Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
- Journal
- Juedischer Almanach für Gross-Rumänien
- Volume
- 1. Jahrgang = 1922/23 Exemplar LBI
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/7938572-9582826--027-9575371- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
22 Die Juden in Großrumänien. der privaten Initiative überlassen. Aus den ehemaligen ungarischen Gebietsteilen, wo in Erinnerung an den alten Kulturkampf z.wischen Reformierten und Orthodoxen die Beibehaltung der Zweiteilung der Gemeinden als selbstständige Verwaltungskörper propagiert wird, kommt nun die Parole auf Schaffung von Orthodoxen-Gemeindeh in ganz Rumänien. Der rumänischen Regierung, welche im Zusammenhang mit ihrem Konstitutionsentwurfe auch eine Unifizierung der Kultusgemeinden für ganz Grossrumänien plant, scheint die Anregung der Orthodoxen nicht unsympatisch zu sein und als Präludium für die „Religionsgemeinde“ ist eine Konferenz orthodoxer Rabbiner in Bukarest abgehalten worden. Die autonome Kultusgemeinde, die vor dem Kriege zu einer Volksgemeinde auszugestalten geplant war, wird auf diese Weise in zwrei Gruppen gespalten werden und jedes Ansehen verlieren. Ueber die Bedeutung der Juden Grossrumäniens in Handel. Gewerbe und Industrie zu sprechen, würde den Rahmen dieser Arbeit überschreiten und ist besonderer Darstellung Vorbehalten. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung von einer Million Juden in Grossrumänien hängt letzten Endes von der politischen Rechtsstellung dieser Juden ab. Gelingt es, nicht bloss die bürgerliche Gleichberechtigung der Juden als Paragraph in irgend einen Konstitutionsentwurf aufzunehmen, sondern verfassungsmässig gewährleistete Rechte der Juden auch in die Tat umzusetzen, dann ist viel segensreiche Arbeit dieser Juden ,nicht nur für ihre eigenen Stammesgenossen, sondern für ganz Grossrumänien zu erwarten. Das Ziel der rumänischen Regierungen müsste aber sein, nicht bloss die Unifizierung der Gesetze und des Sprachgebrauches, sondern eine Erwärmung der Herzen aller seiner Bewohner herbeizuführen. Die Juden sind loyale Staatsbürger. Die Regierung müsste aber auch an die Wohlfahrt der rumänischere Staatsbürger jüdischer Nation denken. Dr. J. I. Niemirower, mare rabin, Bucure$ti. Probleme evree$ti, Solufiuni evree$ti. Dupä Lazarus, nu existä o chestiune socialä, ci chestiuni sociale. E mai just deci de a vorbi de chestiuni evreesti, decät de chestiunea evreiascä. Cu privire la ritual se pune intrebarea: Cum este posibil de a se observä legile rituale intr’un mediu sträin al Galut-ului modern? Retragefi-vä sub zidipäle noului ghetto, räspund ortodoxii. Dobänditi o tarä evreiascä, mizrachistii-