Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 4 (27.1.1938)
- Date
- 1938-01-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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5 »Der Jüdische Herold- 5 וואז דיא יודישע חזגירונג אפערט פערלאנגען ווירד אויף 0.000! טי־־יתים! זאלל קי־ן איילציגער טלית פ^בריק אפע־־ירען דא דא ערשכיט אפטרט פא •צמר* ווירד בעשטימט בטשטעטיגט׳ דען אללע יודען דער גאנצטר ווטלט מיששען שרן! דאש דיא סיילסטען אמד שעצשטיג טליתים ליעפערט אם ביליגסטען דיא נרעססטע טלית פאבריק "צ מ ר* אין קאשיצע CEMER“״ TALESFABRIK GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארט זעלי־סט ערהטלטליך אללטר שארטטן שפרים פאן אלף בית ביז א כ״ש תפילין׳ מזוזית אונד אללעס מאש גטהטרט צו ספרים בראנזש צו דיא ביליגסטע עכגרוי פרייזס. Dr. ISAAK BREUER: Der Juden- Staat u. die Stellungnahme der Gesetzestreuen. Der Redner, der als Schriftsteiler u. Theoretiker der Agudabewegung (Seperate Organisation der Welt- Orthodoxie zweks Wahrung der religioaen Interessen in u. ausserhalb Palästinas) als ein geistiger Führer der deutschen Orthodoxen betrachtet werden kann, beleuchtete das mehr als je aktuelle Thema auf geschichtphilosophischer u. ethisch-religiöser Grundlage, indem er eine intressante Parallele zog zwischen Montesquien u. dem Prophete Jesaias, der Jahrtausende früher die vom französischen Philisophen dreifach (pouwoir legis lotif, und ceire et legislatif) determinierte oberste Staatsgewalt auf G־tt als König, Richter u. Gesetzgeber zurück־ führt. Diese ausschliesslich theokratische Verfassung des neuen jüdischen Staates ist bei der heutigen Zerissenheit des jüdischen Volkes momentan de facto undurchführbar, verpflichtet aber die Gesetzestreuen umso mehr für das sinaitische Ideal zu kämpfen u. ein Minimum an Einigkeit zu erreichen, um wenigstens die öffentliche Heiligung des Sabbates der Eheu Speisegesetze durch zu setzen, hat ja, wie ein Schriftsteller aus gegnerischem Lager richtig bemerkte mehr als die Juden den Sabbot, der Sabbot das Judentum behütet. Nicht der Staat der zweimal zu Grunde ging, sondern das durch des Thoragesetz organisierte jüdische Volk hat das Milieu geliefert, aus dem Profeten u, Gesetzeslehrer hervorgingen u. das auch den geistigen weiterbestand allein verbürgen kann. Deshalb dürfe der neue Staat nicht die Totalität auf seine Fahne schreiben sondern in demokratisch-liberalem Sinne das jüdische Volku. Kulturleben im Sinne der Thora ungehemmt sich entfalten lassen. Als die Hasmonäer Könige sich auch der Hohenpriester würde sich bemächtigen wollten, haben sie zu früh ein Ideal verwirklichen wollen, das, wie der Profet es weissagte, für das Ende der Tage der messianisches Zeit Vorbehalten bleibt. Mit einen Appell an Jeden einzelnen aus der Reserve der Neutralität heraus zu treten, um tatkräftig an dem materiell-geistigen Aufbau des neuen jüdischen Staates schon im Interesse der Jugend mit zu wirken, schloss der an gedanklicher Anregung überreiche fast zweistündig Vortrag, den das zahlreiche Publikum mit stürmischen Beifall quittierte. Prof. m. Sf. NAMESTOVO. Am 16 Januar wurde bei der orfh. isr. Kultusgemeinde die Repräsenianrenwahl obgehallen. Es wurden gewählt Dr. Weiss, Dr. Schlesinger, Guttman, Kubicsek. Kuffer, Kahan, Stastny und Vorhand, ferner aus dem Bezirke: Klopstock, Unger, Sugar und Frey aus Hruütin. Auch wurde auf Veranlassung des Herrn Bezirksrabbiners schlita der Sohn des Leleser ש״צ ומ“צ נ“י Namens. מהו׳ משה Rosenberg ני als שו״ב akceptiert. Verbindungen zwecks Heirat werden durch eine seriöse Heirats- Vermittlung in der CSR, welche in 1—5 den besten Kreisen des IN- UND AUSLANDES eingeführt ist, angebahnt. Interessenten schreiben unter ״strenge Diskredition" an die Expedition dieses Blattes. STAMPIGLIEN SIEGELMARKEN, 53 SCHABLONEN, 'S DRUCKAPPARATE S FÜR SCHAUFENSTER -M Billige Preise. א» PROMPTE LIEFERUNG! C Josef WeissJ Braflslaoa Laurinska 16-DieIna Dunajska 86 — 240 — Geist, der ihn auszeichnet vor allen anderen Geschöpfen, ist ein Geschenk des allmächtigen, allweisen G-ttes. Was der Mensch mit seiner kunstreichen Hand, angespornt durch seine geistige Kraft, vollbringt, ist ja auch G-ttes Werk. G-tt hat ihm die Befähigung verliehen, aus den Stoffen, welche die Welt ihm bietet, neue Gestaltungen hervorzurufen. Schön ist der Marmor, den G-tt hat werden laßen, aber schöner ist das Gebilde des geistvollen Künstlers, welcher dem Marmor die Formen der Schönheit verleiht. Aus Farbstoffen, welche die Erde bietet, oder die aus Pflanzen bereitet werden, zaubert der Künstler ein Bildwerk auf die einfache Leinwand, welches alle Beschauer entzückt. Aus Holz und Stein und Mörtel führt der Baumeister einen Palast auf, in welchem Könige und Kaiser mit Behaglichkeit ihr Lehen genießen. Wir können uns in den Flachs oder in die Wolle der Schafe nicht kleiden. Erst des Menschen kunstfertige Hand verfertigt daraus Gewänder, welche unsere Blossen bedecken, uns gegen die Unbill der Witterung schützen, die menschliche' Schönheit erhöhen, Kaisern und Königen Würde verleihen. Durch die menschliche Kunst wird das Fleisch der Tiere, werden die Früchte des Feldes geniessbar und wohlschmeckend zugleich. So hat der allmächtige G-tt die Fähigkeit verliehen, das, was er erschaffen, fortzuentwickeln. Uns Juden, dem Volke, dem er sich offenbart hat, hat Er Gesetze und Vorschriften gegeben, durch die es uns möglich gemacht wird, unseren Geist zu läutern, unseren Körper dem Geiste dienstbar zu machen, wie es in der heiligen Schrift heisst: Das Wort G-ttes ist geläutert, ein Schild ist Er allen denen, die auf Ihn vertrauen.— Die erste Stufe der Leiter, die da gestellt ist auf die Erde, und deren Spitze in den Himmel ragt, ist die Beschneidung. Sie ist das Zeichen des Bundes, den G-tt mit unseren Voreltern geschlossen. Am achten Tage nach seiner Geburt muss das männliche Kind jfi dielen Bund •ingeführt werden, damit es das Bundeszeichen - 237 - Dieses Gelübde schien Hadrian wohlgetan zu haben. Mit festem Schritte ging er wohl eine halbe Stunde auf und nieder. Dann befahl er, den Geheimschreiber Heliodor zu rufen. Der Grieche brachte zu Papier, was sein Herr ihm diktierte. Es war nichts Geringeres, als daß die Welt von nun an in Antinous einen neuen G-tt zu verehren habe. Dem Gegenstände der widernatürlichen Lüste des Kaisers sollten Tempel errichtet, sollten Opfer dargebracht werden, zu ihm sollte die geknechtete und törichte Menschheit ihre Gebete emporsenden! Und so geschah es in der Tat. Die ersten Künstler des Reiches wetteiferten in der Herstellung der Antinous Bilder die in den neuerbauten Antinous Tempeln aufgestellt wurden. Einige Wochen nach den erzählten Ereignißen genas Rabbi Akiba von seiner schweren Krankheit. Er beeilte sich, zu Paula Beturia zu gehen, und seine Schuld zu be־ zahlen. »Verzeihe,« sprach er, ״daß ich den Verfalltag nicht eingehalten; schwere Krankheit hatte mich aufs Lager geworfen.“ Bei diesen Worten ließ er durch zwei seiner Schüler die schuldige Summe ihr überreichen. Sie aber wies das Geld zurück und sprach .׳ ״Dies Geld gehört Dir, Dein Bürge hat bereits Deine Schuld bezahlt." Und sie erzählte ihm Alles, wis sich ereignet hatte. xxxx. Kaiser Hadrian hatte nach dem Tode seines Lieblings Antinous den Bitten seiner Gemahlin nachgegeben und den Prätor Lucius Aureüus Verus als Sohn adoptiert. Aber Dr. M. Lehmao: *AKIBA« 57.