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Die Jüdische Gemeinde · 1927-02-15 · 4 (15.2.1927) · p. Seite 106

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Journal
Die Jüdische Gemeinde
Volume
1. Jahrgang = 1926-1927
Issue
4 (15.2.1927)
Date
1927-02-15
Page
Seite 106 (sequence 16)
Language
German
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Bekämpfung wie jetzt weiter geht, werden die Alltags-Juden bald ganz so geworden sein, daß wir beim Geist gebliebenen gegen sie das Hakenkreuz werden erheben müssen, das den versöhnten Konphilistern der völkischen Kulör dann entsunken sein wird. * Nämlich: jüdische Dummheit ist widerlicher (weil perverser) als arische Tumbheit, wie auch arische Herzlosigkeit peinlicher (weil widernatürlicher) ist als jüdischer Mangel an Innigkeit. * Ich liebe nur orthodoxe Juden,... wobei ich an ihren eingeborenen Charakter, nicht ans eingewohnte Ritual denke. Ich liebe nur bewußte Arier,... wobei ich auch weniger das Blond-Blaue meine als ihr Wesen: ihre Musik, ihr Wandern, ihre Innigkeit. Schönste Phantasie für mich: man dürfte eugenischer Diktator sein und einen jüdischen Geist-Kämpfer mit einer Tochter Eichendorffs verbinden. Vielleicht bekämen wir einen Propheten, vielleicht einen Genius der Musik! Orthodoxe allein sind mir lieb: Denn nur sie kennen ihre Grenze und hassen die Bornierung. * Den Zionisten träte ich weit schärfer entgegen, wenn nicht die Argumente ihrer Gegner so oft plattester Gesundermenschenverstand und bei neun von zehn letztens doch nur diktiert wären von konservativem Phlegma. Nach der Art: hier hab' ich seit dreißig Jahren meine Praxis, hier soll sie bleiben. * Die Pose mancher national-deutschen Juden wirkt auf mich komisch, obwohl mich zur Klagemauer von Jeruschalajim vielleicht nicht so viel zieht wie zu den Dörfern der Insel Sylt Einen aber kannte ich, bei dem man an Haarfarbe, Sehart und Stimmlage auf zehn Meilen den Semiten roch. Nie werde ich vergessen, wie Der rhetorisch sich blähte: „Ich verstehe wohl, daß nationale deutsche Jugend jenes alte Schwarz-Weiß in den Reichsfarben vermißt, für das unsere Vorfahren auf den Zinnen Westpreußens gestanden haben . . . Ach ja! * Jüdische Mütter! Es gibt keinen Typus, an dem man die Polarität von Güte und Gutmütigkeit so klar erkennen könnte. Jene, grade bei Frauen eine schöne leuchtende Tugend, ist etwas ganz Stilles, Unzudringliches, Verdecktes. Aber Gutmütigkeit . . . Das ist nichts weiter als eine Not der schlappen Pampse, die sie mehrheitsmäßig zur Tugend erklärt haben, ist diese laute nachgebend ausgezogene Weichlichkeit, die subjektiv häßlich und objektiv gefährlich ist. Jüdische Mütter sind in der Mehrzahl die schlechtesten Pädagoginnen: Denn sie ignorieren oder sabotieren, daß jede Generation 106

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