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Jüdische Volkszeitung · 1873-07-09 · 28 (9.7.1873) · p. Seite 222

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
1873
Issue
28 (9.7.1873)
Date
1873-07-09
Page
Seite 222 (sequence 6)
Language
German
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222 Handlungen etwas beitrage. Ganz unverständlich bleibt die JF{u1ulf0(lCUl Erklärung, welche der Levir S. 145 in der Chaliznhange-; legenheit abgibt. In der ״Neuzeit" 1870 Nr. 13, S. 1301 ^05. ^tt Amsterdam besteht eine große fabrikmäßig beist die ganze Verhandlung, die ich damals vorgenommen, ׳ Unebene Diamantschleiferei, welche ausschließlich jüdische Arbeiter correct reproducirt. Der Eine der Schwäger gibt nämlich! belchäftigt. zu Protocoll: ״Wie soll ich mich zu einer wissentlichen Lüge! 06^ ״- Auf der von Pilgern vielbesuchten Straße zwischen herbeilassen, es aussprechen, ich will meine Schwägerin nicht : 3׳a^a ״nb vZ^usalem, zil Bal el Wadi, hat der Pascha ein heirathen, wenn ich sie in Wahrheit gern heirathen möchte,! 6^'^os Hotel errichten und mit allem für die Pilger Nöthigen aber u. s. w." Der Andere erklärte: ״Soll ich dafür, daß! versehen lassen; sogar einen -Lchochet hat der türkische Stattich keine Polygamie treiben will und außerdem das bürger-! dort angestellt. liche Gesetz mit Recht sie verbietet, von meiner Schwägerin ^07. Leyden, die älteste und berühmteste holländische angespieen werden?" Ferner Z. 5 v. u. statt ״ist jedesmal j Universität, wo vor 15 Jahren noch keine Juden lebten, benöthig; denn" muß es im Gegentheil lauten; ״diese Erklärung! süchtige Professoren israelitischer Confession: Seitens des Levirs war unseres Erachtens durchaus nicht! Rosenstein, Professor der Naturwissenschaft, und I. E. einmal nöthig, denn re." Ferner habe ich wohl nicht gesagt,: ^oudsmit, Professor der Rechtsgelehrsamkeit, daß meine Gemeinde eine sehr orthodoxe ist, sondern daß zu! ^er ^e^en bcr llltramontanen und ihrer Blätter derselben auch mehrere sehr orthodoxe Mitglieder gehören.: *n rMnkreich feü dem ^aÜe Thiers. Ein Präfect wird S. 177 (letzte Zeile) soll es heißen: ״das Interesse des Ju-^gesetzt aus keinem anderen Grunde, als weil er Protestant denthums, unserer religiösen Angelegenheiten." ]ß'> «»4 ein Wucher Unterpräfect verlor seine Stelle. Wie Ich habe mich wegen meines Unwohlseins um die steno-! ^er dre ultramontanen Blätter redrgirt werden, davon ein graphischen Auszeichnungen in Augsburg nicht gekümmert; als if[ctne* Verspiel aus dem bedeutendsten derselben, dem von ich jedoch am Abend vor meiner Abreise in einer dortigen! bem berüchtigten Veuillot geleiteten ״Univers": ״Die Be- Zeitung las, daß ich den Antrag auch auf Licenz des Reitens! Löhner von Cöln, belehrt uns Vemllot, lassen sich von den gestellt, bat ich die Redaction jener Zeitung, dies zu wider-! "600 Juden, die dort wohnen, an der Na,e herumführen; rufen. So entschieden ich auch gegen das Talm. Jebam. 90 b., "mit Ausnahme von zwei christlichen Mitgliedern besteht der statuirte Erempel protestire und'es als einen Justizmord be-1 "S^ze Cölner Stadtrath - aus lauter Juden." - Risum klage, und so entschieden ich aus diesem, wie aus anderen Ver- >teneati8! Die Wahrheit ist, daß in Cöln 3000 Juden wohanlafsungen gegen die Bitte ,™״ השיבה שופטינו נבראsetze 1msjnen1 ׳mb der Stadtrath, mit Ausnahme zweier Juden, Richter wieder ein, wie vormals" protestire, so entschieden be-! ausschließlich aus christlichen Mitgliedern besteht. Haupte ich auch, rein im Interesse der Wahrheit, daß ich ן jenen Antrag nicht gestellt habe. In meinem eigenen und im! Interesse der Sache selbst bitte ich die Leser, was meine Rej ferate betrifft, sich lieber an die im Jahre 1871 gedruckten als an die jetzt veröffentlichten ״Verhandlungen" zu halten;! nur für jene nehme ich die volle Verantwortlichkeit auf mich, mit Ausnahme der Druckfehler, die ich 1871 ״Neuzeit" Nr. 12, , S. 172 und ״Zeit. d. Judenthums" Nr. 15, S. 308 ver-! merkt habe. vr. A. Wiener, Rabbiner.! (Nachbemerkung der Redaction. Wir haben die ״Verj Handlungen" ebenfalls erhalten. Wir enthalten uns jeder Bemerkung, um der Sache Willen. Feu i 11 c 10 n. David Einhan d. Erzählung von Eduard Kulke. (Fortsetzung.) Zweites Eapitek. ״Weh geschrien", sagte Kele, ״hundert Gulden Münzl Von wannen soll ich so viel Geld hernehmen?" ״Sonsten führen wir Dir Dein Mosche aus Brünn hin- Daß auch die wenigen,! ein", sagte Reb Perez, ״und wenn Du auch meinen mögst, einfachen Worte, die wir in der Schulchan-Aruch-Frage und > daß er untauglich ist, weil er Moschele Krupp heißt, so kann in den Debatten über die Cantorschulen gesprochen, vollständig: ich Dir sagen, daß Du Dich irren thust. Wenn die Gemeinde corrumpirt, fast unverständlich find, nimmt uns nicht Wunder.! will, wird er schon tauglich befunden werden. Man braucht Jetzt sind diese ״Verhandlungen" irrelevant, denn es ist un-!nur ein paar Banknoten unterzulegen, wird er gleich größer möglich, jetzt noch den Beschlüssen über die Berufung der! sein." dritten Synode nachzukommen — und es ist durchaus nöthig,! ״Nein, Reb Perez-Leben! Alles, nur das nicht. Nur daß diese hl. Angelegenheit in anderer Weise und von anderen! nicht auf Brünn hineinführen!" jammerte sorgenvoll die be- Leuten wieder ausgegriffen werden muß.)!kümmerte Mutter.

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