Die Jüdische Gemeinde
- Journal
- Die Jüdische Gemeinde
- Volume
- 1. Jahrgang = 1926-1927
- Issue
- 5 (15.3.1927)
- Date
- 1927-03-15
- Page
- Seite 139 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Witzige Juden, jüdische Witze von Kari schno* Vielfarbig, gleich dem Licht aus Prismen, das ringsum bunte Fetzen streut, berichten grinsend Galizismen von unsern Leuten ,,unsre Leut". Du aber freust dich mit, mein Bester, dich reizt am Schimpf die Scherzidee. Ob nun der Clown ein Budapester, ob er ein Knabe von W. W. Schmul-Scherze, längst schon eingemottet, verspritzt solch Humorist als Geist. Doch wenn Wer über Juden spottet, nennt er das unerhört und dreist. So, in des Kabarets Umzirkung glänzt der Begabte gern mit Chain und gilt es heitre Beifallswirkung, wird dieser Bruder auch zum Kain. Zionistische oder kommunistische Lösung? von Albert Norden Diesem staatsmännisch-klugen Aufsatz, im Spätherbst 1926 während einer politischen Haft geschrieben lind im Vereinsblatt monistischer Jugend zuerst gedruckt, muß hier die weite Tribüne geschaffen werden. Vor viereinhalb Jahren, im April 1922, schrieb ich in Nr. 2 der „Rundbriefe der radikal-sozialistischen jüdischen Jugend": „... Dieses Volk hat neben den Aufgaben, die es mit allen Völkern gemeinsam hat, die eine: Palästina; und die Exekutive der Kommunistischen Jugendinternationale tut nicht recht daran, diese Aufgabe zu negieren und als nationalistisch abzutun. Denn hier ist die Sehnsucht nach dem Lande der Vorfahren, das sie unfreiwillig verließen; hier muß das Naturrecht gelten, das Besitzrecht am Urväter-Land." Dies war, wenn ich nicht irre, in bezug auf Thesen geschrieben, die vom Exekutiv-Komitee der KJI. anläßlich der Diskussion über die Stellung zu den jüdisch-proletarischen Jugendverbänden aufgestellt waren. 139