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Jüdische Volkszeitung · 1874-08-25 · 34 (25.8.1874) · p. Seite 267

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
1874
Issue
34 (25.8.1874)
Date
1874-08-25
Page
Seite 267 (sequence 3)
Language
German
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267 1<ז1ג fo bem 4«! H w««0 auf a8 folgt.) zv ft von ben . מ־ in Stute־ ühere Leb- : M jungen hmen unb lt einstch- ־ diesen Bel br. Wise es sich M nstrengunieisen unb i jüdischer :Plan zu . teland in usammen, ) M pflenen einen x Amerika )bitter loci »elanb die ׳ ibgeordnelöJahrm -׳ )weck eine '!ultat ge- . sschließlich leute" die De fte gebegeisterte x werden, , 00 unsere n werden, z ftd^ . 1 unseren - lußenwelt mg aus- ״College" den und '■ ad Freude ©tubiren" '• ,Rabbiner . gm; an ׳ n Amerika Währungen Eschenen ■, sich daoon ) einen belidiesein ,gen sollte״ ׳ auf das einige Zusammenwirken.*) Die Zukunft des Judenthums müsse groß und edel fein, die Heranwachsende Jugend aber müsse auf ihren Bannern noch etwas mehr hören, als das Motto ״Geld und Vergnügen". Der inzwischen zur Einsicht der Vollmachten gebildete Ausschuß constatirte, daß 95 Abgeordnete aus 54 Gemeinden und Vereinen (14 aus Ohio, 7 aus Indiana, 5 aus Missouri; aus Illinois, Tennessee, Kenntucky, Michigan, Louisiana, Georgia je 3; aus Arkansas, Iowa, Virginia und Pensylvania je 2; aus Viscansin und dem Staate Newyork je 1 anwesend seien. Der Schatzmeister theilte mit, daß 40000 Doll, zum Stamm-Capital der zu gründenden Universität gezeichnet und an Jahresbeiträgen 3495 Doll, eingegangen seien. Im Ganzen gehören 55 Gemeinden mit 3000 Familenhäuptern dem Vereine an. Moritz Loth aus Cincinnati,, zum Präsidenten erwählt, begrüßt das ״Concil" als Epoche machend im Fortschreiten des Judenthuins und ״ein Fortschritt im Judenthum gibt den Anstoß zu eineu: Fortschritt der gesummten Menschheit, denn alle civilisirte Nationen haben das mosaische Gesetz als Grundläge ihres religiösen Glaubens angenommen." Die unvollkommene Uebersetzung der Bibel habe Zwietracht und Elend über die Menschheit gebracht (!?); es sei daher für jeden Freund der Humanität und Aufklärung erfreulich, daß jetzt der erste (!) große Schritt geschehen sei, um unsere Religion in ihrer Reinheit und Würde vor das Volk zu bringen: nun werde Licht kommen, wo bisher das Dunkel herrschte, Friede, wo Zwietracht besteht und der Haß werde durch dauernde Liebe ersetzt werden. Dies sei ein glorreicher Tag für Israel . . . und in dem ״College" hoffen wir Rabbi's zu erziehen, deren Weisheit und Beredsamkeit sowohl die neue als die alte Welt erleuchten und unsere Kinder von dem wachsenden gierigen Geist der zu Selbstsucht, Unzufriedenheit, Elend führt, zurückbringen wird (?in desideria!!). Der Präsident des Vollziehungs-Ausschusses erstattet einen Rechenschaftsbericht, in welchem er es als eine Hauptausgäbe und eine heilige Pflicht des Vereins betont, den Israeliten in der Diaspora, welche zu zerstreut leben oder nicht die genügenden Mittel haben, Rabbiner anzustellen, durch Reiseprediger das Wort Gottes, die großen Lehren des Judenthums verkünden zu lassen und ״sie so von tausend Jrrthümern zu retten". Er schlägt die Gründung eines eignen Fonds vor und glaubt, daß wenn jeder der sämmtlichen 50000 an den verschiedenen Gemeinden angeschlossenen Israeliten nur 1 Doll, jährlich beisteuerte, man nicht nur eine jüdische Universität ״vom ersten Range" (!) stiften, sondern auch für Reiseprediger, für Armen- Kinder zur Erlernung von Handwerken u. s. w. sorgen könne. Nach Feststellung einer Geschäfts- und der Tagesordnung für den morgenden Tag trennte sich die Versammlung und ein großer Theil ihrer Mitglieder nahm Theil an einem splendiden Mahl in dem großen Clevelander musterhaft eingerichteten jüdischen Waisenhause. In der zweiten Sitzung, welche durch ein Gebet Du. Tintner's aus Cleveland eröffnet wurde, schlug Dr. Lilienthal eine Art Glaubensbekenntnisses vor (wie es einst 1806 im *)Wir müssen aber bemerken, daß die Abgeordneten und die das ״Concil" beschickenden Vereine und Gemeinden sämmtlich dem Westen, ganz wenig dem Süden und nur drei — (Beth-Zion 70 Mtgueder. aus Buffalo, ״Rodef-Scholem" 85 Mitglieder aus Pittsbürg m Hebrew Society aus. Meadville, 20 Glieder) dem (großen und bedeutenden) Osten angehören, also New-York, Philadelphia, -Baltimore, Boston, dann New-Orleans u. s. w. völlig unvertreten Napoleon'schen Synedrium zu Paris erlassen wurde) des Inhalts: 1) Da wir mit unerschütterlicher Treue und Festigkeit an den einen, untheilbaren (einigen) und ewigen Gott glauben, so glauben wir auch an die allgemeine Vaterschaft Gottes und an eine gemeinsame Brüderlichkeit der Menschen. 2) Wir rühmen und freuen uns der erhabenen Lehre, daß die Redlichen unter allen Nationen, ohne Unterschied des Glaubens, des ewigen Lebens und der ewigen Seligkeit theilhast sind. 3) Das göttliche Gebot, die erhabene Lehre der Bibel: ״Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst" erstreckt sich aus das ganze Menschengeschlecht, ohne Untersaied der Ra^e und des Glaubens. 5) Wir lieben und verehren dies Land als unser und unserer Kinder Vaterland und betrachten es daher als heilige Pflicht, die Regierung aufrecht zu erhalten und zu stützen und das System der freien, consessionslosen Schule durch alle Mittel zu fördern, religiösen Anstalten (den verschiedenen Consessioneir anheimgebend. 6) Wir erwarten die allgemeine Erhebung und Verbrüderung der menschlichen Familie durch die natürlichen Mittel der Wissenschaft, Sittlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Die Resolutionen wurden von der Versammlung angenommen. Lewis Dembitz (Louisville) schlägt vor, 2500 Exemplare der Sabbath-Schul-Ausgabe von Leeser's englischen Bibel anzukausen uno zu vertheilen. Es wurde nach einer lebhaften Debatte beschlossen, 1000 Exemplare der Bibel aus Kosten des Concils drucket: zu lassen. Aus Vorschlag des Du. I. Wise wird der Präsident ermächtigt, einen Ausschuß zu ernennender durch Correspondenz mit Lehrern und Vorstehern, sestzustellen habe: 1) was in der Sabbathschule zu lehren, 2) die Zeit, die jedem Unterrichtsgegenständ zu widmen und 3) die Bücher, welche zu verwenden seien. Auf Vorschlag Am. Kramer's (Cincinnati) wird ein zweites Comitd ernannt, un: zur Errichtung des Denkmals mitzuwirken, welches die B'nai B'rith (einer der jüdischen Freimaurer-Orden, die in Amerika so tvundervoll emporschießen) für ihr lOOjähriges Bestehen, durch den jüdischen Bildhauer Ezekiel fertigen zu lassen beschlossen haben und welches ״die Religionsfreiheit" zur Darstellung bringen soll. Zustimmungs-Adressen von Charleston und Nem-Hasen kamen zur Verlesung. Der letztere Correspondent, R. Weichster, Reverend, erklärt es für ״ein Mysterium", wie bei der heiligen Sache der Erziehung und des Fortschrittes eine geographische Scheidung möglich sei und hofft, der Osten werde nicht lange in dem Verein unvertreten bleiben. Es wird aus Vorschlag Wise's beschlossen, daß jeder, der 1000 Doll, oder mehr zu den Zwecken der Union beisteuert, als Patron des Vereins und als Ehrenmitglied der betreffenden Verwaltung in das Gedenkbuch eingetragen werde und daß man bei einer Gabe von 500 Doll, sich eine durch das zu gründende theologische Seminar abzuhaltende ״Jahrzeit" bedingen könne. E. Wertheimer aus Pittsburg beklagt das Widerstreben einiger Rabbi's gegen det: Verein und seine Zwecke und betraättet die Uneinigkeit und Zwietracht der Rabbiner als einen Fluch. Er bittet die gelehrten Herren den Laien ein gutes Beispiel zu geben und einiger unter einander zu werden in jeder Hemisphäre, zu jeder Zeit! (Fromme Wünsche!) Die Versammlung wurde hierauf zu einer Spazierfahrt

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