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Der jüdische Herold · 1938-01-27 · 4 (27.1.1938) · p. Seite 6

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
14 (1938)
Issue
4 (27.1.1938)
Date
1938-01-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Hungarian
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6 »Der Jüdische Herold« 6 Eine Antwort dem traditionellen Verehrer der Pressburger Jeschiwah! Auf meinem Aufsatz im ״Jüdischen Herold“ unter dem Titel ״Betrachtungen zum Internatsproblem der Pressburger Jeschiwah“ meldete sich ״Ein traditioneller Verehrer der Pressburger Jeschiwah“ und lies mir tüchtig die Lewiten, indem er mir den schwerwiegenden Vorwurf ins Gesicht schleudert: ich beabsichtigte auf Kosten und durch Herabsetzung der anderen inländischen Jeschiveus, der Pressburger Jeschivah Gönner zu werben, worauf nach seinem Dafürhalten die Pressburger Jeschivah nicht angewiesen sei. Ich bin ganz seiner Meinung und unsere Anschauungen stimmen in diesem Punkte vollkommen überein. Wenn er meinem Aufsatz ohne Voreingenommenheit und mit mehr Aufmerksamkeit durchgelesen hätte, würde er sich eine überflüssige Danaidenarbelt und mir die Mühe einer Replik erspart haben. Ich behauptete nämlich folgendes: ״Das slovakische Judentum bringt materielle Opfer für Jeschiveus, von denen das hierländische Judentum keinen unmittelbaren Nutzen zieht“. Also wohlgemerkt. Ich schrieb nicht ״von denen das Judentum keinen unmittelbaren Nutzen zieht“ auch das schrieb ich nicht ״von denen das hierländische Judentum keinen Nutzen zieht“ sondern ״von denen das hierländische Judentum keinen unmittelbaren Nutzen zieht“, woraus die logische Konseqenz zu ziehen ist, dass lediglich das hierländische Judentum keinen unmittelbaren Nutzen von ihnen hat, hingegen ist das Judentum auserhalb unseres Landes darin nicht inbegriffen. Infolgedessen ist es doch sonnenklar, dass ich auf die ausländischen Jeschiweus hindeutete, die zu uns Delegierte senden. Ich selbst betone ja in meinem Aufsatze den Kontrast zwischen der Pressburger und den übrigen inländischen Jeschiweus, dass während überall die Zöglinge in der Regel das 20. Lebensjahr nicht überschritten haben, in der Pressburger Jeschiwah der überwiegende Teil älter als 20 Jahre ist, somit anerkannte ich doch, dass ohne die Existenz der anderen inländischen Jeschiveus eine Pressburger Rabbinatshochschule undenkbar wäre und keinesfalls prosperieren könnte. Dies will ich zur Steuer der Wahrheit konstatieren. Ein anhänglicher Talmid. Eine Köchin für Bratislava per sofort wird gesucht. 1 — 2 Zuschriften an die Adm. d. BL Briefkasten der Redaktion R. T. Wir bringen gerne ihre Artikel, nur bedaueren wir dafür keinen Honorar geben zu können. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur LEOPOLD QOLDSTEIN GEDRUCKT bei Leopold Goldstein DUNAJSKÄ STREDA. Postschekkonto Nummer 56.255 in Prag Generaluersammlung des Vereines »me« wakscheh Thora“ in Brallslaoa. Dieser Tage fand die 22. Generalversammlung des Vereines Thoralernender Augestellten statt, die bei grosser Teilnahme der Mit* glieder einen schönen und würdigen Verlauf nahm. Der Verein entfaltet nunmehr über 20 Jahre hindurch einen segensreiche jüdisch kulturelle Tätigkeit unter der Leitung des beliebten Vereinsrabbiners Sal. Unsdorfer n. j. Die Wahlen nahmen bei der Generalversammlung folgenden Ausgang: Präses: Ernst Schay, Vizepräses : Emmerich Kohn, Kassier : Wüheim Grünsfeld, Kontrollore: Endre Wetzler und Desider Eckstein, Schriftführer : Gabriel Lieben, Ausschuss: Martin Engel, Karl Katz, Eduard Lebensfeld, Ernst Lieber, Emanuel Reisner, Eugen Schay, Ludvig Ullmann, Ferdinand Zwickel. Ersatzausschuss: Wilhelm Fruchter, Alex Gross, Moritz Goldapfel, Franz Josef Kraus. WIR SUCHEN für sofort 2—3 Jüdische Oberteilherrichter Samstag frei Schuhfabrik B. BREUER Sered 1—2 ülegnyerte a beregszäszi €h. Kadisa a 100 mätermäzsa szdndf. 1928 dvben meghait Beregszäszon Röth Amälia, egy dusgazdag özvegy földbirtokosnö, aki vdgrendeleteben a beregszäszi Chevra javära 100 metermäzsa szdnät, vagy ennek ärät testälta. Az örökösök azonban elfelejtettdk a mi.liös öröksdgböl a Chevränak hagyott erteket ätadni, mire a Chevra Kadisa beperelte az örökösöket Azöta folyt a per, n:ig vdgül a kassai täbla most helybenhagyta a beregszäszi törvdnyszdk itdletdt äs kötelezte az örökösöket, hogy a 100 metermäzsa szdnät, vagy pedig ennek ellenerteket a Chevra Kadisänak, kamatostul megfizessdk. — 238 — nicht er war dazu bestimmt, den Purpur der Gäsaren zu tragen, erst sein Sohn, der ihm viele Jahre später geboren wurde, Marcus Aurelius, mit dem Beinamen Antoninus, sollte das römische Weltreich beherrschen, und auch in die Geschicke des jüdischen Volkes tief eingreifen, wie wir noch später erzählen werden. Der Aufenthalt in Ägypten war dem Kaiser durch den Tod seines Lieblings verleidet worden; er begab sich nach Antiochia. Hier erschien vor ihm Tinius Rufus, der Statthalter von Palästina, um seinen kaiserlichen Herrn zu begrüßen. Zu gleicher Zeit wurde von den Juden eine Deputation, an daren Spitze Rabbi Akiba stand, an den Kaiser geschickt, um sich über die unerträglichen Verfolgungen und Bedrückungen zu beklagen. Der Kaiser empfing den großen Lehrer der Juden sehr gnädig, und nahm seine Klagen huldreich entgegen. Diese gipfelten in drei Punkten : Tinius Rufus hatte die Beschneidüng verboten, er hatte die Feier des Sabbats untersagt, und er ließ die Juden zum Götzendienst zwingen; diejenigen, die sich weigerten, wurden mit dem Tode bestraft. Tinius Rufus wurde zum Kaiser gerufen. In Gegenwart Rabbi Akiba’s sollte er sich wegen der von ihm getroffenen harten Maßregeln verteidigen. ״Sage mir, o Jude,“ hub Tinius Rufus zu reden an, ״Ihr verehrt den einzigen G-tt, den alleinigen Schöpfer von Himmel und Erde; Ihr nennt ihn den Allweisen, den Allmächtigen, Ihr rühmt ihn als den größten Künstler und Baumeisier — und nun sage Du mir, weßen Werke sind schöner, die Werke des allmächtigen weisen G-ttes oder die ^Werke der Menschen? Ohne sich zu besinnen, antwortete Rabbi Akiba: ״Die Werke der Menschen.“ ״Weißt Du auch, Jude," entgegnete Tinius Rufus, ״was Pli sprichst? Können Menschen das Himmelsgewölbe aus- - 239 - spannen, die prächtige Sonne, den lieblichen Mond und die zahllosen Sterne einsetzen, lenken und leiten? Können Mensehen den Erdball gestalten, die Berge anstürmen, die Quellen sprudeln laßen, daß sie werden zu mächtigen Strömen? Können Menschen das Meer hervorbringen mit allen seinen Wundern?“ »Du hast mich gefragt,« antwortete Rabbi Akiba, ״wessen Werke schöner sind, die Werke G-ttes oder die Werke der Menschen. Ich habe darauf behauptet, daß die Werke der Menschen schöner seien. Nicht wollte ich damit sagen, daß Menschen Dinge zu erschaffen vermögen, die für uns außer dem Bereiche der Möglichkeit liegen. Aber in Bezug auf das, was Menschen leisten können, sind die Werke der Menschen schöner. Gestatte mir, o Kaiser, daß ich dies an einem Beispiele nachweise.“ Der Kaiser gestattete es. Rabbi Akiba ging und kehrte bald in Begleitung eines Dieners zurück, welcher ein Bün_ del Aehren herbeibrachte nnd einen prachtvollen Kuchen das Meisterwerk eines Zuckerbäckers. ״Siehe her, o Kaiser,“ sagte der Rabbi, ״diese Aehren sind G-ttes Werk. So hat G־tt sie wachsen laßen. Aber aus derselben Frucht haben Menschen diesen köstlichen Kuchen hergestellt. Der Kuchen ist Menschenwerk. Habe ich nicht Recht, da ich behauptete, die Werke der Menschen sind schöner als die Werke G-ttes?“ ״Warum,“ fragte Tinius Rufus, ״vollziehet Ihr die Beschneidung? Wollt Ihr das Werk des allmächtigen, allweisen G-ttes verbeßern?" »Ich habe mir gedacht,« antwortete Rabbi Akiba, ״daß dahin Deine Frage ziele, und deßhalb habe ich gesagt, die Werke der Menschen seien schöner. Als G-tt der Herr das Weltall schuf, da ruhete er, heißt es in der heiligen Schrift, von allem seinem Werke, welches er erschaffen hatte, fortzuwirken״ Siehe, auch der Mensch ist G-ttes Werk, und der

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