Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 3 (20.1.1938)
- Date
- 1938-01-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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3 »Der Jüdische Herold« 3 TOPOLÖANY. In dem Vorstande der Chewra Machsike Tora wurden folgende Herren wiedergewählt: David Löwber, Herman Linkenberg, Salamon Katzburg. Chune Friedmann Hirsch Kornfein, Hermann Friedmann Ed. Schlesinger Emanuel Link H. S. Friedmann Moritz J. Schenk, Mord. Zarkover und neugewählt wurde Herr Moritz Hochberger. WIEN. Vom Bundeskanzleramte wurde als Spende des Bundeskanzlers Schuschnigg für die Wi ־!terhilfe der Kultusgemeinde ein Betrag von S 10.000.- übermittelt. BUKAREST. Die jüdischen Journalisten B. Causnskyni und I. Huni in Jassy sind wegen ״Verbreitung beunruhigender Nachrichten“ verhaftet worden: sie werden vor ein Mililärsgerich gestellt. Not der Juden in Rumänien steigt. Bukarest. Der Sonderkorrespondent der Jüdischen Telegraphen Agentur konnte feststellen, dass in der Bukowina, in Bessarabien und in der Moldau-Provinz bereits eine Flucht :der Juden aus den Dörfern in die Städte eingesetzt hat. Die Situation der Juden in den Dörfern hat sich dadurch, dass die Bauern die Erklärungen Gogas und Cuzas, es werde den Juden nicht länger erlaubt sein, auf dem flachen Lande zu leben, allzu wörtlich nehmen, gefährlich gestaltet. In mehreren Distrikten verhandeln die Bauern bereits untereinander über die Aufteilung des jüdischen Besitzes in den Dörfern; sie warten nur noch auf die Veröffentlichung des ihnen versprochenen Gesetzes, das den Juden das Wohnen in den Dörfern verbieten soll, um von dem jüdischen Eigentum Besitz zu ergreifen. Die drohende Haltung der Bauern in diesen Distrikten macht es den Juden unmöglich, länger in den Dörfern zu verbleiben. Die führenden jüdischen Persönlichkeilen in Bukarest nehmen an, dass zumindest 20.000 jüdische Familien mit etwa 100.000 Seelen, di• seit Generationen auf dem flachen Lande leben, schon sehr bald die Hilfe der Jüdischen Gemeinde in Bukarest werden in Anspruch nehmen müssen. In diese Zahl inbegriffen sind die jüdischen Gaststättenbesitzer, denen die Lizenzen entzogen werden sollen. Es ist geplant, in einer Anzahl von Provinzstädten Notausspeisungen für die jüdischen Flüchtlinge einzurichten. In Gebäuden jüdischer Institutionen und auch in Privathäusern werden provisorische Schlafstätten für die Flüchtlinge eingerichtet. Da die meisten dieser Flüchtlinge geschulte Landwirte sind, hoffen die jüdischen Führer in Rumänien, dass die zentralen jüdischen Organisationen im Auslande in die Lage sein werden, die Transferierung in Länder zu bewerkstelligen, in die qualifizierte landwirtschsftliche Arbeiter hereingelassen werden. Man schätzt, dass — falls sogar keine andere Massnahmen als die Entfernung der Juden aus den Dörfern, die Zurück- Ziehung der Schank- und Tabak-Lizenzen und die Widerrufung der Arbeitsbewilligungen jener Personen, denen die Staatsbürgerschaft aberkannt wird, ergriffen werden etwa 200.000 Juden in Rumänien auf jüdische öffentliche Hilfe angewiesen sein werden. וואז דיא יודישע רדגירונג אפערט פערלאגגען ווירד אויף 10.000! טי־יתים אייגציגער טלית פאבריק pp זאלל אפערירען דא דא ערשטט אפטרט פא .צמר, ווירד בעשטימט בעשטעטיגט" מגן אללט יודען דער גאנצער וימלט ורסס מן שדן, דאס דיא פייהשטען אונד שענסטמ טליתים ליעסערט אם ביליגסטען דיא גרעססטע טלית 6אבריק .צ ם ר* אין ק^שיצע TALESFABRIK ״CEMER“ GEBRÜDER Z S U P N I K, KO$ICE דארט זעלבשט ערהעלטליך אללער סארטפן ספדס פאן אלף בית בין א ש״ס תפילין, מזוזיו! אונד אללעס וואש געסערט צו שסריס בראנוש צו דא נ־יליגסטס ענגרד סדיזמי DIE NEUWAHLEN bei der Nitratr ort. Gemeinde sind in voller Ordnung verlaufen und haben folgendes Ergebnis: Mitglieder der Repräsentanz Julius und Heinrich Schlesinger, Bernat Steiner, Adolf Stark, Josef Hönigber, Aiezander Spitzer, David Fischer, Armin Ehrenfeld, Emanuel Dirnfeld, Alexander Zobel, Rafael Fach, M. Nagel, Adolf Kobn, A. Steinberg, Maxmilian Bogyansky, Arnold Grossmann, Natan Braun, Jakob Reichenihal, Izor Vajda, Isr. Holländer, M. Goldstein, Isidor Bock, Weiss, Lederhändjer, Alexander Rosentahl, Ungar Adolf, Bäckerei, Ungar Adolf, Wilsongasse, Julius Schick, Heinrich Gratzinger, Philipp Weiss, Oskar Freund. Anlässlieh der Neukonstitutierung des Vorstandes wurde der bisherige verdienstvolle Präses Julius Schlesinger einstimmig wiedergewählt, der bereits seit vielen Jahren an Seite des verdienstvollen Leopold Weiss s. A., die Agenden der Gemeinde zur allgemeinen Zufriedenheit geleitet bat. Gewählt wurden ferner: zum Vizepräses Josef Hönigber, Kultuschef Moritz Nagel. Schulstuhlvorsitzender Maxmilian Bogyansky, Kassachef Rafael Pach, Kassier j. H. Weiss, Wohltätigkeitschef Adolf Stark, Oekonome Adolf Ungar, und Jakob Reichen- ’thal, Kontrollore Armin Ehrenfeld und Heinrich Schlesinger. NY1REGYHÄZA. Am 16. d. M. wurde die Wahl der Talmud Tora durchgeführt unter der Leitung des Wahlpräses Herrn Izrael Springer weicher folgenden Resultat brachte: Präses: Samuel W. Schreiber. Vizepräses : Lazar Heller. Kontrollor : Isidor Kipferstein. Kassier : Lazar Katz. Gabboim : Israel Springer u. Herman Bleich. Sekräter : Moritz Blau. Ausschusmitglieder : Ad. Friedmann Miksa Glattstein, Zoitan Goldman, Fülöp Klein, Isidor Eisenberg, Szekiel Fieischmann, Jenö Hönig, Josef Klein, Herman Reich, Adolf Rosenwdsser, Jakob Leimsider, Jakob Schatten, Lajos Pavel u. Lajos Weiss Rechnungskommission: Ferenc Braun, Gabor Gross u. Ferenc Herbst. NYIREGYHÄZA. Die hiesige Chtwra Thilim die unter der Leitung des Herren Präses Adolf Rosenwasser u. Vizepräses Jenö Blau sehr schön leistet, ganz besonders 1m Gebiet der גמילות הסדים vtranstaltete am מוש״ק בשלח eine sehr geiungene מלוה דטלכא als alljährliche הבר“ סעודה an welche über 150 Mitglieder bis spät in der Nacht teilnahmen. Das Reinertragniss wird auf צרכי שבת וגח״ת Zwecke verwendet. Es hielten Ansprachen Herr Rabbiner Scholem Wieder u. Seitens des Vereines Herr A. Farkas. BUDAPEST. In der rassenschützle־ rischen Zeitschrift ״Gyözünk" hatten Karl Machay und Otto Schoner jun. zwei Artikel veröffentlicht, in denen sie heftige Angriffe gegen die Juden richteten Der Gerichtshof verurteilte beide, sowie den Herausgeber des Blattes wegen konfessioneller Aufreizung zu einen Monat bezw. 14 Tagen Arrest. & SCHÄCHTEN IN BUKAREST VER- BOTEN. Der Oberbürgermeister von Bukarest hat angeordnet, dass in den städtischen Schlachthäusern das Schächten von Vieh nach jüdischem Ritus nicht mehr vorgenommen werden soll. Ehe An- Ordnung des Oberbürgermeisters stützt sich auf keinerlei Gesetz. JERUSALEM. Am Montag, 17. Januar ist ein vom Toten Meer in der Richtung nach Jerusalem fahrends Lastauto der Palestine Potash Company von Arabern beschossen worden; der jüdische Chauffeu wurde verletzt. Auf den Bürgermeister von Nablus, Abdul Razak Tukan ist zum dritten Mal ein Mordanschlag verübt worden. Arabische Terroristen beschossen das Haus des Bürgermeisters von verscheiedenen Seiten, sie wurden jedoch von seiner Leibwache, die seit dem letzten Attentatsversuch das Haus ständig bewacht hält, vertrieben. Tukan ist einer der Führer der arabischen Nationalen Verteidigungspartei Nashasibis. Der ״Times“-Btrichterstatter in Beirut meldet, dass an der syrischpalästinensischen Grenze eine Bande festgenommen wurde, die Waffen für die Terroristen in Palästina zu scamuggeln pflegte. An der Küste wurden grosse Mengen Munition und zahlreiche Mauser-Gewehre beschlagnahm!, die nachts a auf Schiffen nach Palästina hätten gebracht werden sollen. Das erste Batalion des Manchester Regiment ist von Cairo nach Palästina abkommandirt worden. Ein Sude wegen Flaggenperkaufs Verurteilt. Prag, Nach § 4 des Blutschutzgesetzes im Deutschland ist Juden das Hissen der Reichsunt Nationalflagge und das Zeigen der Reichsfarben verboten. Jetzt hat eie Gerichtsurteil entschieden, dass der Verkauf von Fahnen u. Symbolen der NSDAP durch Juden ebenso strafbar ist wie das Hissen und Zeigen der Fahne, wenn auch das Gesetz den Verkauf nicht ausdrücklich erwähnt. Der Riehter ging davon aus, dass e*n Hissen und Zeigen der Flaggen durch Juden »eine die Ehre der Bewegung verletzende Handlung“ ist; eine gröbere Herabwürdigung dieser Symbole geschehe, wenn sie von Juden als Handelsobjekt benutzt werden. »Man muß daher auch in dem Verkauf der Fahnen und Symbole durch Juden eine die Ehre der Bewegung und damit des Deutschen Volkes verletzende Handlung erblicken. Das Urteil sprach demgemäss die Bestrafung des Angeklagten und die Einziehung eines grossen Bestandes an Fahnen und Flaggen aus. In unserer Buchdruckerei findet ein slovakisch-deutsch-ung. KOMPRESS-SETZER sofort Kondition,