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Der jüdische Herold · 1938-01-13 · 2 (13.1.1938) · p. Seite 3

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
14 (1938)
Issue
2 (13.1.1938)
Date
1938-01-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Hungarian
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3 NACHRICHTEN KALENDER, סיימת בשלה ש‘ שירה הסט־ ודבורה שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 4.0רי Schabbos-Ausgang 5 15 mm oooooooo פרשת 'תרו הסט׳ בשנת מות הםי)ך שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 4.15 Schabbos-Ausgang 5.25 pooccogg GITTA GRÜNBAUM MIKSA MELZER Dunajskä-Streda Verlobte Wir gratulieren herz, unseren perdienst pollenVorstandsmitglied Iü i k s a lüelzer anlässlich seiner Verlobung mit Fräulein 6itta ®rünbaum in Dunajskä Streda HSUDES SISROeh Sugendgruppe in Dun. Streda. Zur Verlobung des Herrn Iü a x ülelzer Vorstandsmitglied unseres Vereines und des Herrn Ignatz Schultz gratulieren u. wünschen herzlichen rüasel Tow IüHCHSlKe THORH Sugenduerein Dun. Streda. NITRA. Am Schabbos Parschas Woeiroh fand hier eine Besprechung der hit« sigen ehemaligen Taimidim des Nitraer Raw schlitoh unter Teilnahme auswärtiger Chawerim statt, und wurde die Einbeiufung der 3. Asifas Talmidirn auf Parschas Socheur beschlossen. Ein Vorbereitungscommit6 wurde eingesetzt, das sofort Schritte unternommen hat, um eine evtl. Bahnermässigung von der Eisenbahndirektion zu erwirken. Die Einberufung der Asifoh hat bei den Taimidim grosse Befriedigung erweckt, wie bereits eingelaufene Schreiben vieler Taimidim zeigen. Die Taimidim werden gebeten, ehestens Ihre genaue Adresse bekannt zu geben, vor allem diejenigen, die an Orten wohnen wo keine Talmidim Gruppe besteht. PIE&TANY. In der Jahresversammlung der JeSurongemeinde, die am 18. Dezember v. J. bei gutem Besuch stattfand, ergab die vorgenommene Erneuerungswahi folgendes Resultat : Präses Ferdinand Komlos; I. Vizepräses : Dir. Leopold Glück; II Vizepräses : Dr, David Goldmann; Kassier: Dävid Löwy; Tempelvorsteher: Eugen Nagel und Max Weiss; Beisitzer: Dr. Adolf Sajö, Dr. Julius Hass und Julius Blum. Rabbinerinsfalation in Ilopg ülesto n|V Sonntag am 2 1. wurde in der hiesigen Statu^quogemeinde der neue Oberrabbiner Armin Frieder in feierlicher Weise installiert, VORSTANDSWAHL IN NITRA. Bei der Repräsentantenwahl wurden die Gemeindeleitung mit folgende ergänzt Moritz Nagel, Julius Schick, Adolf Ungar, Eugen Freund, David Fischer und Philip Weiss. Hgudas Uisroel interpenierf im Foreign Office. Der politische Hauptsekretär der Weltorganisation Agudas Jisroel, Harry Goodman, sprach im Londoner Foreign Office vor und äusserte Besorgnis hinsichtlieh der Entwicklung m Rumänien. Es wurde ihm im Aussenministerium versi. »Der Jüdische Herold« chert, dass die englische Regierung Sympathie für die rumänischen Juden hege und in diesem Sinne die Vorgänge beobachte. Es verlautet, dass die Aguda zu der bevorstehenden Tagung des Völkerbundesrates in Genf Dr. Engel als ihren Beobachter entsendet. Dr. Engel wird mit Micescu über die jüdische Situation eine Aussprache haben. WARSCHAU. In Lodz übeifielen Huligans einen jüdischen Passanten, Leiser Engel, auf offener Strasse und schlugen ihm beide Augen aus. Engel wurde in lebensgefährlichem Zustand abtransportiert. .,EIN GANG DURCH DAS PRAGER GHETTO“ war der Titel des Vortrages dem Herrn Dr. S. Lieben (Prag) zu Gunsten der Jeschiwa Mensa, in Bratislava am 8־ d. M. hielt. Als Sprosse der berühmten ehrbaren Familie Lieben, hat er es, als würdiger Nachkomme dieser hervorragen־ den, dem Thora-Judentume zu den grössten Opfern bereite Familie, für selbstverständlieh gehalten, dem Rufe der Jeschiwa-Leitung Folge zu leisten, um hier an Hand von Licht-Bildern und seinen Erklärungen einen Spaziergang durch das ,,Prager Ghetto“ zu veranstalten. Im gefüllten Gremium- Saale lauschte man seinen angenehmen und interessanten Erzählungen und Erklärungen 1 lj‘2 Stunden mit der grössten Spannung und mit dem grössten Interesse׳ Im Namen der Jeschiwa begrüsste ihn H• Rab. Cand. M. Lenz jKezmarok) in slovakischer und Herr Rabbinatskandidat M. Haberfeld (Topolöany) in deutscher Sprache. In der Begrüssung wurde besonders auf der OpferwiRigkeit des gesch. Herrn Vortragenden zu allen jüdischen Agenden hingewiesen, was sein Erscheinen in Bratislava zu diesem Anlasse, um die Mensa den Reinertrag des Vortrages geniessen zu lassen, genügend beweist. Lenz dankte wieder dem H. Dr. S. Lieben und damit fand dieser gemütliche Abend der noch lange allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird, seinen Ende. (—) Hie wieder- ®rippe! Das sagt Jeder, der sie einmal hat, der ihre Leiden gefühlt um Arbeitskraft und Gesundheit gebangt hat 1 Aber mit dem Sagen allein ist‘s nicht getan : Sie müssen auch etwas tun I Spülen Sie täglich Ihren Mund mit ein paar Tropfen Alpa-Franzbranntwein, in Wasser gelö t, und massieren Sie Ihren Körper ״Alpa“! Dann kann die Grippe Ihnen nichts anhaben, dann sind Sie frisch, gestärkt gesund! Darum empfiehlt auch der Arzt ״Alpa“! DR. JOSEF POPPER IN KAR- PATHORUSSLAND. Uzhorod. Der Präsident des Obersten Rates der Jüdischen Gemeinden in Böhmen und Mähren Schlesien, Dr. Josef Popper, weilte dieser Tage in Karpathorussland, um gemäss der seinerzeit in Prag gepf ogenen Besprechung mit dem europäischen Direktor des Arnerican Joint Distribution Comittee Dr. Bernhard Kahn die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der karpathorussischen Juden zu studieren und Vorschläge für Hilfsmassnahmen an die Bedürftigsten von ihnen auszuar* 3 beiten. Dr. Popper bereiste alle bedeutenden Jüdischen Zentren in Karpathorussland und pflog dort Beratungen mit den in Betracht kommenden jüdischen Faktoren. Es wurde ihm der Vorschlag unterbreitet, in jedem grösseren Orte einen Sonderausschuss zu bilden, in dem sich die gemeinsam mit dem JOINT durchzuführende Unterstützungsarbeit konzentrieren soll. Dr. Popper besuchte auch in Begleitung des jüdischen Abgeordneten des öechoslovakischen Parlaments Dr. Chaim Kugel die jüdische Dorfbewohnerschaft in mehreren Ansiedlungen. Nach seiner Rückkehr nach Prag tritt Dr. Popper an die Bildung eines Hauptausschusses zur Durchführung der Hilfsaktion heran, in dem die Juden der ganzen Republik vertreten sein werden. Die Unterstützungsaktion für die notleidenden karpathorussischen Juden w<rd dahin verstanden, dass diese nicht nur geldliche Unter- Stützung erhalten, sondern durch konstruktive Hilfe zu selbstständiger Erwerbstätigkeit gebracht werden. KEINE EMIGRATION AUS RUMAENIEN. Prag. »Ceskd Slovo« schreibt: Die Befürchtungen über einen Zustrom von Emigranten aus Rumänien in die Cechoslovakei sind völlig unbegründet. Der Verkehr auf der Bahnstrecke, die diese Flüchtlinge benützen müssten, ist seit einigen Tagen nahezu vollkommen erlahmt. Im Auslande weilende Juden sind nach Hause zurückgekehrt, um bei den bevorstehenden Massnahmen gegen sie, von denen bisher noch keine durchgeführt wurde, bei ihren Familien zu sein. Seit den letzten Wahlen in Rumänien stellte man in keinem Falle die Flucht eines Emigranten in die Cechoslovakei fest. Die cechoslovakischen Grenzorgane verlangen bei der Einreise in die Cechoslovakei seit Freitag voriger Woche ein Visum, die rumänischen Grenzbehörden führen diese Massnahme bei Einreise in ihr Gebiet erst seit Samstag durch, sie haben an diesem Tage einigen Reisenden, deren Pässe keine Visa trugen, die Einreise verweigert, MORD AN EINEM JUDEN BEI WILNA. Warschau. Im Städtchen Braslaw bei Wilna ist der Jude Mendel Danowicz von einem Huligan durch Messerstiche schwer verletzt worden. Danowicz erlag bald nach der Einlieferung in das Wilnaer Krankenhaus seinen Verletzungen Der Mörder wurde verhaftet. ILLEGALE. Jerusalem. An der syrischpalästinensischen Grenze wurden mehrere jüdische Familien aus Buchara angehalten, die ohne Visa nach Palästina kommen wollten.

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