Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 1873
- Issue
- 11 (12.3.1873)
- Date
- 1873-03-12
- Page
- Seite 83 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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) 83 - Tagen des Jahres das sehr zweideutige Lob: ״hakk^ar Üesaam u. s. w. mackdim rachamim l^oges", ״daß Sein Grollen nur kurz, daß Sein Erbarmen Seinem Zürnen vorangehe" lieber wegbleiben. Vom Deuts<k-I8raekitiseken Gemeinäebunäe. Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes an die Cultus-Vorstände der Bundesgemeinden, betreffs Zusendung ihrer Verwaltungsberichte. Verehrlicher Cultusvorstand! ß 1 Punkt 2 der Statuten des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes bestimmt als eine der Aufgaben desselben auch ״gegenseitigen Austausch von Erfahrungen in der Gemeindeverwaltung." Zur Ausführung dieser Bestimmung haben wir beschlossen, aus den alljährlich nach Ablauf des Verwaltungsjahres seitens der Cultusvorstände der Deutsch-Israelitischen Bundesgemeinden erstatteten Rechenschaftsberichten einen Auszug des Mittheilens- und Nachahmenswerthen zu veranstalten und diesen gedruckt jeder Bundesgemeinde zur Kenntnißnahm-׳ zu übermitteln. Wir ersuchen Sie daher, uns zu diesem Behufs den von Ihnen veröffentlichten Rechenschaftsbericht über das Vermaltungsjahr 1872 gef. in 6 Exemplaren (je 1 Exemplar für jedes Ausschußmitglied) baldmöglichst zuzusenden. Ein gleiches Ersuchen richten wir an die Herren Rabbiner und Lehrer, dirigirenden Aerzte von israelitischen Hospitälern, Vorsteher von jüdischen Waisenhäusern, Alters- Versorgungsanstalten rc., welche Specialberichte, bez. Schul- Programme veröffentlichen. Falls Sie jedoch Ihre Verwaltungsberichte nicht dem Druck übergeben, wollen Sie uns auf schriftlichem Wege von den bemerkenswerthesten Daten aus Ihrer Verwaltungssphäre Kenntniß geben. Selbstverständlich könnten wir es nur als zweckmäßig und dankenswerth anerkennen, wenn Sie Ihre Rechenschaftsberichte auch den einzelnen Bundesgemeinden übermitteln würden, und wollen Sie zu diesem Behufs das Mitglieder-Verzeichniß aus unseren diesbezüglichen Bekanntmachungen in den jüdischen Zeitungen ersehen. Hochachtungsvoll Leipzig, den 19. Februar 1873. Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. Moritz Kohner. betreffs Vergütung der Reisekosten an die von ihnen berufenen Cultusbeamten. Verehrlicher Cultusvorstand! Die Wohlthätigkeitscassen der israelitischen Gemeinden werden wiederholt auch von unteren Cultusbeamten — Schächtern, Cantoren, Lehrern — in Anspruch genommen, die zum Antritt oder zur Probeleistung für ein vacantes Gemeindeamt berufen werden.! Da sie oft weder aus eigenen Mitteln die Reisekosten! bestreiten können, noch auch diese seitens des sie berufenden , Cultusvorstandes vergütet erhalten, so sehen sie sich genöthigt, von Ort zu Ort Unterstützungen zu genanntem Zwecke nachzusuchen. Dies ist aber nicht nur unwürdig für die Gemeinden und beschämend für die Cultusbeamten, sondern gereicht auch unseren Glaubensgenoffen und dem Judenthume überhaupt zur Unehre. Es ist an der Zeit, an die Beseitigung solcher Mißstände ernstlich zu denken. j Wir erlauben uns daher, Ihnen zu empfehlen, für die; Folge auch den von Ihnen zu einer Probeleistung berufenen 1 Cultusbeamten, deren Zahl doch immer nur eine sehr geringe, die Mittel zur Reise zu gewähren. Die dadurch verursachte unerhebliche Mehrbelastung des Gemeinde-Etats dürfte kaum in Anschlag zu bringen sein, wenn es sich darum handelt, geregelte, würdige Zustände in unserem Gemeindewesen herbeizuführen. Hochachtungsvoll Leipzig, den 19. Februar 1873. Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. Moritz Kohner. Correjponäenz. Ingekkeim, 3. März. Wir bitten unsere geschätzten Leser, den Auszug aus dem Rechenschaftsbericht der Achawa, Vereins zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen, den wir im ״Jsr. Lehrer"*) bringen, gefälligst zu beachten. Wir fügen demselben an dieser Stelle ^noch einige Worte bei.! Das erste Interesse der jüdischen Gemeinde, die erste! Aufgabe derselben ist — es kann nie genug gesagt und!wiederholt werden — die Schule. Sei sie Religions- oder! Elementarschule: der Bestand und die Blüthe der Gemeinde,! ihre Cultur, oft auch ihr Wohlstand hängt in erster Linie Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes ״w cv־r w t t ״vt w u r.,.r, 3״®r• Lehrer Nr. 6 mit dem Auszug des Achawabean dre Cultusvorstände der deutsch-rsraektffchen Gemeinden,! richts wird mit der nächsten Nummer ausgegeben