Die Jüdische Gemeinde
- Journal
- Die Jüdische Gemeinde
- Volume
- 1. Jahrgang = 1926-1927
- Issue
- 2 (15.12.1926)
- Date
- 1926-12-15
- Page
- Seite 40 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Und warum hat man in dieser langen Zeit nichts zustande gebracht? Es ist offenes Geheimnis, daß die Eifersüchteleien zwischen den Mitgliedern des Rats und dem Generalsekretär Ismar Freund ein gedeihliches Arbeiten unmöglich machten. Das Isidorhafte, das im vorigen Heft die Satire eines hervorragenden jüdischen Politikers zeichnete, die persönliche Ranküne, das Raffende ist der Feind des Schaffenden. Freund, unfähig, sich einer Sache unterzuordnen, hat die Konsequenzen gezogen und seine Aemter im Landesverband niedergelegt. Damit ist der Weg zu sachlicher Arbeit für die Vorbereitung des neuen preußischen Judenrechts offen. Es wird sich jetzt zu zeigen haben, ob wirklich nur dieser eine Freund, den man als Asasel in die Wüste geschickt hat, die Schuld am Debakel der preußischen Gesamtgemeinde trägt, oder ob nicht der Rat des Landesverbandes noch mehr Freunde hat, denen, besoldet oder unbesoldet, die schöpferische Kraft mangelt, die erforderlich ist, um eine Zeit des Gärens und Gebärens zu überwinden und zu jenen neuen Gestaltungen zu gelangen, von denen man, mit dem Aufruf zum Pariser Synhedrin, wird sagen können: „Ein großes Ereignis bereitet sich vor, das, ewig denkwürdig, für die zerstreuten Ueberbleibsel aus Abrahams Samen eine Periode der Erlösung und des Glückes eröffnen wird." Hep hep hurra! Zur Chemnitzer Stadtverordnetenwahl veröffentlichte der Jude Heidenheim diese Anzeige — und darf immer noch eine Rolle spielen: itettffft* £tt*ett! £aftt (Eud) burcf) ba£ 9*unbfcf)reiben M 3«ittaloeretrt3 ntd)t »vre machen WäW nicftt bie metftenä mit ben 9fo>ten ftfmmen6e Cifte ber Demottafett, bie eine Ciftenoetbinbung ber bürgerlichen Parteien abgelehnt fjaben. mmu mmtttm ^Önwo $>eibcnf)eiin. Allgemeine Zeitung Chemnitz, Nr. 266, vom 14. November 1926 40