Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 6 (10.2.1938)
- Date
- 1938-02-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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5 »Der Jüdische Herold« ג Eingesendet ohne Verantwortung der Redaktion. Zu Ihrem Artikel vom 27. Jänner 1938 unter dem Titel להסיר מכשיל, der in No. 4 auf Seite 3 Ihrer Zeitschrift abgedruckt war, erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen, dass ich als langjähriger Repräsentant der Firma HENRY OLSEM SONS, LTD., KOPENHAGEN und Fachmann, mich für diesen interessiert habe und Ihnen bestätigen kann, dass die Makrellen wie die Sardinen und der TUNFISCH absolut koscher sind, da alle diese Fischgattungen die erforderlichen Rückenflossen und Schuppen סנפיר וקשקשת haben. Allerdings handelt es sich darum, ob die verschiedenerseits auf dem Mark־ te gebrachten Konserven mit der Aufschrift »Makrellen“ oder Tunfisch“ tatsächlich Makrellen oder Tunfisch beinhalten. Ich bjn bereit, zu jeder Zeit den Beweis zu erbringen, dass die von meiner Firma HENRY OLSEN SONS LTD. KOPENHAGEN unter der Schul zmarke H.O S. hergestellten Makrellen und Tunfische tatsächlich diese Gattungen beinhalten und hundertprozentig למהדרין ק הכהררין koscher sind. E. SEIDMANN, Brno. Ein weiteres ülemorandum des Komitees zum Schutze der Rechte der Süden in Ost» und tllitteleuropa dem Völkerbund überreicht. Genf. Der frühere französische Minister, Senator Justin Godart, überreichte dem Generalsekretär des Völkerbundes, Avenol, Si&MKs■' *־*יי sowie dem Vorsitzenden der 100. Tagung des Völkerbundsrates und Vertreter des Iran Mustapha Adle ein weiteres Memorandum namens des Komitees für Verteidigung der Rechte der Juden in Ost- und Mittel־ europa. Das Memorandum zeigt die letzten Entwicklungen der antisemitischen Verfolgungen in Rumänien auf. Besonders unterstrichen werden das letzte Dekret des Ru. mänischen Arbeitsministers Gheorghe Cuza und die Veröffentlichung des Justizministers von 27. Januar, enthaltend die Motivierung des Erlasses über Revision der Staatsbürgerschaft der rumänischen Juden. Justin Godart lenkte auch die Aufmerksamkeit des Völkerbund* s auf die in letzter Zeit sich wiederholenden Ueberfälle auf jüdische Rechtsanwälte und Studenten in Rumänien und ersuchte um Intervention der zuständigen Völkerbundsorgane. Justin Godart und der Vizepräsident des Komitees Boris Gurewitsch sandten Abschriften des Memorandums an alle Mitglieder des Völkerbundsrates. Busländische und staatenlose Süden dürfen den Verwaltungsorganen der Jüdischen Gemeinden und Organisationen nicht mehr angehören. Die Behörden in Berlin haben alle jüdischen Gemeinden, Organisationen und Institutionen aufgefordert, die ihren Verwaltungsorganen angehörenden ausländischen und staatenlosen Juden auszuscheiden. Es handelt sich um das Verbot für ausländische und staatenlose Juden, Ehrenposten bei jüdischen Institutionen zu bekleiden. Das Verbot der Anstellung und bezahlten Beschäftigung solcher Juden bei jüdischen Institutionen wurde bereits vor längerer Zeit durch ein Dekret ausgesprochen. וואן דיא יודי^ע ררנירונג אפערט פערלאנגע? ורירד אויף 10.000 טר־־יתים! זאלל קיין איינציגער טליה פאבריק אפעיירען דא דיא ערשטט אפכורט פאן ,צמר* ווירד מנשטימט בטשטעטיגט, דען אללע יידען דער גאנצטר יומלכר ויישק ען שרן, דאס דא פיירסטפן אונד שעגשטע מליחים ליעסערט אם ביליגסטען דיא גרעססטע טלית פאבריק "צ מ ר* אין קאשיצע CEMER“״ TALESFABRIK GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארט זפלבסט פרהפלטליך אללפר סאיטפן ספרים פאן אלף בית ביז א ש״ס תפילין, מזחית אונד אללפס וואש נטהטרט צו ספרים בראנזש צו דיא ביליגסטפ פנגרוי פרייזט• Eta Buchhalter שומר שבות der auch eine anderwertige Geschäftstätigkeit versehen kann sucht einen Posten. Adresse in der Redaktion des Blattes. Hlegkegyelmeztek a haldlralfölf hajfai zsldö rendörnek. Szerdän hivalalos közlemenyt adott ki a kormänyzosäg, amelyben tudatja, hogy a komäromi szärmazäsu Schwarz Mör zsido rendörnek, aki szolgälat közben agyonlöttc egy arab rendörtärsät es akit a hadbirösäg a mentöbizonyitekok ellenere nehäny nap elött halälra itelt, kegyelmet adott es a halälos itelatet eletfogytiglani foghäzra vältoztatta ät. Jeruzsälemben jogäszokböl ällö bizottsäg alakult mely keresztül akarja vinni Schwarcz perenek üjrafelvetelet es bizonyitekokat akar szolgältatni amellett, hogy Schwarz önvedelemböl lötte le az arab rendört, aki fegyverrel tämadt rä. tiju, ■nBHnGMWMBHBHBMHHMMU - 248 — triumphiere. Du hast mich entwaffnet durch Deine sanfte, belehrende, überzeugende Rede. Wie ich heute sofort diese leichtsinnigen Vorsätze aufgegeben habe, so werde ich von nun an und weiter über mein Leben nachdenken und es zu veredeln suchen, indem ich ihm einen wahrhaften Inhalt gebe. Ich werde schöpfen aus den Lehren der Weisheit und mit Durst trinken an den Quellen der Wahrheit« »Und Dein Gemahl?« ״Ich werde Rufus zu veranlaßen suchen, ein anderes, besseres Leben zu beginnen. Auch er spottet der Götzen in seinem Herzen und bringt ihnen nur zum Scheine Verehrung entgegen.“ »Es ist wahr, wer der Lüge entsagt hat, kann leichtlich für die Wahrheit gewonnen werden. Trotzdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass Tinius Rufus abiassen wird von den Wegen der Sünde und des Lasters, auf denen zu wandeln seit langer Zeit er sich gewöhnt hat. Auch klebt das unschuldig vergossene Blut vieler edler Männer, Frauen, Jünglinge und Jungfrauen an seiner schuldigen Hand. Allein, es ist keine Sünde so gross, dass sie nicht durch aufrichtige Reue und Busse gesühnt werden könnte.« »Wohlan denn, ich will es versuchen, auch Rufus für die Wahrheit zu gewinnen, ich will durch Bitten und Flehen sein hartes Herz zu erweichen suchen, und wenn er sich weigert, den Pfad der Tugend zu betreten . . .« ״Und wenn er sich weigert?“ ״So werde ich Mittel und Wege zu finden wissen, unsern Ehebund zu trennen. Lebe wohl, Rabbi, Du wirst noch von mir hören.« XXXX1I. Der Kaiser kehrte nach Rom und Tinius Rufus nach seiner Residenz, Cäsaera, zurück, während sich Rabbi Akiba nach U6chah begab. Er fand das ganze Land in grosser Aufregung* AU« Weh sprach nur von dem einen grpesen - 245 - Strahlend in Jugend und Schönheit ging sie ihrem Gatten entgegen, fuhr aber bei seinem Anblicke zurück. ״Mein Rufus,“ rief sie, ״was ist Dir? Bist Du beim Kaiser in Ungnade gefallen? Hat Hadrian Dich zum Tode verurteilt? Dein Aussehen erschreckt mich. Sprich, mein Gatte, laß mich hören, was sich Schlimmes zugetragen!“ ״Dieser Jude," rief Rufus, ״dieser Akiba ärgert mich zu Tode! Was ich sage, widerlegt er siegreich und der Kaiser stimmt ihm zu. Ich möchte mir den Tod geben! Es vergeht kein Tag, an welchem er mich nicht auf das Tiefste beschämt“ ״Ich will Dich von ihm befreien,“ sagte Rufina. ״Du?״ fragte erstaunt ihr Gatte. ״Höre mich an, Rufus. Man sagt, daß ich schön sei, schöner als Andere meines Geschlechts. Das Volk der Ju. den ist nicht unempfänglich für Frauenschönheit, und selbs־: im Alter noch tritt bei ihnen häufig die Leidenschaft zu Tage. Angetan mit meinem schönsten Schmucke werde ich mich zu diesem Rabbi begeben, werde sein Altes Herz in Flammen setzen, die um so verzehrender sein werden, je dürrer der Stamm, an welchem sie emporzüngeln. Ich will nicht Rusina heißen, wenn es mir nicht gelingen wird, den Alten zu einem vollständig verliebten Narren zu machen, so daß er Alles tut, was ich mit süßem Lächeln oder unter heißen Tränen von ihm verlange. So werde ich ihn zu Taten verführen, die ihn lächerlich machen vor den Augen des Kaisers, der Römer und seines eigenen Volkes; dann wird er unschädlich sein, und Du wirst über ihn triumphieii ren. ״Das möchte Dir doch bei diesem Manne schwer gelingen. Er ist ein Philosoph und tugendhaft gar sehr.“ ״Gab es einen weiseren Mann, einen größeren Philo, ■ophen, als Aristoteles? Einst hatte sein Schüler, der jungo Dr• M. Ui ״AKI8A* 5?»