Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
- Journal
- Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
- Volume
- 1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 118)
- Language
- German
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108 Noi. La noi nevesiele plängänd Copiilor duc dorul, — Depaiie ’n |ärii siräine pläng $i tata $i ficiorul. Sub cerul nost’ inlunecat Noi n’avem mäcar hora... Cäci jocul desperärei vczi!11 ocbii iuiurora... O^iand. adeseori sfio§i Catäm spre zäri albastre, Si de zärim nori rälacind, Sunt lacrimile noaslre. Iar valul, väntul, fra|i cu noi I$i infioara sänul $i spun de lacrämi cä e plin Oceanu ’ntreg bätränul. Avem un jel de implinit Copil sfänt al credinfei. De dragul lui ne־au ars pe rüg $i mo§ii §i pärin|ii. — Din vremi bäträne, de demuli Gemänd de grele patimi, Doar mängäierea unui vis Noi o stropim cu lacriini. Oberrabbiner Moses Glasner, Cluj. Der Zweck heiligt die Mittel. Dieser bekannte Wahlspruch nichtjüdischer Provenienz ist im Dienste des ״Glaubens der Liebe״ durch Scheiterhaufen und verschiedene grässliche Mordwerkzeuge betätigt und verwirklicht worden. Die moralisch-sittliche Menschheit bezeichnet ihn als verwerflich und unwürdig. Denn der Zweck ist nur subjektive Be- Stimmung, die zu seiner Erreichung gebrauchten Mittel dürfen daher nur zweifellos reine und erhabene, von jedermann als einwandfrei anerkannte sein. Sehen wir nun, wie sich unser תלמוד zu dieser Frage stellt. In ד״ר כגן מ״ס גביר heißt es: גדולה עבירה לשמה ממצור, שלא לשמה oder ״במצור, שלא לשמה״• Ein sündhaftes Vorgehen mit edlem Behufe steht über einer von falscher Absicht geleiteten Wohltat oder zumindest ist es ihr gleichwertig. Die edle Absicht bleibt der süsse Kern, er erleidet keine Einbusse, auch wenn die äussere Schale — die Handlung — von Schmutz umgeben wäre. So könnte ein oberflächlicher Beurteiler glauben. Doch ist dem nicht so. Schon die Kenntnis der Lage unserer verfolgten Talmudweisen muß eine solche Zumutung ausschliessen. Sie, die am eigenen Leibe die Ungerechtigkeit dieser Scheintheorie erfuhren, sie, die ihr Volk liebten, wie sich selber, mußten sehen, wie viel Unheil diese schmachvolle Tendenz über ihr Haupt brachte. Und sie perhorreszierten auch diesen Grundsatz und ließen ihn nur als Ausnähme, unter Berücksichtigung gewißer Bedingungen, zu. Unsere nie veraltende, immer zeitgemässe, ja der Zeit immer vorausschreitende תור,״ק, gestattet den ,Krieg. Es bedarf doch keiner Erwähnung, was ein Krieg im Gefolge hat. Leider wissen wir aus eigener Erfahrung, daß er mit Massenmord und Massenunglück verbunden ist. Was gibt ihm also seine Berechtigung? Die Antwort darauf ist das vom italienischen Volke in