von der Communal-Steuer entbunden. Nun hatte vor einigen Wochen, wie der ״Bresl. Ztg." geschrieben wird, der Prediger der Synagogen-Gemeinde, Dr. Cohn, an den Magistrat ein Gesuch gerichtet, in welchem er bat, ihn ebenfalls von der Steuer entbinden zu wollen. Hierauf ist ein Bescheid erfolgt, wonach das Gesuch in Folge einstimmigen Be- 8.מ0ע - ■ ״ ־״ =״ Neujahr 1875 ab volle Berückschlusses des Collegiums fichtigung findet. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Wien, 18. December. In Bestätigung unserer bezüM lichen Mittheilung meldet man uns, daß die General-Intendanz der Hoftheater die Berufung des Herrn Julius Sulzer Sohn des berühmten Obercantors in Wien, als Orchester Director im Burgtheater bereits genehmigt hat, und daßH Sulzcr demnächst aus Italien zur Uebernahme diese 4■

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