Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 4 (27.1.1938)
- Date
- 1938-01-27
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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4 ידהסיר מכשול! Seit jeher wird in streng religiösen Kreisen Sardinien ohne Bedenken genossen. Selbst die frömsten Reisende u. Bachurim benützen diese sehr gerne. Nun werden in letzter Zeit die sögenanten Makarellen in allen Geschäfte in ähnlicher Packung verkauft. Da die Makarellen wirklich gut sind, keine Schuppen u. Gräte haben, werden sie von Publikum gerne gegessen u. ohne Bedenken gekauft• Weil man gewöhnt ist, Sardinien als koscher zu betrachten. Es ist wohl wahr, dass man Sardinien מבלי השש gemessen darf, weil die Schuppen dies bewiesen. Ganz anders ist es mit den Makarellen. Es kann sehr leicht möglich sein, dass diese gar keine koschere Fischarten sind. Ich habe mich bei Fachmänner diesbezüglich informiert u. erfahren, dass die Marke »Japan“ überhaupt nicht koscher ist. Die anderen Sorten zweifeihaft. Es wäre am Platze, dass die competenten Kreise sich dafür interessieren sollen. M. Graus. ORIPPE BAZILLFN dringen in unseren Organismus ein und rufen dortselbst einen Entzündungsprozes — die Grippe hervor. ALPA — Franzbranntwein mit den Erregern in Berührung gekommen, tötet die Erreger und spült die Bazillen aus unserem Organismus fort. Folglich der beste Schutz: Ohne Bazillen — keine Grippe 1 Deshalb verschreiben Aerzte oft: Alpa 1 Alpa — Franzbranntwein gibt es nur in plombierten Originalfiaschen 1 Achten Sie darauf! Die rumänischen Süden in Amerika ap■ pelfieren an König Earol. Auf einer vom Verband rumänischer Juden in Amerika abgehaltenen Konferenz wurde eine Resolution angenommen, in der die ״jüdisehen Beiträge zu Rumäniens Wohlfahrt“ angeführt werden und an König Carol der Appell gerichtet wird, sich für die verfassungsmässigen Rechte der Juden in Rumänien einzusetzen. Einer der Redner war Basil Alexander, der Präsident der »Söhne Rumäniens“, einer christlichen Gruppe, die gleichfalls ein Telegramm an König Carol sandte. Auf der am 16, Januar abgehaltenen Tagung des American Jewish Committee, die sich mit der Lage der Juden in Rumänien befasste, wurde eine Resolution angenommen, in der die vom State Department unternommennn Schritte gewürdigt werden. Keine staatlichen Subventionen für Jü« disdie Gemeinden mehr. Bukarest. ״Viitorul“ und “Timpul" veröffentlichen eine Mitteilung des Kultusministeriums, wonach im neuen Budget des Ministeriums keine staatlichen Subventionen für jü dische Kultusgemeinden enthalten sind. (Die früheren rumänischen Regierungen haben jährlich einen staatlichen Zuschuss für die religiöse und kulturelle Tätigkeit der jüdischen Gemeinden in das Budget eingestellt. Dies entsprach der Verfassung und den Minderheiten-Verträgen. Anfänglieh betrug diese Subvention 10 Millionen Lei im Jahre, was aber lange nicht dem Verhältnis der Subventionen für die übrigen Kirchen im Lande entsprach- Jrotzdem wurde die Summe alljährlich »Der Jüdische Herold« herabgesetzt, und sie betrug i• J. 1937 1 Million Lei (166.000 Kc. oder 1200 Pfund). Wenn nunmehr auch diese, lediglich ״symbolische“ Subvention für die jüdischen Gemeinden gestrichen wird, so bedeutet dies eine eklatante Verletzung der rumänischen Verfassung und der Minderheiten Verträge direkt.) Erste Ausweisungen ausländischer Su• den aus Rumänien. Budapest »Az Est“ meldet aus Bukarest, dass bereits mit der Ausweisung ausländischer Juden aus Rumänien begonnen worden ist. Als erste wurden auf Anordnung des Arbeitsministers Georghe Cuza 600 polnische, jugoslavische und cechoslovakische Staatsbürger ausgewiesen; sie werden das Land in kürzester Zeit verlassen müssen. BELGRAD. Der Korrespondent des New Yorker »Jewish Morning Journal“ Salomon Itzchaki, der auch die Warschauer Zeitungen ״Hajnt“ und »Nasz Przeglad“ in Bukarest vertreten hat, ist aus Rumänien ausgewiesen worden. Er musste das Land sofort verlassen und ist bereits in Belgrad eingetroffen. Itzchak ist griechischer Staatsangehöriger. Rumänische Verhältnisse. Zu Tasnäd entwickelte sich die Jeschiwa in den letztern Jahren soweit, dass sie heute beinahe die grosse in Rumänien ist. Nun bekam das Zilaher Comitat (zu weichem Tasnäd gehört) einen neuen Prefekt der etwas weniger als ein Judenfreund benannt werden könnte! Er gab den Erlass das Bes Hamidrosch und ״Mensa“-Gebäude behördlieh zu schiiessen. Es verwahrte sich dagegen, nicht nur die Jeschiwa und jüd. Gemeinde, sogar die Christliche Einwohnerschaft des Ortes auch mit der Begründüng, dass ganz Tasnäd von die hunderte Talmudschüler lebt. Dies alles nützte aber nicht. Im Gegenteil der Prefekt verschärfte seinen Ukaz, dass jeder jüdisch ausse• hender Passant in den Strassen Tasnäds geschlagen und insultiert werden soll. Der Oberrabbiner des Ortschaftes, der Tajtesz Jeschiwe Sr. Ehrw. Markus Briszk, hatte einen Ausdauer, liess die Bocherem nicht nach hause fahren, sondern unterrichtette im grossen Tempel und wurden 10—12 Tage Privat verköstigt. Nun gelang es gestern mit G-ttes Hilfe, dass das Ministerium die behördlich verschlossene Jeschiwa Gebäuden öffnen liess am diese ihren heiligen Zweck weiter wie bisher, dienen sollen. Der Prefekt bekam vom Ministerium seine verdiente Rüge mit der Anweisung dass religiöse Angelegenheiten gehören direkt d. Kuliusministerium zu und nicht den Prefekt. Überprüfung der Anwelteregister doch schon begonnen. Aus Jassy ist die Nachrieht eingetrollen, dass dort 160 jüdische Rechtsanwälte aus der Advokatenkammer ausgeschlossen wurden. Auch in Bukarest hat unerwarteterweise die Überprüfung der Anwälteregister begonnen, 13 jüdische Anwalte wurden eliminiert. Ein Araber wegen unerlaubten Waffenbesitzes zum Tode verurteilt. Jerusalem. Das Militärgericht verurteilte einen Araber wegen unerlaubten Waffenbesitzes zum Tode. — Die Polizei verhaftete Hasan el Khaldi, einen angesehenen Führer der palästinensischen Araber. — hu Zu¬ 4 er hilft rasch und dauernd Eine Packung K£ 22*50, ausreichend für ein Monat. Gvatia Muster sendet HERW.A־DtPOT, Prag II., 853|1-|17י sammenhang mit wiederholten Anschlägen auf der Bahnstrecke Haifa-Lydda führte eine Militärabteilung in Tulkarem und Umgebung eine gründliche untersuchung durch. Zahlreiche Personen wur den verhaftet. In der Umgebung von Jenin wurde auch rund 20 Personen verhaftet. JERUSALEM. Am Freitag, den 21. Januar mittags verkündete das Jerusalemer Militärgericht das Urteil gegen die beiden jungen kurdischen Juden Abraham Aziz Jacob und Elijahu Brunn, die des unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt waren. Der 17jährige Jacob und der 19jährige Brunn wurden zu je fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Bekanntlich haben Zeitungen in Prag, Wien und anderswo gemeldet, dass die beiden Juden zum Tode verui teilt und auch hingerichtet wurden. Diese Meldung hat sich nun nicht bestätigt. Aber auch die Verurteilung zu fünf Jahren Gefängnis wird von den Juden Palästinas als ausserordentlich hart empfunden. Jacob und Brunn wurden nicht etwa waffentragend aufgegriffen, auch konnte man ihnen nicht nachweisen, dass sie in die Kämpfe in Palästina sich einmischen wollten, sondern durch einen unglücklichen Zufall kam es heraus, dass die beiden im Besitze eines Revolvers waren. Brunn war mit der Reinigung seines Revolvers beschäftigt, als dieser sich entlud und eine Kugel Jacob verletzte, der ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auf diese Weise kam die Angelegenheit zur Kenntnis der Polizei. Jüdische Religion aus den Schulen verbannt. Bukarest. Das Unterrichtsministerium hat angeordnet, dass die Rabbiner den Religionsunterricht nicht mehr In den Schuten, sondern nur ausserhalb, in eigens dazu bestimmten Räumen oder in der Wohnung, erteilen dürfen. London. Reuter meldet aus Bukarest, es sei zu erwarten, dass das Verbot des Schächtens in Bukarest ähnliche Massnahmen im gesamten übrigen Rumänien nach sich ziehen werde. Süden verlieren das Wahlrecht in Ru• mänien ganz. Basel. Schweizerische Zeitungen reproduzieren eine Meldung der der Regierung Goga nahestehenden christlich-nationalen Zeitung ״Porunca Vremii״, wonach die Juden an den kommenden rumänischen Wahlen weder aktiv noch passiv teilnehmen dürfen. Das Blatt schreibt: »Endlich ist das letzte Juden- Parlament aufgelöst. Vom 2. bis 6. März wird das Land das neue Parlament wählen, das erste Parlament der Rumänen in Rumänien. Diesmal wird kein Jude daran teilnehmen, weder als Wähler noch als Wahlkandidat,"